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Ein Volksfeind

»Eine Inszenierung nah an der Realität: Es geht um Umweltverschmutzung, Lokalpolitik, die finanzielle Abhängigkeit der Presse, Machtgerangel und den Umgang mit der Wahrheit. [...] Auch die Regisseurin Mirja Biel und ihre Schauspieler lassen in ihrer gelungenen Inszenierung das Publikum immer wieder lachen, und während es lacht, erkennt es den Ernst der Lage. Die Mehrheit habe die Macht und die Macht das Recht. [...] Die Lübecker Inszenierung warnt: Die Demokratie ist in Gefahr.«

(NDR 1 Welle Nord)

 

 

 

»›Ein Volksfeind‹ von Henrik Ibsen erhielt zum Start der Saison des Lübecker Schauspiels bei der Premiere am Freitag viel Applaus. [...] Aus dem Ober-Kleinbürger und Vorsitzenden des Hausbesitzervereins machte Mirja Biel eine Frau. Für Astrid Färber eine prächtige Gelegenheit wieder einmal eine aggressiv-dämonische Frauenfigur zu spielen, der man noch nicht einmal am hellichten Tag begegnen möchte. [...] Jan Byl ist ein überzeugender Anständiger im Haifischbecken, Matthias Hermann als Stadtpräsident ein aalglatter Politikerdarsteller, der in seinem Sprechen und Agieren fatal an Personen erinnern, die sich heute zur Wahl stellen. Sina Kießling als Redakteurin überzeugt in ihrer Schlampigkeit [...]. Mit der lebhaften Rachel Behringer und dem unerschütterlichen Sven Simon als Schurke im Hintergrund sowie der groß auftrumpfenden Astrid Färber ergibt sich eine ganz ausgezeichnete Ensemble-Leistung in einer Inszenierung, die in weiten Teilen wirkte, als wäre sie eine Art Revue nach Motiven aus Henrik Ibsen Drama ›Ein Volksfeind‹.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Jan Byl in der zentralen Rolle des Kurdoktors ist zu Beginn lockerer Vater, entwickelt sich immer mehr zum glasklar argumentierenden Kämpfer, schließlich zum streitbaren Außenseiter. Matthias Hermann ist sein Bruder und Widersacher, aalglatt, gewieft und so verlogen, wie es manchen Politikern auch heute nachgesagt wird. Sven Simon als Fabrikbesitzer und Schwiegervater des Arztes ist großartig im grauen Anzug in der Schlussszene. [...] Sina Kießling spielt die wetterwendische Redakteurin, Astrid Färber die Verlegerin mit hartem Kalkül. Patrick Berg als Volontär beim ›Volksboten‹ hängt erst recht sein Mäntelchen nach dem Wind. Am Schluss wird das Publikum zur Volksversammlung. Die Zuschauer erleben nicht nur den verbalen Schlagabtausch, sondern eine veritable Schlammschlacht. Große Zustimmung bei der Premiere.«

(HL-live)

 

 

 

»Mirja Biel gelingt es, die starken Dialoge Ibsens zu übernehmen und gleichzeitig eine aktuelle Inszenierung auf die Bühne zu bringen. Sie schafft dies vor allem durch den Einsatz einer zeitgemäßen Sprache und Verweise auf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse. [...] Kurarzt Dr. Stockmann (Jan Byl - klasse!), [...] der Stadtpräsident Stockmann, von Matthias Hermann herrlich aalglatt dargestellt [...]. [...] Die Schauspieler agieren sprachlich, physisch und gesanglich stark - das Stück entfaltet eine Sprengkraft, der sich das Publikum kaum entziehen kann, zumal es als Versammlungsmasse mit einbezogen wird. Diese Inszenierung [...] eignet sich ausgesprochen gut für einen Besuch mit Schülern höherer Jahrgänge.«

(Ultimo)

 

 

 

»Mirja Biel inszeniert das mehr als 130 Jahre alte gesellschaftskritische Drama des Norwegers Henrik Ibsen in den Kammerspielen als Lehrstück der politischen Gegenwart. [...] Die Inszenierung glüht vor Aufklärungslust, hier und da neigt sie zum Predigen. Unterhaltsam und im besten Sinne interessant aber ist sie allemal. [...] Jan Byl stattet die Figur des Kurarztes Stockmann, der die Wahrheit über die verseuchte Therme publik machen will, mit einer erfrischenden Portion Selbstgerechtigkeit aus und bewahrt sie so vor Eindimensionalität. Matthias Hermann gibt aalglatten Gegenspieler und Bruder, der als Stadtpräsident und Vorsitzender der Kurverwaltung um Ansehen, Geldfluss und Macht fürchtet. Die Strippen der Gift-Maschinerie zieht ein von Sven Simon verkörperter Unternehmer. Der, zunächst skurril als Krankheitserreger kostümiert, durch Saal und Kulisse tänzelt. [...] Eine starke Leistung zeigt Will Workman, der als Kapitän Bo Horster zwar nicht die von Ibsen erdachte Freiheitsliebe ausleben darf, aber das Stück sehr gut am Klavier begleitet.«

(Lübeckische Blätter)