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Don Giovanni
»Treue zu einer ist Grausamkeit
zu den anderen.
Wo ich so viel Gefühl in mir spüre,
bin ich allen gut.
Weil die Frauen aber nicht rechnen können,
halten sie mein gutes Naturell für falsch.«
Wer sich rücksichtslos dem Liebesgenuss hingibt, muss mit Höllenstrafe rechnen, so die moralisierende Botschaft der klassischen Don-Juan-Geschichte, die auf den Bühnen der Welt heute am häufigsten in Wolfgang Amadeus Mozarts Dramma giocoso »Il dissoluto punito ossia Don Giovanni« in Erscheinung tritt. Bevor Don Giovanni am Ende dieser Oper vom Wiedergänger seines letzten Mordopfers, dem Vater der mit Don Ottavio verlobten Donna Anna, zur ultimativen Rechenschaft gezogen wird, gibt er dem atemlosen Zuschauer und Zuhörer Gelegenheit, dem Scheitern seiner drei letzten amourösen Versuche beizuwohnen: Donna Anna sieht sich eher einem Vergewaltigungsversuch als unwiderstehlicher Verführungskunst ausgesetzt, Donna Elvira beklagt die Untreue des vielbeschäftigten Frauenhelden und wendet sich postkoital nun gegen ihn, und die junge Landbraut Zerlina erwägt zwar, das glanzvolle Abenteuer vor der Hochzeit mitzunehmen, bleibt aber durch die Intervention Donna Elviras gerade noch rechtzeitig ihrem treuen Masetto erhalten.

In seiner Oper verflicht Mozart meisterhaft die verschiedenen Stilhöhen der ernsten und komischen Oper mit ihrem unterschiedlichen Personal der höheren und einfacheren Gesellschaft, lässt wie immer in seiner Musik tief in die Seelen der Menschen blicken und verdeutlicht virtuos, welcher Art der Oberflächenreiz des schillernden Verführers ist, der sich in seiner Existenz durch den vielfach wiederholten Akt der Fraueneroberung definiert.

Seine Uraufführung erlebte »Don Giovanni« als zweite der drei Mozart-Opern nach Libretti von Lorenzo Da Ponte 1787 mit großem Erfolg in Prag. Bis heute gehört sie als »Oper aller Opern«, wie sie E. T. A. Hoffmann in romantischer Überhöhung bezeichnete, zu den beliebtesten Werken der Opernliteratur überhaupt, die regelmäßige Wiederbelebung sowie stets erneute Interpretation verlangen.

Premiere
10/05/19

Großes Haus
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Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Martina Veh
Bühne/Video fettFilm (Momme Hinrichs/Torge Moeller)
Kostüme Julia K. Berndt