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Mass

»Ein großer Abend für das Theater Lübeck. Leonard Bernsteins Theaterstück ›Mass‹ wurde zu einem Triumph für alle Beteiligten, am Ende wollte der stürmische Applaus schier kein Ende nehmen. [...] Was Regisseur Tom Ryser aus dieser Vorlage gemacht hat, ist schlicht großartig. Ryser hat ein Händchen für Massenszenen, das hat er bereits in ›The Fairy Queen‹ bewiesen. In ›Mass‹ hat er es mit wirklichen Massen zu tun: Chor und Extrachor des Theaters, zwei Kinderchöre, zwei Bands, mehr als ein Dutzend Solisten, dazu ein großer Teil des Orchesters auf der Bühne - eine solche Menge von Darstellern sinnvoll zu ordnen und zu bewegen ist eine Kunst, die Ryser perfekt beherrscht. Dabei hilft ihm ein Bühnenbild von Stefan Rieckhoff, das einen Kirchen-Innenraum zeigt, der an die Marienkirche angelehnt ist und von den Totentanz-Fenstern Alfred Mahlaus bestimmt wird. [...] Tom Ryser setzt auf Kontraste, die Orchestermusiker lässt er zum Beispiel wie eine groteske Fastnachtskapelle einmarschieren. Umso eindringlicher sind die ruhigen Passagen, wenn der Priester - herausragend verkörpert von Gerard Quinn - mit einem kleinen Jungen - erstaunlich souverän: Ian Jans - gemeinsam ein Loblied singt. Fabelhafte Solisten, geschickter Einsatz der vier Tänzer (Choreografie: Lilian Stillwell), ganz wunderbar singende und spielende Chöre: Bernstein hätte seine Freude an dieser Version von ›Mass‹ gehabt. Dirigent Andreas Wolf setzte auf Kraft und Tempo und hielt Bühne und Graben präzise zusammen. Bühnenzauber der Extraklasse, Scherz, Groteske und tiefere Bedeutung: Auch für Menschen, die nicht zu Religionsgemeinschaften gehören, bot dieser Abend Stoff zum Nachdenken. [...]«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Das Theater Lübeck begeistert mit einer musikalisch fetzigen und szenisch peppigen Totentanz-Vision von Leonard Bernsteins (viel zu) selten gespielter ›Mass‹. [...] Gesungen, getanzt und gespielt wird aber allemal mitreißend - vom berührenden Knabensopran (Ian Jans) bis zum Rock Singer (Robert Meyer). [...] Man staunt, wie kühn und unverstaubt Bernsteins musikalische Gedankensprünge noch klingen, wenn sie so energiegeladen aufbereitet werden wie unter Leitung des Ersten Kapellmeisters und Stellvertretenden Generalmusikdirektors Andreas Wolf. Vom rotzigen Funk über pseudomoderne Kontrapunkte bis zum Happy-End-Kitsch hat man nach knapp zwei pausen- und atemlosen Stunden erstaunlich viel erlebt in der Beckergrube.«

(Kieler Nachrichten)

 

 

 

»Welch ein Jubel im Lübecker Opernhaus! Und das bei einem Werk, das man kaum je auf der Theaterbühne sieht - obwohl der Komponist prominent ist und er dieses Werk trotz des liturgischen Titels durchaus szenisch konzipiert hat. Die Rede ist von Leonard Bernsteins ›Mass‹, an die sich das Haus in der Hansestadt mit den vielen Kirchen herangetraut hat [...]. Dass es zumindest musikalisch lohnt, dieses Werk aufzuführen, das hat das Lübecker Ensemble unter dem Dirigat von Andreas Wolf [...] eindrucksvoll bewiesen. [...] Wenn dieser Apparat so vital wie in Lübeck zu Werke geht [...] mit emphatisch engagierten Protagonisten, und wenn folglich Bernsteins zwischen sakralen, romantischen, jazzigen, rockigen und gospeligen Anklängen genial pulsierende Musik ihre Wirkung entfaltet - dann kann man sich dem Überwältigungscharakter des Werks schwer entziehen. Und dass die Oper Lübeck mit Gerard Quinn einen Bariton im Ensemble hat, der den Celebrant mit stilistischer Kompetenz und Ausstrahlung verkörpert, ist schon ein Coup. Es gibt also durchaus gute Gründe für die Begeisterung der Zuschauer. [...]«

(Die deutsche Bühne)

 

 

 

»Wegen des großen Aufwands wurde es allenfalls in abgespeckter Version nachgespielt. Lübeck zeigt das Original. Die Premiere am Freitag erntete stürmischen Beifall. [...] Ein riesiger Aufwand wird am Lübecker Theater betrieben. Neben dem Philharmonischen Orchester spielen Bands, neben den Solisten der Oper sind Blues- und Rocksänger zu hören, neben Theater- und Extrachor weitere Singgemeinschaften, darunter mehrere Kinderchöre. Vier Solotänzer begleiten das Geschehen, kommentieren mit ihrer Körpersprache. [...] Den Rahmen auf der Bühne bildet eine große Kirche, unverkennbar Lübecks Bürgerkathedrale St. Marien. Im Hintergrund leuchten farbige Fenster mit Alfred Mahlaus Totentanz. Im Mittelfeld unten die Silhouette des brennenden Lübeck anno 1942. Später schweben, auf zehn Meter lange Bahnen gemalt, Teile der Pfeiler, Wände und Gewölbe vom Bühnenhimmel herab. In der Mitte des Raumes als bespielbarer Block ein großer Altar. [...] Die Musik lässt den Zuhörern in vielen Szenen kaum Zeit zum Überlegen, und Andreas Wolf spielt meistens ›voll auf Power‹. Wunderschön dann gegen Ende das immer vielstimmiger werdende Laudate - Lobet. Wenn sich zum Schluss die Sängerinnen und Sänger im Kreis ums Publikum im Parkett scharen, wenn sich auf der Bühne noch einmal der sonore Gesang des Priester mit dem des Knabensoprans (Ian Jans) mischt, wenn sich über die abgelegten Gewänder leise rieselnd der Schnee legt, dann herrscht feierliche Stille im Theater. [...] Großartig hält Gerard Quinn die Hauptrolle durch. Hervorragend die übrigen Solisten. Ausdrucksvoll die Tänzer. Regisseur Tom Ryser erzählt die Geschichte deutlich, ohne blasphemisch zu werden. Stefan Rieckhoffs Bühnenbildideen überzeugen ebenso wie die Choreographie von Lillian Stillwell. Verdienter Jubel für die rund 150 Mitwirkenden.«

(HL-live)

 

 

 

»Lange hat man auf Stadt- und Staatstheater-Bühnen nicht mehr eine derart aufwändig bis ins Detail durchchoreografierte Aufführung gesehen: Das Theater Lübeck begeistert mit einer musikalisch fetzigen und szenisch peppigen Totentanz-Vision von Leonard Bernsteins zu selten gespielter ›Mass‹. [...] Im frechen ›Street-Chorus‹, so etwas wie ein vielköpfiges Solisten-Pendant zu den verfeindeten Jugendgangs in Bernsteins ›West Side Story‹, zeigen vor allem die tollen Stimmen der drei schwarzen Sängerinnen Caroline Nkwe, Elizabeth King und Adi Wolf, aber auch Alice Susan Hanimyan, was Gerard Quinn als Celebrant allenfalls noch fehlt, obwohl er die große Partie des Gottesmannes und Kirchenzweiflers eindrucksvoll differenziert singt und verkörpert: der Blues.«

(Kieler Nachrichten online)

 

 

 

Das packt den Besucher der Lübecker Erstaufführung im Großen Haus - zumal Regisseur Tom Ryser die Statik der Zeremonie und den Furor der Versuchung vehement gegeneinander ausspielt. [...] Ausstatter Stefan Rieckhoff schafft beeindruckende Atmosphäre mit Säulen und Fenstern von St. Marien. [...] Das lässt Theaterkenner ebenso mitgehen wie junge Besucher und öffnet am Ende allen die Augen: Kultur und Konsensbemühen sind die Basis für Verstehen und friedliches Zusammenleben. ›Mass‹ lässt erneut eine spektakuläre Leistung des Lübecker Musiktheaters bewundern. Die Philharmoniker und special guests - teils handlungseinbezogen auf der Bühne präsent - bewältigen diese Melange-Partitur aus softigem Broadway, Pop, Rock und arioser Klassik famos. Am Dirigentenpult inspiriert und koordiniert Andreas Wolf alles mit Übersicht und Verve. Es beeindrucken die Masse wie die Klasse von drei Kinder- und Jugendchören, Phemios-Kammer- und Theaterchor unter der Gesamtleitung von Jan-Michael Krüger. Lillian Stillwell hat vier Ballettprofis als sinnstiftende Erzengel zu Spitzenleistungen choreographiert und Gewandmeisterin Sabine Rietman den Kostümwerkstätten ungemein viel Einsatz abverlangt bei hundert Mitwirkenden. ›Mass‹ ist ein Gesamtkunstwerk mit einer herausragenden Rolle: Souverän in Statur, Stimme und Spiel gibt Gerard Quinn dem Zelebranten das Sympathie-Gewicht.«

(GüZ/Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

Als Regisseur ist Tom Ryser ein Glücksfall, er lässt die Mitwirkenden - immerhin 100 an der Zahl - nicht nur herumwuseln, sondern schafft es, ihnen Format zu verleihen. [...] Ryser lässt auch einige Mitglieder des Orchesters auf der Bühne musizieren. Das Publikum wird einbezogen, indem der Chor teilweise im zweiten Rang singt und das Parkett belebt. [...] Dies ist auch der Abend des Gerard Quinn. Abgesehen von seiner stimmlichen Präsenz vermittelt er glaubwürdig, dass ein denkender Mensch sehr wohl voller Zweifel und Selbstzweifel sein kann. Das Kind an seiner Seite, ein gefestigter Knabe, Ian Jans. Zu Recht wird er mit Sonderapplaus bedacht. Lob an alle Mitwirkende, die vier TänzerInnen runden das Bild ab. Lillian Stillwell leistet vorzügliche Arbeit. Andrew Cummings kehrt immer wieder in eine wunderbare 5. Position zurück. Andreas Wolf am Pult darf uneingeschränkte Bewunderung kassieren. Das Philharmonische Orchester Lübeck wirkt unter seiner Leitung eindrucksstark. Die Rock Singers erfüllen ihre Aufgabe, die Chöre - nie so unverzichtbar wie hier. Mit diesem Stück ist Lübeck um ein Theaterereignis reicher.«

(unser Lübeck)

 

 

 

»Alles zusammenzuhalten obliegt Andreas Wolf, der in den meditativen Zwischenszenen feine, zarte Stimmungen erzeugt und in den exzessiv rhythmischen Alleluja-Partien eruptive Lebensfreude vermittelt. Es ist auch ein Abend eines einzelnen Sängers, des Lübecker Ensemblemitglieds Gerard Quinn, der alles gibt, den Zelebranten lebensecht zu gestalten. Wie er zu Beginn ›Gott ein einfaches Lied‹ singt und sich zum Schluss den Ornat vom Körper reißt, fasziniert. [...] Wie mitreißend eine szenische Realisation sein kann, beweist das Theater Lübeck mit dieser Inszenierung, die ein riesiges Aufgebot an Mitwirkenden nutzt. Inszenierung und Regie überzeugen, aber auch das stimmige Bühnenbild, das so gut wie alle Möglichkeiten der Bühnenmaschinerie gekonnt einsetzt. Der außergewöhnlich lange Beifall war berechtigt.«

(neue Musikzeitung)

 

 

 

»Der Dirigent des Abends, Andreas Wolf, hielt alle Fäden fest in der Hand [...]. Die Gospel und Jazz Elemente wurden von Alice Susan Hanimyan, Adi Wolf und Elizabeth King großartig herausgearbeitet. Auch im Bereich des Rocks wurde von Rob Pitcher und Robert Meyer ergreifend und hervorragend musikalisch agiert. Emma McNairy als Descent und Guillermo Valdes als Preacher waren grandios. Überaus ergreifend, die gesanglichen Einlagen und das Spiel des Knabensoprans Ian Jans. [...] Grandios und in dieser Form sicherlich eine Rarität. [...] Da dieses Werk von Leonard Bernstein viel zu selten auf den Spielplänen erscheint, legt der Verfasser jedem Musikfreund nahe, sich diese herausragende Leistung, die es in Lübeck zu erleben gibt, sich keineswegs entgehen zu lassen.«

(Ihr Opernratgeber)

 

 

 

»Gerard Quinn, der Lübecker Hausbariton, beginnt die Liturgie zunächst mit salbungsvollem, rundem Ton als Menschenfreund [...]. Mit starker emotionaler Beteiligung berührt er die Zuschauer ungemein, ein echter Ausnahmekünstler. [...] Andreas Wolf wurde der Polystilistik Bernsteins mehr als gerecht, sicherlich keine einfache Aufgabe, dazu war stets eine gute Klangbalance gewahrt, zwischen Sängern, dem fabelhaften Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck und den elektronischen Instrumenten. Insgesamt ein sehr mutiger, teilweise verblüffender Abend, der auch sehr zur Nachdenklichkeit anregt. Für jeden Musikfreund wieder einmal ein guter Grund an die Trave zu fahren. Das Premierenpublikum im ausverkauften Lübecker Haus konnte sich vor lauter Jubel gar nicht einkriegen und das sehr, sehr lange nicht.«

(Ihr Opernfreund)

 

 

 

»Zu einem fulminanten Erfolg wuchs die Premiere des Theaterstücks ›Mass‹ im Großen Haus. Leonard Bernsteins Werk forderte die Kräfte von annähernd 150 Mitwirkenden, die ein atemberaubendes Szenario entwickelten. [...] auch in der fesselnden Inszenierung von Tom Ryser, der die ganze Breite szenischer Gestaltung virtuos ausschöpft [...]. Aus allem erhebt sich Gerard Quinn als Celebrant, souverän in der Wirkung bei Zeremonien sowie Ausbrüchen der Verzweiflung. [...] Dirigent Andreas Wolf führt die unterschiedlichen Klangformationen souverän und vielschichtig durch den Abend, achtet auf dynamische Vielfalt und vermeidet übermäßiges Auftrumpfen. Sehr schön die Solopartien der Holzbläser - die Philharmoniker zeigen sich sattelfest in allen Stilen.«

(Lübeckische Blätter)