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Thaïs
»Zeig’ mir diese mysteriöse Liebe,
ich gehorche dir ... und bin dein!«
Heiliger bekehrt Hure, das ist das literarische Thema, das Jules Massenets Oper »Thaïs« nach dem gleichnamigen Roman von Anatole France aus dem Jahr 1890 variiert. Der Zönobiten-Mönch Athanaël lernt beim Besuch in der Großstadt Alexandria die Kurtisane Thais kennen, deren ausschweifende Lebensweise Abscheu in ihm hervorruft. In einem Traum von der tanzenden Thais glaubt er den Auftrag Gottes zu erkennen, sie zu bekehren. Die Warnungen des Zönobiten-Ältesten Palémon und seines Jugendfreundes Nicias halten ihn nicht auf: Er versucht Thais vom Vorrang der Liebe Gottes gegenüber der fleischlichen Lust zu überzeugen. Bedrängt von den Begierden der Männer, folgt Thais Athanaëls Rat und geht in ein Kloster. Als Athanaël klar wird, dass er sie nun nicht mehr sehen kann, wird er sich seiner Liebe zu ihr bewusst. Im Kloster trifft er sie sterbend an. Sein Liebesgeständnis beantwortet sie nun mit dem Lobpreis des ewigen Lebens.

Seine in den Opern »Werther« oder »Manon« entwickelten Fähigkeiten zu lyrischer Innenschau kombinierte Jules Massenet in der 1894 uraufgeführten »Thaïs« mit Elementen der französischen Grand opéra. Inmitten großartiger Tableaus widmet er sich ganz den gegenläufigen Entwicklungen der beiden Hauptfiguren Thaïs und Athanaël. Im frankophonen Bereich bis heute recht populär, ist die Oper im deutschsprachigen Raum bis auf einige Ausschnitte wie Thaïs’ innere Wandlung in der weltberühmten »Méditation« ein lohnender Geheimtipp.


Wiederaufnahme
18/10/13

Großes Haus
Dauer ca. 2 Stunden, 30 Minuten (eine Pause)

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Marc Adam
Bühne Roy Spahn
Kostüme Pierre Albert
Choreographie Pascale-Sabine Chevroton
Chor Joseph Feigl
Dramaturgie Sascha Mink