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Die Reise nach Reims

»Umjubelte Premiere am Theater Lübeck - Gioacchino Rossinis Oper ›Die Reise nach Reims‹ wurde als Comic-Produktion ein großer Erfolg [...] Ein Comic-Film als interaktive Haupt-Requisite, dazu ein gut aufgelegtes Ensemble und ein ausgezeichnet aufspielendes Orchester - fertig ist der Spaß, der am Sonntag am Theater Lübeck eine bejubelte Premiere feierte. [...] In der stimmigen Ausstattung von Alfredo Troisi und der ausgeklügelten Personenregie von Pier Francesco Maestrini entwickelte sich so ein Abend des gehobenen Blödsinns, der in seinen besten Szenen schon fast Dada-Niveau erreichte. Die Comic-Inszenierung ist ein guter Weg, um die ›Reise nach Reims‹ zu zeigen [...] Herausragend Andrea Stadel als Hotelbesitzerin Madame Cortese und Evmorfia Metaxaki als Römerin Corinna: Beide Sängerinnen brillierten schauspielerisch wie stimmlich. [...] Marco Stefani als einziger Gast gab einen wunderbar liebestollen Belfiore, Gerard Quinn einen liebeswert versoffenen Lord. Zuverlässig auch Daniel Jenz als bulliger Russe und Wioletta Hebrowska als lebenslustige Polin. Der Chor in seinen Comic-Kostümen agierte engagiert und präzise. Daniel Carlberg, Kapellmeister am Theater Kiel, sorgte mit dem Lübecker Orchester für einen weitaus eleganteren und differenzierteren Klang als in der Landeshauptstadt. Am Ende war der Jubel groß.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Begeisterung nun auch am Theater Lübeck: Rossinis Opernspaß ›Die Reise nach Reims‹ [...] Gioacchino Rossinis komplett sinnlose komische Oper ›Die Reise nach Reims‹ amüsierte nach der Kieler Premiere nun auch am Theater Lübeck das Publikum. [...] Evmorfia Metaxaki die weitschweifig melancholischen Melodiekreisel der römischen Harfen-Heiligen Corinna in Lübeck vokal raffinierter um die Männerherzen wickelte als ihre Kollegin in der Landeshauptstadt. [...] Wioletta Hebrowska steigerte die entgleiste Libido der Polin Melibea auch stimmlich ins Laszive. Und Emma McNairy ließ als modenärrische Pariser Gräfin brillant die Koloratur-Zicke aufblitzen. Andrea Stadel warb für die Jodler der Hotelbesitzerin aus Tirol mit viel Herz. Und Taras Konoshchenko rückte den italienischen Archäologen Don Profondo ins Zentrum der tiefen Stimmen. Die Konstante am Pult ist Kiels Erster Kapellmeister Daniel Carlberg. Und doch entstand ein völlig anderes Hörbild. Die Lübecker Philharmoniker, getragen von der besseren Akustik, zeigten ähnlich viel Lust am quirligen Klangfiebern. Aber ihr Sound ist konventioneller romantisiert und eine Spur behäbiger als in Kiel.«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Alte Oper und moderner Comic Hand in Hand. [...] ›Die Reise nach Reims‹ von Gioacchino Rossini hatte am Sonntag im Großen Haus des Lübecker Theaters Premiere und bereitete dem Publikum pralles, deftiges Vergnügen. [...] Das Team um Pier Francesco Maestrini (Regie) und Joshua Held (Comics) dreht auf; bis hin zum Klamauk, und das alles zur Freude der Zuschauer. Der besondere Trick: Auf einer speziellen Leinwand läuft ein gezeichneter Film mit. Aber nicht als bloße Kulisse. Die Comic-Figuren, oft im XXL-Format, treten in einen Dialog mit den realen Darstellern. [...] Daniel Carlberg, Kiels stellvertretender Generalmusikdirektor, leitet das musikalische Geschehen vom Klavier aus, und die Lübecker Philharmoniker tun alles, um den Spaß sprühend ins hohe Haus zu tragen. [...] Wie aber kann man derart viele Hauptpartien besetzen? Lübeck schafft es mit Hilfe des erfolgreichen Elite-Opernstudios und kommt mit nur einem Gast aus. [...] Das Zusammenspiel der realen Personen mit den Kollegen vom Zeichenbrett klappt wie am Schnürchen. Schon der Chor bietet eine optische Überraschung. Die von Jan-Michael Krüger bestens vorbereiteten Damen und Herren sind unter Comicmasken verborgen. [...] Das Programm nennt an erster Stelle Evmorfia Metaxaki. Ihre Corinna hat viel zu tun, von der Arie aus dem Off im Toilettenhäuschen bis zum komplizierten ›Schaukellied‹ im Schlussbild - alles bravourös gemeistert. Wioletta Hebrowska sang die polnische Marquise, bestens disponiert, stimmlich stets präsent. Emma McNairy als französische Gräfin jonglierte halsbrecherisch mit Spitzentönen und Koloraturen. Auch Andrea Stadel als geplagte Wirtin (Madame Cortese) singt sich in die Herzen des Publikums. Bei den Herren wetteiferten die Tenöre Daniel Jenz als stürmischer Russe und Marco Stefani als liebestoller Franzose. Voll- und wohlklingend die Riege von Bariton bis Subbass: Gerard Quinn als Scotch konsumierender Brite, Taras Konoshchenko als Mediziner von zweifelhaftem Ruf, Steffen Kubach als zackiger Preuße, Johan Hyunbong Choi als kämpfender Spanier. Es gab stürmischen Beifall.«

(HL-live)

 

 

 

»Opernvergnügen mit Rossini. Lübeck hat wieder ein Opernereignis: Gioacchino Rossinis »Die Reise nach Reims« ist ein Riesenspaß für alle und ein Vergnügen für Kenner. [...] Solch Gravität hat wenig Dramatik - es sei denn, man spitzt die Situationen zu wie Pier Francesco Maestrini und Joshua Held. So schufen der italienische Regisseur und sein Zeichner zunächst einen Film, in dem die Cartoons das Laufen lernen: Sie deuten die Handlung an, greifen in sie ein und korrespondieren mit den Protagonisten davor - was zwischen Bühne und Leinwand wahnsinnskomische Effekte und Situationen ergibt. Die Gags seien nicht verraten - nur so viel, dass Maestrini/Held alles mit einer großen Portion Phantasie und südeuropäischer Lust an der Direktheit umsetzen. [...] Zweiter Trumpf ist das vor Skurrilität strotzende Outfit: Alfredo Troisis Kostüme verorten jede Figur [...] alles untermalt von Rossinis Meisterschaft in Sachen Ironie. [...] All das fordert großes Synchronisationsgeschick. [...] Dieses Sängerfest stellt höchste Ansprüche. Fast alle der zwölf Hauptrollen sind mit Koloraturen gespickt wie kaum eine andere Oper. Da zeigt sich, welch ein vorzügliches Ensemble Lübeck hat: Nur ein Gast musste für eine tragende Partie geholt werden. Die Leistungen sind super [...]. Das Premierenpublikum amüsierte sich köstlich, gab Beifall auf offener Szene und feierte alle Mitwirkenden am Ende begeistert.«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»[...] Beide norddeutschen Inszenierungen leitete der Kieler stellvertretende GMD Daniel Carlberg und accompagnierte stilgerecht vom Hammerklavier aus. Gut gearbeitet und transparent klangen in Lübeck die für Rossini so typischen orchestralen Steigerungen, schön auch die Soli von Harfe oder Flöte. [...] Die Erschwernisse, die der von Jan-Michael Krüger einstudierte Chor durch die Masken hatte, war kaum zu vernehmen eine große Leistung. Bei der Fülle der Sänger war es erfreulich, wie sicher sie alle waren, im Solo und in den vielen Ensembles, bei den Koloraturen wie beim Parlando. In den tragenden Frauenrollen waren als Soprane Evmorfia Metaxaki (Corinna), Emma McNairy (Folleville) und Andrea Stadel (Cortese) dabei, nahezu gleichrangig und sehr beweglich im Spiel. Der buhlerischen Melibea gab Wioletta Hebrowska ihren klangvollen, zugleich gut schattierten Alt. Die Tenorpartien sangen Marco Stefani (Belfiore), einziger Gast bei dieser großen Ensembleleistung, und Daniel Jenz (Libenskof), doch beide mit eher lyrischem Timbre. Seinem Bühnennamen gemäß profund klang der komödiantische Taras Konoshchenko. Beweglich waren Johan Hyunbong Choi (Alvaro), Seokhoon Moon (Prudenzio) und mit auserlesener Darstellung Steffen Kubach (Trombonok). Bei ihm und in einigen anderen Rollen war zu genießen, wie gut nationale Eigentümlichkeiten bei Darstellern gleicher Herkunft wirkten, besonders genüsslich zu erleben, wie der gebürtige Schotte Gerard Quinn die Partie des Lord Sidneys gestaltete. Man kann diesem Werk nachsagen, dass es eigentlich keine Oper ist. Aber was in dieser Inszenierung daraus gemacht wurde, ist geistreich und kam beim Publikum hervorragend an.«

(unser Lübeck)

 

 

 

»Comic und Oper; dass sich dieses zu einem anspruchsvollen, vergnüglichen und kurzweiligen Abend hervorragend ergänzen kann, das beweist diese von Pier Francesco Maestrini und Joshua Held (Comicfilm) geschickt ausgeklügelte Inszenierung. [...] Das Ergebnis ist eine Produktion dieses eher handlungsarmen Werkes, die sehr temporeich und farbenprächtig gelungen ist, stellenweise ergänzt um einige recht frivole Interaktionen von Comic-und Ensemble. [...] Für einen guten Rossiniklang sorgte das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung von Daniel Carlberg [...] Hervorragend disponiert gab sich der Chor; auch von der Personenführung und Ausstattung her bestens betreut. Evmorfia Metaxaki gab an diesem Abend eine berührende Corinna. Wioletta Hebrowska, ein Garant in Lübeck für exzellente Qualität, gab mit ihrem warmen, erotisch timbrierten Mezzo eine umwerfende Marquise Melibea. Emma McNairy, schon als Zerbinetta umwerfend, gab an diesem Abend eine herrlich quirlige Gräfin von Folleville, mit fulminanten Koloraturen und Andrea Stadel gab die Madame Cortese. Marco Stefani als Chevalier Belfiore und Daniel Jenz als Graf von Libenskof versuchten, sich gegenseitig mit fulminanten Höhenflügen und großartigen Verzierungen auszustechen, um die Gunst der Dame ihres Herzens zu erlangen, einfach phänomenal. Gerard Quinn als Lord Sidney [...] eine bestechend gute Leistung. Taras Konoshchenko als Bade-(quacksalber)-arzt Don Profondo ebenfalls in Topform. [...] Die knapp dreistündige Veranstaltung verging wie im Fluge; am Ende: große Begeisterung im Publikum! Ein unvergesslicher Abend auf einem selten zu erlebenden, hohen Niveau. Der Verfasser hat dieses Werk zuletzt vor einigen Jahren in der New York City Opera erleben dürfen [...] Das Opernhaus in Lübeck braucht hier, vom gesanglichen Niveau her, einen Vergleich keineswegs zu scheuen.«

(Ihr Opernratgeber)

 

 

 

»Ein Grund für die wenigen Aufführungen des Werkes zur Entstehungszeit war die Notwendigkeit einer großen Zahl von hochkarätigen Solisten. Es ist erstaunlich, dass ein Stadttheater mitten in Deutschland heute diese Partien überwiegend aus dem eigenen Sängerstamm besetzen kann. Evmorfia Metaxaki, Wioletta Hebrowska, Emma McNairy, Andrea Stadel führen die Damenriege an und bei den Herren bestechen neben Marco Stefani, Daniel Jenz, Gerard Quinn, Taras Konoshchenko, Stefan Kubach, Johan Hyunbong Choi sowie Seokhoon Moon. Die Leistungen sprechen für das Niveau der deutschen Opernhäuser, hier am Beispiel Lübecks. Alle Sänger geben auch darstellerisch ihr Äußerstes, um die Regieidee von der Bühne in den Zuschauerraum zu tragen. [...] und das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter Daniel Carlberg kann die notwendige italienische Leichtigkeit des Orchesterspiels durchaus überzeugend darbringen.«

(Opernnetz)

 

 

 

»Das Regie/Filmteam Pier Francesco Maestrini und Joshua Held zaubert fantastische Situationen auf die Bühne, die von Comics auf der Leinwand mitgespielt, ironisiert und kommentiert werden. [...] Hauseigen, bis auf eine Partie, ist das Riesenensemble besetzt - und das im artistischen italienischen Fach. Da entfalten sich das Sextett, der raffinierte vierzehnstimmige Satz und das Finale in schönster Klangkultur. [...] Die Lübecker Philharmoniker glänzen südländisch leichtfüßig und temperamentvoll. Herrlich entfalten sich die Soli von Flöte und Harfe. Daniel Carlberg leitet den Abend mit Gespür für Rossinis prickelnd hintersinnige Welt, und begleitet die Rezitative stilgerecht am Hammerflügel. [...] Das Publikum hatte sichtlich seinen Spaß. Am Schluss kannte die Begeisterung keine Grenzen.«

(Lübeckische Blätter)

 

 

 

»Bei der Besetzung ist dem Theater Lübeck wieder mal eine Glanzleistung gelungen: zehn Hauptrollen gibt es in dieser Oper und - die größtenteils feste Ensemblemitglieder am Lübecker Opernhaus - meistern diese hoch virtuose, von hohen Tönen und schnellen Koloraturen durchsetzte Musik einwandfrei. [...] Eine Inszenierung, die vielleicht den einen oder anderen Cartoon-Fan zum Opernfan macht.«

(Ultimo)