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»Künstlerszene gepfeffert mit Leidenschaft: ›La Bohème‹ hat alles, was es für große Gefühle braucht. Lübecks Inszenierung verzaubert die Zuschauer neben den Bildprojektionen vor allem mit dem singenden Personal. Die grundsoliden Darbietungen der Herren und die prächtig bunten Auftritte von Chor und Extrachor nehmen die Zuschauer mit in die fabelhafte Puccini-Welt. Den stärksten Eindruck hinterlassen die beweglichen Soprane Anna Patalong und Evmorfia Metaxaki. [...] Roman Brogli-Sacher, Lübecks Ex-Generalmusikdirektor und -Opernchef, geht die Sache mit Verve an. [...] Der begeisterte Applaus ergießt sich am Ende über Sänger, Musiker und Regie gleichermaßen. Das Lübecker Theater kann sich in kalter Jahreszeit über eine herzerwärmende Inszenierung freuen.«

(shz)

 

 

 

»Belcanto pur lassen die Gäste Gabriele Mangione (Rodolfo) und Anna Patalong (Mimì) wunderbar strömen - die Sopranistin weich und vollendet kultiviert, der Tenor souverän mit strahlenden Spitzentönen. Das geht unter die Haut, ist große Puccini-Kunst. Die Freunde, alle aus dem Ensemble, schließen sich an, fühlen sich hörbar wohl in ihren Partien: warm timbriert Gerard Quinn (Marcello), klar deklamierend Steffen Kubach (Schaunard), sonor grundiert Taras Konoshchenko (Colline). Dazu gesellt sich Evmorfia Metaxaki als kapriziöse Musetta [...]«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Für Regisseur Paolo Miccichè war es ein Triumph. [...] Miccichè arbeitet praktisch ohne Kulissen, Projektionen auf zwei Gaze-Schleier schaffen einen ganz besonderen Bühnenraum. Nur ganz wenige Requisiten stehen den Akteuren zur Verfügung, ein Bett, ein Stuhl, ein Kamin etwa. Und doch entsteht durch diese spezielle visuelle Konzeption und durch die Qualität der projizierten Bilder eine poetische Kraft. [...] Musikalisch stehen ihm dafür sehr gute Akteure zur Verfügung. Anna Patalong als Mimì ist ein höhensicherer Sopran, der auch beim hohen C keine Schärfe hören lässt. Darstellerisch ist sie überzeugend in ihrer Zurückhaltung und ihrer fast stummen Art, ihre Zuneigung zu Rodolfo zu zeigen. Der wird von Gabriele Mangione verkörpert, einem italienischen Tenor mit eigenwilligem Timbre. Nach etwas unsicherem Beginn steigerte sich Mangione zu einer herausragenden Leistung. Evmorfia Metaxaki ist eine hinreißend flatterhafte und zickige, aber auch zutiefst menschliche Musetta; eine strahlende Erscheinung mit strahlender Stimme. Marcello wird von Gerard Quinn mit seiner ganzen Routine zur lebendigen Figur gemacht, Steffan Kubach als Schaunard und Taras Konoshchenko als Colline erfüllen ihre Aufgaben mit Bravour. Ein großartiger Auftritt [der] Gäste und der Ensemblemitglieder. Lob erspielt und ersungen haben sich ebenso der von Joseph Feigl einstudierte Chor und der Kinder- und Jugendchor Vocalino. [...] Am Ende gab es langen Beifall für alle Beteiligten, vor allem für die Protagonisten Anna Patalong und Gabriele Mangione sowie den Dirigenten Roman Brogli-Sacher, die das Publikum geradezu mit Ovationen überschüttete. Diese Inszenierung [...] ein großer Erfolg für das Theater.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Musikalisch bot Lübeck einmal mehr eine uneingeschränkt große Leistung. Die Mimì sang die junge Anna Patalong. Die Stimme der Britin besitzt ein weiches, rundes Timbre, ist selbst in den Spitzen nie scharf und wird von ihr dynamisch fein schattiert. Der Rodolfo war dem jungen Italiener Gabriele Mangione anvertraut. Sein sicherer, auch kraftvoller Tenor hat eine individuelle Farbe, die er selbst in der Höhe hält. Die weiteren Rollen besetzte das Haus mit eigenen Kräften. Voran machte das zweite Liebespaar Furore und erhielt großen Applaus. Evmorfia Metaxaki war dabei als Musetta in Spiel und mit ihrer schlanken, doch warmen Stimme ebenso überzeugend wie der wieder wunderbar präsente Gerard Quinn als Marcello. Steffen Kubach sang, wie stets sicher, hier den Schaunard und Taras Konoshchenko den Colline. [...]. Die kleineren Partien hatten Sänger des Opernelitestudios oder Chormitglieder zu bewältigen. Sie wie auch der Opernchor und der Kinder- und Jugendchor Vocalino erfüllten ihre Aufgaben mit viel Sanges- und Spiellust.«

(nmz)

 

 

 

» [...] Paolo Miccichè schafft einen neuen optischen Zugang. Er ist nicht nur Regisseur, sondern auch Lichtdesigner, und aus Licht und stimmungsvollen Bildkompositionen besteht seine Bühnenausstattung. Auf einen doppelten Gazevorhang werden Bilder projiziert, in die dann ab und an durch Verschwinden der Zwischenvorhänge die Wirklichkeit einbricht. Das gilt für die Mansardenwohnung Rodolfos ebenso wie für die Weihnachtsszenen beim Café Momus, für das Zollhaus in klirrender Kälte und das Sterbezimmer. Und da man Lichtgestaltungen per Video verändern kann, vergrößern oder verengen sich die Räume. [...] Dirigent Roman Brogli-Sacher entfachte insbesondere in den ersten Bildern wahre Klangfluten, gegen Ende dann auch sehr zart ausgedeutete Szenen, die die Sänger nicht zudeckten. Für die Hauptpartien waren zwei Gäste engagiert. Eine große Leistung lieferte die Britin Anna Patalong als Mimì. Strahlend schön ihr Sopran, lupenrein, im Schluss des ersten Bildes bis zum hohen C aufsteigend. Auch im Spiel ist sie eine rührend Leidende. Ihren Rodolfo sang ein Gast aus Italien, Gabriele Mangione. Mangiones Rodolfo stürmt stimmlich temperamentvoll auf die Szene, setzt sich kraftvoll ins rechte Licht. In der Höhe scheint die Stimme keine Schwierigkeiten zu kennen, und an das besondere Timbre gewöhnt man sich schnell. Das Quartett am Schluss des Zollschrankenbildes war ganz große Oper. Zu diesem Quartett gehören noch die Musetta von Evmorfia Metaxaki, mit glänzender Höhe im bekannten Walzerlied, kokettem Spiel und menschlichem Ernst am Schluss; auch dies eine runde Leistung. Ihren Marcello sang Gerard Quinn mit Leidenschaft und Temperament. Das Quartett der Freunde vervollständigen Taras Konoshchenko, der Philosoph in der Runde, mit fulminantem Bass und Steffen Kubach, der den leichtlebigen Musiker Schaunard sang und spielte. [...] Am Schluss riesiger Beifall. Der Erfolg dürfte dieser Erfolgsoper Puccinis auch in Lübeck treu bleiben.«

(HL-live)

 

 

 

»In Lübeck setzt der italienische Regisseur Paolo Miccichè vor allem auf die romantischen Hintergründe dieses Musikwerks. Seine Inszenierung schafft mit Hilfe von Videos weite Räume, [...] in diesen [...] sind dem Regisseur wunderbare Bilder gelungen. Das gilt insbesondere für die Weihnachtszene auf zwei Ebenen im Quartier Latin, in dem sich ein buntes Völkchen - der Opernchor wurde wieder von Joseph Feigl einstudiert - in den Kostümen von Beate Tamchina tummelt. Sogar eine Militärkapelle bläst und trommelt zum Zapfenstreich. Im Mittelpunkt dieser Einstudierung stehen zwei herausragende Gäste: Die Britin Anna Patalong als Mimì und der Italiener Gabriele Mangione als Rodolfo. Sie verfügt über einen breit angelegten Sopran, und ihre Stimme kennt auch in den Höhen keine Probleme. Er ist vor allem ein begnadeter Spieltenor mit voll tönender schöner Stimme ohne jede Härten. Diesen beiden Gästen stehen die Ensemble-Mitglieder Evmorfia Metaxaki, Gerard Quinn, Steffen Kubach und Taras Konoshchenko in Nichts nach. Am Pult steht Lübecks vormaliger Generalmusikdirektor Roman Brogli-Sacher. [...] Das Premierenpublikum ist begeistert, geizt nicht mit Szenenbeifall und feiert nach Schluss alle Beteiligten.«

(Nordostee-Magazin)

 

 

 

»Regisseur Paolo Miccichè greift bei seiner Inszenierung von Puccinis ›La Bohème‹ im Großen Haus auf historische Bühnenbilder der Uraufführung in Turin 1896 zurück, unterwirft sie einer visuellen Wandlung durch Projektionen und Lichteffekte, die Atmosphäre schaffen, [...]. Temporeiche Personenregie entwickelt Paolo Miccichè im ersten Bild. [...] Anna Patalong ist eine wunderbare Märtyrerin der Liebe, eine Femme fragile mit schmiegsamer, samtiger Stimme, die zu leuchtendem Belcanto wächst, intensiv und berührend. Gabriele Mangione als temperamentvoller Rodolfo zeigt strahlenden Tenorschmelz und bewegt sich schwerelos in tückischer stimmlicher Höhenlage. Dem Regisseur gelingt eine überzeugende, allseits kompatible Arbeit, die nicht dick aufträgt und Raum für individuelle Phantasie, für Gegenwartsbezüge lässt. [...] Die Kostüme von Beate Tamchina setzen fein abgestimmte Akzente im Bühnenbild, [...]. Roman Brogli-Sacher am Pult vermittelte ein modernes Puccini-Bild, [...]. Der Dirigent, [...], stürzte sich wild, expressionistisch und ungestüm in die Musik, ließ mit dem motivierten Orchester tonmalerische Episoden, morbide Faszination und Liebesfluten aufglühen und gab transparenten Instrumentalmischungen wie auch kammermusikalischem Feinsinn viel Raum. Das Publikum feierte die Aufführungen mit Ovationen.«

(Lübeckische Blätter)