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Sunset Boulevard

»Gitte Hænning [...] verkörpert [...] Norma Desmond am Theater Lübeck in ›Sunset Boulevard‹, dem anspruchsvollen Musical von Komponist Andrew Lloyd Webber mit den Texten von Don Black und Christopher Hampton in Michael Kunzes kongenialer Übersetzung: ein Triumph an der Trave. [...] Die Sängerin kennt solche Biografien aus engster Umgebung und darum wirkt ihre Darstellung sehr authentisch. Das allein macht die famos ausgetüftelte Produktion sehenswert. Diese Norma ist fragil und stark, wirklichkeitsentrückt und doch keine Psychopathin. Getrieben von Hoffnungen und Lügen, Illusionen und Selbstbetrug verfängt sie sich in den vom Bühnenbildner ausgelegten Seilen, die zum Fallstrick geraten, im Fadenkreuz fällt die letzte Klappe. Das beeindruckt als großes, bildintensives Theater ohne billiges Spektakel. Joe reflektiert Gegenwart, Aufbruch, Zeitgeist und Rasmus Borkowski erweist sich als Idealbesetzung: jung, dynamisch, smart, auch zynisch. Steffen Kubach als Max von Mayerling löst wahres Gruseln aus: Er scheint einem Panoptikum entsprungen zu sein, wirkt skurril. Katrin Hauptmann als vitale Betty Schaefer gefällt ebenso wie Grzegorz Sobczak und Guillermo Valdés mit komödiantischem Feuer in Episodenrollen. Regisseur Wallner kürzt, kurbelt den Handlungsfaden an, verdichtet das Geschehen, drückt auf die Tempo-Tube und tariert immer wieder das knisternde Kammerspiel der Hauptakteure aus, prächtig unterstützt von Choreografin Lillian Stillwell, die magische Momente ertanzen lässt. Ludwig Pflanz bringt die Partitur mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck wunderbar zum Funkeln, bedient das Spektrum von der Combo bis zu einem Film-Big-Band-Sound und sorgt mit ›As if we never said goodbye‹ für Gänsehaut. Im Zentrum steht Gitte Hænning alias Norma, die alternde Diva, verbreitet exotisches Flair mit dänischem Akzent. Umwerfend intensiv, Musical on top: ›Sunset Boulevard‹ in Lübeck unterstreicht, was das Genre kann, wenn alle mit Verve mitziehen. Hier stimmt alles, von den geschmackvollen Kostümen (Aleksandra Kica) bis zum Bewegungsapparat der Statisterie. Das Publikum spendierte tosende Ovationen.«

(Musical)

 

 

 

»Es ist eine spannende Inszenierung, die das Theater Lübeck auf die Bühne bringt. Der Regisseur Michael Wallner und der musikalische Leiter Ludwig Pflanz sorgen mit zahlreichen kleinen aber feinen Einfällen dafür, dass das inzwischen zum Standard-Repertoire deutscher Stadttheater gehörende Musical-Drama in der Hansestadt frisch daher kommt und mit Überraschungen aufwartet. Das liegt auch an der besonderen Leading Lady: Die bekannte Sängerin Gitte Hænning gibt eine sehr eigene Norma Desmond [...] Mit Rasmus Borkowski als Joe Gillis steht Hænning ein großartiger Partner zur Seite. Er springt nahtlos von einer Emotion in die andere: Zynismus, Ärger, Besorgnis. Borkowski ist smart, immer voll engagiert und trägt das Stück mühelos. Die Lübecker Musical-Allzweckwaffe Steffen Kubach gefällt als Max von Mayerling. Die Tragik dieser Figur wird hier unterstützt durch ein übertriebenes Make-up und einen Frack mit hochgezogenen Schultern, die ihn wie aus einem Gruselkabinett entsprungen scheinen lassen. Seine herrisch gesprochenen Befehle Joe Gillis gegenüber stehen im krassen Gegensatz zum warmen, vollen Bariton, in dem er über Norma singt. [...] Ludwig Pflanz und sein Philharmonisches Orchester lassen die Partitur üppig erklingen und bieten dabei immer wieder spannende und ungewöhnliche Arrangements. Das zeigt sich beispielsweise in der Silvester-Szene bei Artie. Hier wird ein Klavier auf die Bühne geschoben, an dem einer der Schauspieler Platz nimmt und prompt erklingt ein Teil des Songs »Nur noch ein Jahr« exakt so als würde es nur an diesem Klavier gespielt werden. Alles in allem also eine sehens- und hörenswerte Produktion gerade auch für diejenigen, die das Musical bereits kennen und gespannt auf neue Aspekte sind.«

(musicalzentrale)

 

 

 

»Gitte Hænning und Rasmus Borkowski machen aus dem Musical ›Sunset Boulevard‹ ein bejubeltes Bühnenereignis [...] Gitte Hænning [...] verkörpert mit wenigen Gesten und intonationssicher die Tragik, aber auch die Würde dieser Frau, die immer noch meint, ein Millionenpublikum warte auf sie. [...] Rasmus Borkowski, in Lübeck geboren und an der Münchener Theaterakademie ausgebildet. Er verfügt über eine blendende Musicalstimme, ist ein visierter Schauspieler, und er tanzt, als wäre er auch darin Experte. Der einzige Darsteller aus dem Lübecker Opernensemble ist in dieser Produktion der Bariton Steffen Kubach, auch er eine glänzende Besetzung. [...] Die Lübecker Philharmoniker unter Ludwig Pflanz changieren routiniert unter Ludwig Pflanz von der Combo zur Bigband, vom Kammermusikensemble zum Filmorchester. [...] Der Beifall des Premierenpublikums geriet an die Grenze zur Raserei, insbesondere Gitte Hænning wurde natürlich bejubelt, kaum weniger aber auch ihr jüngerer Kollege und Partner Rasmus Borkowski. Auch Regisseur Michael Wallner erntete lautstarke Zuneigung - immerhin ist auch er unter den Darstellern: Mit kühner Präzision spielt er den Produzenten DeMille.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

Ein Star spielt den (verblassten) Star. Nur so kann das Stück funktionieren, befand Regisseur Michael Wallner. Die Premierenzuschauer folgten seiner Inszenierung euphorisch. Erst ein resolut gezogener Vorhang beendet die Ovationen. [...] Gitte Hænning [...] zur Seite stehen als junger Lover namens Joe Gillis der herzerfrischend lockere Rasmus Borkwski und - als Butler Max - Steffen Kubach, der einmal mehr mit seinem komödiantischen Vermögen besticht. Auch Regisseur Wallner spielt mit, er gibt den Filmmogul Cecil B. DeMille. Stimmen und Orchester (musikalische Leitung Ludwig Pflanz) präsentieren zwei Stunden, 15 Minuten lang blitzsaubere Leistungen. Drei Tänzerinnen, fünf Tänzer, Chor und Statisterie bringen Farbe und Feuer in den Bühnenbetrieb. [...] Eine große Treppe für die großen Auf- und Abtritte muss sein. Till Kunert stellt ein Multifunktionsgebilde auf die Drehbühne [...] Unterhaltung auf hohem Niveau ist in Lübeck zu genießen.«

(shz)

 

 

 

»Am Theater in Lübeck ist das Musical ›Sunset Boulevard‹ von Andrew Lloyd Webber mit großem Erfolg gestartet. In der weiblichen Hauptrolle glänzt die Sängerin Gitte Hænning als tragische Hollywood-Legende. Nach der Premiere am Freitag gab es langen Jubel und stehende Ovationen. [...] Die wahnhafte Diva hat sie im Blut. Gitte spielt den zurückgezogen lebenden Stummfilmstar Norma Desmond, der von einem Comeback träumt. Dieser Abend lebt vom Tempo und vom Timing. [...] An den aufgekratzten Chorszenen - die Choreographie macht Lillian Stillwell - kann man sich nicht sattsehen. [...] Herausragend spielt Rasmus Borkowski den erfolglosen Drehbuchautor Joe Gillis. [...] Ein perfekter Performer! Borkowski hat alle an die Wand gespielt und gesungen. Fabelhaft! Steffen Kubach spielt Norma Desmonds Chauffeur Max als herrlich skurrilen, totenblassen Wiedergänger des Butlers der Addams-Family. Sein Bariton hat an diesem Abend wunderschöne lyrische Momente. Für Lacher sorgt Guillermo Valdés als Typberater in der Tradition des Modeltrainers Jorge González. Der Dirigent Ludwig Pflanz und die Philharmoniker lassen Lloyd Webbers Musik mit Witz und Mut zur Lautstärke leuchten. [...] Mit diesem lustvollen, unterhaltsamen Abend ist das Lübecker Theater wieder einmal über sich hinausgewachsen. Es ist eine echte, stabile Größe in der norddeutschen Theaterlandschaft. Mit diesem Stück kann es die Bühne sogar mit der eingespielten Musicalmaschine Hamburg aufnehmen.«

(NDR)

 

 

 

»Jubelen wille ingen ende tage, da Gitte Hænning efter sidste akt i musicalen ›Sunset Boulevard‹ stod midt på scenen i Lübeck Theater sammen med de andre skuespillere og dansere. Publikum var simpelthen så begejstret, at de til sidest røg op af stolene og klappede i flere minutter. Enkelte piftede også, hvilket fik Gitte til at sende fingerkys ud til hele den fyldte theatersal. [...] håns i hand med Rasmus Borkowski, der spiller hendes unge elske I musicale, blev hun igen mdtaget med lange klapsalver.«

(Billed-Bladet) 

 

 

 

»[...] Die Bühne wird von Statisten, Tänzerinnen und Tänzern gefüllt; stolze Leistung für ein Haus ohne Ballett (Choreographie Lillian Stillwell). Solche prallen Szenen bringen immer wieder Frische und Schwung ins Geschehen, das ansonsten von ausgezeichneten Solisten getragen wird. Natürlich war man gespannt auf den Star des Abends, die Dänin Gitte Haenning. [...] Regisseur Michael Wallner hat sie dazu überredet, und sie bestand die Feuerprobe bei der Premiere glänzend. Die Stimme hat Wärme, ihr Spiel menschliche Größe. In den Schlussszenen rührt sie jede und jeden im Raum. Ihren jungen Partner Joe Gillis spielt und singt der gebürtige Lübecker Rasmus Borkowski charmant, lebendig, vor allem mit einer sehr schönen Musicalstimme. Die Rolle des Butlers Max füllt Steffen Kubach mit hochgezogenen Schultern genau aus. Katrin Hauptmann spielt mit Schmiss und Talent die Betty Schaefer. Die Mitglieder des großen Ensembles sind zum Teil in mehreren Rollen zu sehen, und auch Michael Wallner ist in Doppelfunktion dabei, als Regisseur und als Darsteller. Das Philharmonische Orchester unter Ludwig Pflanz ist schwungvoll und lautstark bei der Sache. Der Applaus war, wie erwähnt, stürmisch.«

(HL-live)

 

 

 

»Mit großer Bühnenpräsenz, ruhig und bestimmt gesetzten Gesten, vor allem aber wandlungsfähig im Sprechen und im Gesang machte Gitte Hænning deutlich, dass Alter kein Argument ist. Sie hatte in Rasmus Borkowski zudem einen versierten jungen Partner, der mit einer reifen Leistung den Altersunterschied von 40 Jahren vergessen ließ. [...] Beweglich und frisch und mit einer anpassungsfähigen Stimme gab er den gescheiterten Drehbuchautor Joe Gillis, machte sogar den Wandel plausibel, nicht der jungen Geliebten zu folgen, sondern sich der Verantwortung für die ältere Frau zu stellen und bei ihr zu bleiben. Wallner hatte das alles geschickt inszeniert. Vor allem das Bühnenbild von Till Kuhnert half, Tempo und Freiraum zu bekommen. Aleksandra Kica hatte zudem mit ihren 188 Kostümen großen Anteil am Erfolg. [...] Katrin Hauptmann, auch sie ein Gast, spielte sensibel die Betty Schaefer, Autorin wie Joe. Zum Ensemble dagegen gehört Steffen Kubach. Bravourös gab er dem Max von Meyerling Stimme und Statur, changierend zwischen Butler, früherem Ehemann und Regisseur ihrer Erfolge und ihres Nachruhms. Die Rolle des Cecil B. DeMilles hatte sich nach dem Vorbild der Filmvorlage Regisseur Michael Wallner vorbehalten. Zwei Sänger des Opernelitestudios, Grzegorz Sobczak und Guillermo Valdés, waren eingesetzt und konnten jetzt in einem Musical ihre Vielseitigkeit beweisen. [...] Auch den Gesangspart meisterte der Theaterchor in der Einstudierung von Jan-Michael Krüger so, dass insgesamt eine sehens- und hörenswerte Aufführung entstand. Im Orchestergraben hatte Ludwig Pflanz die Leitung. Er hatte sich auf die unterschiedlichen Stilarten Andrew Lloyd Webbers mit den Musikern der Lübecker Philharmoniker gut eingestellt. [...]«

(nmz)

 

 

 

»[...] Dabei zeigt sich der Theaterchor (sicher präpariert von Jan-Michael Krüger) szenisch lustvoll bewegt und integriert in ein respektables Profi-Quintett (Lara de Toscano, Elisa Pape, Corina Zurbuchen, Arvid Johansson, Dominik Müller). Mittendrin tummeln sich Guillermo Valdés und Grzegorz Sobczak musikalisch und komödiantisch mit Verve. [...] Regisseur Michael Wallner - in der Maske des altväterlichen DeMille am Geschehen beteiligt - führt mit sicherer Hand und die Szene belebend durch die Phasen des Besinnens zu den Kulminationspunkten. Till Kuhnerts Bühnenbild, obwohl ganz spartanisch, bietet den perfekten Rahmen: Im Fadenkreuz der Scheinwerfer dreht sich eine große Treppe [...] als ›Stairway to Paradise‹, Sinnbild für alle, deren Sehnsucht in Enttäuschung endet. Gitte Hænning lässt die Aura des Stars, der in der Glorie seiner Vergangenheit lebt, mit allen Fasern spüren [...]. Ihre divenhafte Erscheinung betonen fußlange Roben, die Aleksandra Kica ebenso stilsicher wie die anderen Kostüme der roaring fifties entworfen hat. Der aus Lübeck stammende Rasmus Borkowski zeigt als Hoffnungsträger Gillis nicht nur einen rundum versierten Musical-Darsteller, sondern auch alle Facetten der ambivalenten Stimmungen, in die ihn die Begegnung mit Norma Desmond versetzt. Katrin Hauptmann gibt der Betty die wohltuende Reinheit in Person und Sopran. Mit der finsteren Golem-Figur des Mayerling gelingt Steffen Kubach, vokal überragend, ein wahres Kunststück. [...] Das Publikum im ausverkauften Haus bejubelte alle Protagonisten, ganz besonders natürlich Gitte Hænning, in einer wieder einmal besonderen Lübecker Musical-Leistung.«

(Lübecker Stadtzeitung)

 

 

 

»[...] Zehn Minuten Applaus sind ein Beweis, dass die Inszenierung ankam, sind eine Reaktion auf eine große Leistung, die erst einmal verdient sein will. [...] Sie [Gitte Hænning] tat es überzeugend, konnte grandios bestehen [...]. Mit großer Bühnenpräsenz, ruhig und bestimmt gesetzten Gesten, vor allem aber wandlungsfähig im Sprechen und im Gesang machte Gitte Hænning deutlich, dass Alter kein Argument ist. Sie hatte in Rasmus Borkowski zudem einen versierten jungen Partner, der mit einer reifen Leistung den Altersunterschied von 40 Jahren vergessen ließ. Beweglich und frisch und mit einer anpassungsfähigen Stimme gab er den gescheiterten Drehbuchautor Joe Gillis [...]. Wallner hatte das alles geschickt inszeniert. Vor allem das Bühnenbild von Till Kuhnert half, Tempo und Freiraum zu bekommen. [...]. Alles wirkte leicht und beweglich, wurde zudem durch Projektionen sinnvoll variiert und besonders in der Schlussszene eindrucksvoll eingesetzt [...]. Katrin Hauptmann, auch sie ein Gast, spielte sensibel die Betty Schaefer, Autorin wie Joe. Zum Ensemble dagegen gehört Steffen Kubach. Bravourös gab er dem Max von Meyerling Stimme und Statur, changierend zwischen Butler, früherem Ehemann und Regisseur ihrer Erfolge und ihres Nachruhms. Die Rolle des Cecil B. DeMilles hatte sich nach dem Vorbild der Filmvorlage Regisseur Michael Wallner vorbehalten. Zwei Sänger des Opernelitestudios, Grzegorz Sobczak und Guillermo Valdés, waren eingesetzt und konnten jetzt in einem Musical ihre Vielseitigkeit beweisen. [...] den Gesangspart meisterte der Theaterchor in der Einstudierung von Jan-Michael Krüger so, dass insgesamt eine sehens- und hörenswerte Aufführung entstand. Im Orchestergraben hatte Ludwig Pflanz die Leitung. Er hatte sich auf die unterschiedlichen Stilarten Andrew Lloyd Webbers mit den Musikern der Lübecker Philharmoniker gut eingestellt [...]«

(unser Lübeck)

 

 

 

»[...] dem ganzen Ensemble galt der endlose frenetische Schlussjubel. Gitte überzeugte auf ganzer Linie, war stimmlich über die Maßen präsent und bot darstellerisch ein äußert differenziertes Rollenportrait des komplexen Charakters der Norma Desmond. [...] Gitte triumphierte auf ganzer Linie. [...] Und dann war da ein junger Mann namens Rasmus Borkowski, der einen Joe Gillis hinlegte, wie man ihn sich idealer kaum vorstellen kann. Der Mann besitzt eine prächtige Musical-Stimme, die völlig mühelos in die höchsten Höhen steigt, ohne an Qualität und Farbe einzubüßen. [...] Ein bestens einstudiertes Ensemble, ebenso wie der Chor und das Orchester unter der Leitung von Ludwig Pflanz versprühten Broadway-Atmosphäre.«

(neue Merker)

 

 

 

»Für die Lübecker Aufführung besorgte Michael Wallner die Inszenierung, ein Könner, der die Menschenmassen eindrucksvoll lenkt, strukturell die rechte Balance zwischen Sarkasmus, Erfolgssuche wie auch individuellem Drama ansteuert und obendrein die Tragödie der Vergänglichkeit in der Personenregie abgründig beleuchtet. Bestechend Till Kuhnerts sinnträchtiger Bau auf der Drehbühne. [...] Aleksandra Kica (Kostüme) hat ein wahres Füllhorn an kreativen Modeideen ausgeschüttet und Lillian Stillwell die Choreographie besorgt - mit wenigen Tänzern, vielen Tanzbegeisterten. Eine große Leistung an einem Haus ohne eigenes Ballett. Gitte Hænning versenkt sich imponierend in die Rolle der verflossenen Filmberühmtheit, die auf eine Flucht aus dem goldenen Käfig sinnt. Das manische Schweifen zwischen hochfahrenden Aktionen, Hilflosigkeit und Liebessucht vermittelte sie [...] mit großer Präsenz. [...] Der aus Lübeck stammende Rasmus Borkowski gibt einen emotional und stimmlich rasant schweifenden Gillis von entschiedener Glaubhaftigkeit, Katrin Hauptmann eine frisch agierende Betty mit schönem Sopran. Steffen Kubach vom Lübecker Ensemble liefert eine brillante Psychostudie des Max von Mayerling. Die große Besetzung fesselte in allen Rollen. Der Theaterchor, einstudiert von Jan-Michael Krüger, präsentiert sich stimmlich und szenisch in Hochform. Und die Philharmoniker pendeln versiert zwischen den Stilistiken, angefeuert von Ludwig Pflanz am Pult, [...]. Das Publikum feierte alle Protagonisten - ein neuer Magnet des Theaters.«

(Lübeckische Blätter)