
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen
von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Christoph Friedrich Bretzner,
bearbeitet von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Christoph Friedrich Bretzner,
bearbeitet von Johann Gottlieb Stephanie d. J.
»Nichts ist so hässlich als die Rache.«
Dass Charakterstärke und Großmut kein Privileg der Europäer sind, steht als Erkenntnis am Ende von Mozarts »Entführung aus dem Serail«. Ausgehend von der Türkenmode des späten 18. Jahrhunderts schuf Mozart mit seinem Singspiel ein musikalisches Drama, das jenseits des exotischen Kitzels der Janitscharenmusik und Eunuchenkostüme zutiefst menschliche Werte ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt.
Konstanze, auf einer Seereise entführt und am Hof des türkischen Würdenträgers Bassa Selim gefangen, ist das Objekt der Begierde des jungen Spaniers Belmonte, ihres Bräutigams. Mit Hilfe seines Dieners Pedrillo schmiedet er ein Komplott, das ihm Konstanze – und Pedrillo sein Blondchen – vorbei am zudringlichen Aufseher Osmin wieder zuführen soll. Schon scheint die Entführung zu gelingen; Osmin ist betrunken und rührt sich nicht mehr. Doch kaum sind sie vereint, entzweit Misstrauen die Liebenden. Die Flucht wird entdeckt, man glaubte sich am Ende, wäre da nicht des Bassa Selims sagenhafte Toleranz Andersdenkenden gegenüber. Für Mozart stand die »Entführung aus dem Serail« an der Wende zur Loslösung aus dem Gefängnis seiner Beschäftigung beim Salzburger Erzbischof. 1781 nach Wien gekommen, wagte er unerhörterweise den Schritt zum freien Komponisten. Mit dem kaiserlichen Auftrag zur 1782 erstmals gespielten »Entführung« gelang ihm ein entscheidender Erfolg auf diesem schwierigen Weg.
Konstanze, auf einer Seereise entführt und am Hof des türkischen Würdenträgers Bassa Selim gefangen, ist das Objekt der Begierde des jungen Spaniers Belmonte, ihres Bräutigams. Mit Hilfe seines Dieners Pedrillo schmiedet er ein Komplott, das ihm Konstanze – und Pedrillo sein Blondchen – vorbei am zudringlichen Aufseher Osmin wieder zuführen soll. Schon scheint die Entführung zu gelingen; Osmin ist betrunken und rührt sich nicht mehr. Doch kaum sind sie vereint, entzweit Misstrauen die Liebenden. Die Flucht wird entdeckt, man glaubte sich am Ende, wäre da nicht des Bassa Selims sagenhafte Toleranz Andersdenkenden gegenüber. Für Mozart stand die »Entführung aus dem Serail« an der Wende zur Loslösung aus dem Gefängnis seiner Beschäftigung beim Salzburger Erzbischof. 1781 nach Wien gekommen, wagte er unerhörterweise den Schritt zum freien Komponisten. Mit dem kaiserlichen Auftrag zur 1782 erstmals gespielten »Entführung« gelang ihm ein entscheidender Erfolg auf diesem schwierigen Weg.




















