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Mass
»Still! Gott ist sehr krank. Wir müssen alle leise sein. Seine Stimme ist so schwach geworden. Fast schon ganz verstummt.«
Man feiert eine Messe nach katholischem Ritus. Doch im Laufe der zwischen Schuldbekenntnis, Credo und Agnus Dei immer wieder von Einwürfen unterbrochenen Liturgie machen der zelebrierende Priester und seine Gemeinde eine tiefe Glaubenskrise durch. Angesichts von menschlichem Leid, Ungerechtigkeit und Grausamkeit scheint ein uneingeschränkter Glaube an einen allmächtigen Gott nicht mehr möglich. Und doch: Zeugt das Ringen und Hadern mit jenem Gott nicht schon von einer viel tieferen Religiosität, als gläubiges Bejahen sämtlicher Dogmen? Und lässt sich die Einsamkeit des Zweifels in dem gemeinschaftlichen Mess-Erlebnis überwinden?

Über 450 Jahre nach der Reformation beschäftigte sich Leonard Bernstein auf seine Weise mit der Frage nach Glaube, Gewissheit und Zweifel einerseits und der theatralischen und somit auch gesellschaftsstiftenden Kraft der katholischen Messe andererseits. Zum Reformationsjubiläum bringt das Theater Lübeck dieses weltweit höchst selten gespielte Werk heraus und schlägt mit dieser ungewöhnlichen Form, in der außer Musikern auch Schauspieler, Sänger, Tänzer und mehrere Chöre zum Einsatz kommen, zugleich den Bogen zurück zu den rituellen Ursprüngen des europäischen Theaters.


Foto © Olaf Malzahn


Premiere
17/03/17

Großes Haus
Die nächsten Termine
So
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18.00 Uhr
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Sa
20/05/17
19.30 Uhr
Großes Haus

Do
22/06/17
19.30 Uhr
Großes Haus

Dauer 1 Stunde, 55 Minuten (keine Pause)

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Tom Ryser
Ausstattung Stefan Rieckhoff
Choreographie Lillian Stillwell
Chor Jan-Michael Krüger
Dramaturgie Dr. Katharina Kost-Tolmein