Doppelabend


Drama lirico in zwei Akten und vier Bildern von Manuel de Falla, Text von Carlos Fernández Shaw/Melodramma in einem Aufzug von Pietro Mascagni, Text von Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci
In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln/In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
In spanischer Sprache mit deutschen Übertiteln/In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
»Fremd war meinem Herzen stets die Lüge, Wahrheit nur sprach mein Mund!«
Die überwältigende Kraft des musikalischen Naturalismus hat unter dem Stichwort »Verismo« in der Oper seit Mascagnis 1890 in Rom uraufgeführtem Einakter »Cavalleria rusticana« Generationen von Zuschauern begeistert. Dieser Doppelabend kombiniert den Prototyp der veristischen Oper mit einer spanischen Variante dieser Musiktheaterform, mit Manuel de Fallas »La vida breve«. In beiden Stücken entfaltet sich vor dem Auge des Zuschauers rund um eine emotionsgeladene Dreiecksgeschichte ein tragisches Geschehen mit bestürzender Zielstrebigkeit.
Stirbt am Ende von »La vida breve« die junge Salud, nachdem ihr Geliebter Paco die standesgemäße Carmela bei einem großen Hochzeitsfest geheiratet hat, vor Enttäuschung in Gegenwart aller Gäste, so trauern am Schluss der »Cavalleria rusticana« mit Santuzza und Lucia gleich zwei Frauen um den toten Turridu, Opfer der Eifersucht eines betrogenen Ehemannes. Spanisches Kolorit in »La vida breve« steht der kompromisslosen Leidenschaft des Opern-Siziliens gegenüber, in dem »Cavalleria« spielt.
De Falla verdankte die Anregung zu seiner Oper dem Gedicht seines späteren Librettisten, des erfolgreichen Zarzuela-Autors Carlos Fernández Shaw, das er in einer Zeitung las. Uraufgeführt wurde sein Werk unter dem Titel »La vie brève« in französischer Übersetzung 1913 in Nizza. Mascagnis Textdichter Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci griffen auf ein italienisches Volksstück Giovanni Vergas zurück, das seinerseits auf einer Novelle desselben Autors basierte.
Stirbt am Ende von »La vida breve« die junge Salud, nachdem ihr Geliebter Paco die standesgemäße Carmela bei einem großen Hochzeitsfest geheiratet hat, vor Enttäuschung in Gegenwart aller Gäste, so trauern am Schluss der »Cavalleria rusticana« mit Santuzza und Lucia gleich zwei Frauen um den toten Turridu, Opfer der Eifersucht eines betrogenen Ehemannes. Spanisches Kolorit in »La vida breve« steht der kompromisslosen Leidenschaft des Opern-Siziliens gegenüber, in dem »Cavalleria« spielt.
De Falla verdankte die Anregung zu seiner Oper dem Gedicht seines späteren Librettisten, des erfolgreichen Zarzuela-Autors Carlos Fernández Shaw, das er in einer Zeitung las. Uraufgeführt wurde sein Werk unter dem Titel »La vie brève« in französischer Übersetzung 1913 in Nizza. Mascagnis Textdichter Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci griffen auf ein italienisches Volksstück Giovanni Vergas zurück, das seinerseits auf einer Novelle desselben Autors basierte.




















