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6. Sinfoniekonzert
Zauberwelt Italien
Hector Berlioz (1803-1869)
Konzertouvertüre »Der Römische Karneval«

Camille Saint-Saëns (1835-1921)
Klavierkonzert Nr. 4 c-Moll op. 44

Richard Strauss (1864-1949)
»Aus Italien« Sinfonische Phantasie für großes Orchester op. 16


»Kennst du das Land? wo die Zitronen blüh’n« – nicht nur für Goethes Mignon ist Italien das Land der Sehnsucht: Einer, der sich von der ungeahnten Welt jenseits der Alpen verzaubern ließ, war Hector Berlioz. Als der 27-jährige Komponist 1830 den Rompreis gewann und nach Italien reiste, sammelte er dort Eindrücke, die ihn noch Jahre später inspirieren sollten, z. B. zu seiner Konzertouvertüre »Der römische Karneval« von 1843/44. Hierfür verwendete Berlioz Teile aus seiner Oper »Benvenuto Cellini«. So stammt etwa der feurige Saltarello ursprünglich aus dem zweiten Bild, in dem Berlioz dem ausgelassenen römischen Karnevalstreiben inklusive Gesang und Tanz auf der Piazza Colonna ein Denkmal setzte. Der »Römische Karneval« blieb Berlioz sein Leben lang die »liebste Partitur « – kein Wunder, steckten doch außer den wundervollen Melodien auch sicher viele Jugenderinnerungen darin.

Camille Saint-Saëns wiederum reiste ebenfalls mehrfach nach Italien, zeigte sich ähnlich fasziniert von der Person Benvenuto Cellinis (er schrieb sogar eine Oper mit dem Titel »Ascanio«) und gab dort als Pianist mehrere Konzerte. Seine fünf Klavierkonzerte schrieb er alle für den Eigengebrauch, und man kann daran ermessen, welch ein brillanter Virtuose er gewesen sein muss. Insbesondere das Vierte Klavierkonzert c-Moll zählt nicht nur zu seinen erfolgreichsten Werken überhaupt, sondern ist im Klavierpart durch geradezu bravourhafte Passagen geprägt, die das 1875 uraufgeführte Konzert zu einem Glanzstück für jeden Solisten machen.

Eindrücke einer Italienreise waren auch der Ausgangspunkt für Richard Strauss’ Sinfonische Dichtung »Aus Italien« von 1887, mit der der junge Komponist sich bewusst auf den Spuren von Berlioz bewegte. Inzwischen hatte bereits der Kulturtourismus eingesetzt, und jeder gebildete Mensch – oder zumindest, wer dafür gelten wollte – reiste in seiner Jugend nach Italien. Umso wichtiger war es Strauss, eine authentische Atmosphäre zu erzeugen: So entwerfen die einzelnen Sätze »Auf der Campagna«, »In Roms Ruinen« und »Am Strande von Sorrent« nicht nur bildhafte Skizzen, die durch ihre Emotionalität bei jedem Hörer entsprechende Assoziationen hervorrufen – gekrönt wird das Werk durch den letzten Satz, in dem Strauss dank des berühmten »Funiculì-funiculà« ein neapolitanisches Volksfest heraufbeschwört.


Foto © Olaf Malzahn

Konzert
So
25/03/18
11.00 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Mo
26/03/18
19.30 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Dirigent Andreas Wolf
Klavier Dorel Golan