
Komödie von Molière
»Wie falsche Helden gibt es falsche Heilige.«
Im Hause Orgons hat sich ein Fremder eingenistet: Tartuffe, dessen religiöse Prinzipien und klare Moralvorstellungen die blinde Bewunderung des Hausherren erregen. Wie die Made im Speck genießt er die Privilegien des Gastes und gewinnt dabei an Einfluss in der Familie. Orgon ist bereit, Tartuffe alles zu Füßen zu legen. Molières größte Komödie nimmt ihren Lauf …
Es regt sich Widerstand in den eigenen Reihen: Das Kammermädchen Dorine durchschaut das doppelte Spiel des religiösen Eiferers. Auch Cléante, der Schwager Orgons, versucht, diesen von der Scheinheiligkeit des ungebetenen Gastes zu überzeugen. Zunächst jedoch ohne Erfolg. Orgon bietet Tartuffe sogar die Hand seiner Tochter Mariane. Scheinbar unaufhaltsam schreitet der Siegeszug Tartuffes voran. Selbst sein Versuch, die Ehefrau Orgons zu verführen, bringt die Fassade nicht ins Wanken. Orgon jagt seinen eigenen Sohn aus dem Haus, der Tartuffe dabei belauscht hat und ihn anschwärzte. Zu allem Überfluss hat Orgon dem Blender seinen gesamten Besitz überschrieben. Erst als Tartuffe in die Enge getrieben wird, schwingt er sich zu wahrhaft teuflischer Größe auf … Molières Lustspiel nimmt die Leichtgläubigkeit der Menschen und die Heuchelei religiöser Eiferer aufs Korn. Wie leicht ist das Vertrauen gewonnen durch vermeintlich moralgestützte Beteuerungen? So wird diese große Komödie, die wie ein geschickt gebautes Uhrwerk ihren Witz entfaltet und zu ihrer Entstehungszeit den Zorn des französischen Klerus erregte, in der Regie Niklaus Helblings (»Don Karlos«, »Amphitryon«) zur Parabel über grotesken Wankelmut und über das Gift geschickter Lügen.
Es regt sich Widerstand in den eigenen Reihen: Das Kammermädchen Dorine durchschaut das doppelte Spiel des religiösen Eiferers. Auch Cléante, der Schwager Orgons, versucht, diesen von der Scheinheiligkeit des ungebetenen Gastes zu überzeugen. Zunächst jedoch ohne Erfolg. Orgon bietet Tartuffe sogar die Hand seiner Tochter Mariane. Scheinbar unaufhaltsam schreitet der Siegeszug Tartuffes voran. Selbst sein Versuch, die Ehefrau Orgons zu verführen, bringt die Fassade nicht ins Wanken. Orgon jagt seinen eigenen Sohn aus dem Haus, der Tartuffe dabei belauscht hat und ihn anschwärzte. Zu allem Überfluss hat Orgon dem Blender seinen gesamten Besitz überschrieben. Erst als Tartuffe in die Enge getrieben wird, schwingt er sich zu wahrhaft teuflischer Größe auf … Molières Lustspiel nimmt die Leichtgläubigkeit der Menschen und die Heuchelei religiöser Eiferer aufs Korn. Wie leicht ist das Vertrauen gewonnen durch vermeintlich moralgestützte Beteuerungen? So wird diese große Komödie, die wie ein geschickt gebautes Uhrwerk ihren Witz entfaltet und zu ihrer Entstehungszeit den Zorn des französischen Klerus erregte, in der Regie Niklaus Helblings (»Don Karlos«, »Amphitryon«) zur Parabel über grotesken Wankelmut und über das Gift geschickter Lügen.




















