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4. Sinfoniekonzert
Im Glanz der Festtrompeten
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550

Alexander Arutjunjan (1920-2012)
Konzert für Trompete und Orchester

Sergej Prokofjew (1891-1953)
»Symphonie classique« D-Dur op. 25


Klassik – dieser Begriff steht nicht nur für eine Epoche, sondern ist zudem ein angesehenes Etikett und Qualitätsmerkmal – mustergültig, zum ersten Rang gehörig und von zeitloser Aktualität. Vorausschauend hat Giuseppe Verdi bereits in seinen letzten Lebensjahren verkündet: »Kehren wir zu den alten Meistern zurück – das wird ein Fortschritt sein!«

Wolfgang Amadeus Mozarts große Sinfonie Nr. 40 g-Moll galt schon zur Zeit ihrer Entstehung als »Sinfonie aller Sinfonien«, ein unbestrittener Favorit unter den Werken der Klassik. Mozart schrieb sie damals in einem wahren Schaffensrausch gemeinsam mit den Sinfonien Nr. 39 Es-Dur und der »Jupiter-Sinfonie« Nr. 41 innerhalb nur weniger Wochen im Sommer 1788. Es ist Mozarts vorletzte Sinfonie, bevor er 1791 im Alter von nur 35 Jahren verstarb. Robert Schumann beschrieb sie als diejenige mit »griechisch schwebender Grazie«, andere sahen darin die Spiegelung »menschlichen Empfindens, das alle Nuancen umfasst«. Neben Anspielungen auf die schnelle Cherubino-Arie aus dem »Figaro« finden sich ebenso vielfältigste Verwendungen des Seufzer- Motivs, bestehend aus einer fallenden Sekunde, welches sich galant durch die gesamte Sinfonie zieht.

Das Trompetenkonzert von Alexander Arutjunjan entstand 1950 für den Moskauer Virtuosen Timofej Dokschizer und zählt zu den meistgespielten Trompetenkonzerten Russlands. Auch wenn der Aufbau des Stückes ungewöhnlich scheint, so finden sich doch reichlich Schnittstellen zur klassischen Sonatenhauptsatzform. Herausragende Stellen sind die klassische Durchführung, bei der Solist und Orchester in einem lebendigen Dialog präsentiert werden, sowie die virtuose Schlusskadenz des Werkes.

Auch Sergej Prokofjew besann sich im Spannungsfeld zwischen dem Ersten Weltkrieg und den Russland-Revolutionen zurück auf die Normen der Klassik. In der Abgeschiedenheit eines Landhauses bei St. Petersburg vollendete er 1917 die Komposition seiner »Symphonie classique«. Dabei stellte er sich einen ins 20. Jahrhundert versetzten Joseph Haydn vor, der auf die veränderte Zeit der Moderne reagiert. Was die Musik besonders auszeichnet, sind die Leichtigkeit, Eleganz und ein gewisser Witz, da Prokofjew gekonnt mit den Erwartungen des Publikums spielt und ganz nebenbei ein wegbereitendes Stück für den Neoklassizismus schuf.

Mit freundlicher Unterstützung durch die GVL und den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats.


Foto © Olaf Malzahn

Konzert
So
17/12/17
11.00 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Mo
18/12/17
19.30 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Dirigent Dmitri Jurowski
Trompete Simon Höfele