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Lenz

»Der Schauspieler Lars Wellings verleiht dem jungen Dichter am Theater Lübeck mit beeindruckender Intensität Stimme und Haltung. [...] Zusammen mit Regisseurin Gertje Graef hat Wellings aus den berührenden und sprachlich meisterhaften Texten Büchners eine Bühnenfassung erarbeitet, in der er sich als Schauspieler dem wandernden Lenz annähert. Dabei wechseln die Perspektiven: Er beschreibt Lenz' Erfahrungen wie ein Beobachter, schlüpft in dessen Haut, spricht Dialoge zwischen Lenz und Oberlin. Im leeren Raum werden Handy, Lautsprecherbox, Scheinwerfer, Mikrofon und Stuhl zu improvisierten Kulissen. Mehr als das und die Worte braucht es nicht, um Stimmungen zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt nachfühlbar zu machen. Nichts wirkt aufgesetzt oder überzogen, der Spannungsbogen reißt nicht ab. Lars Wellings hat das Stück schon am Staatstheater Wiesbaden gespielt, es wurde ein großer Erfolg. Das mag am zeitlosen Stoff liegen, mit Sicherheit auch am intensiven Spiel Wellings. Der 55-Jährige ist seit dieser Spielzeit neues Ensemblemitglied am Theater Lübeck - und ein Gewinn.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Es ist eine 70-minütige Reise in den Wahnsinn und zur Frage: wie normal ist normal? [...] Lars Wellings holt die Verzweiflung an den verkrusteten Verhältnissen auf die Bühne. [...] Wellings braucht keine großen Gesten, wenn er sich den Lenz durch Angst, Unruhe, Verzweiflung, Hoffnung graben oder im Selbstmitleid baden lässt (und das Kunststück fertig bringt, seinem Lenz auch darin die Würde zu lassen). Die schlanke Darstellung ist hochkonzentriert.«

(shz)

 

 

 

»Die junge Regisseurin Gertje Graef und Lars Wellings haben sich die 1835 geschriebene, erst nach Büchners Tod gedruckte Erzählung vorgenommen, Schneisen ins komplexe Gedankengut der Dichter Michael Reinhold Lenz und Georg Büchner geschlagen und in Szenen auf der ausgeräumten Spielfläche des Studio zum Leben erweckt. [...] Der Text wirkt zumindest lockerer, logischer, kurzweiliger als beim Lesen. Sie erfinden Gänge, wechselnde Spielorte, öffnen Türen und Wände, tun ansonsten dem Original weder Zwang noch Gewalt an. Lars Wellings fängt eher behutsam an, erhält sich dadurch alle Möglichkeiten der Steigerung. Die kurzen Dialoge mit anderen Personen im Pfarrhaus wirken ehrlich, ganz natürlich. Im Verlauf von 65 Minuten gibt es auch manches Auftrumpfen. Da werden Wahn und Wirklichkeit geschickt nebeneinander gestellt. Die innere Zerrissenheit, die Leere, die Suche des Lenz und mancher seiner Zeitgenossen werden auf diese Weise verdeutlicht.«

(HL-live)