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Warten auf Godot
»Wir alle werden verrückt geboren. Einige bleiben es.«
Die Zeit steht still. Die zwei Vagabunden Wladimir und Estragon sind im Nirgendwo gestrandet. Sie sind einsame Clowns, die sich der seltsamen Beschäftigung des Wartens hingeben, als gäbe es kein Morgen. Sie warten auf Godot: Aber wer ist er? Verheißung oder Verhängnis? Mitten im Nichts erhalten sie Besuch von Pozzo und Lucky. Mit ihnen bricht die Brutalität des Menschen jäh ein in ihre Gegenwart. Wladimir und Estragon warten weiter. Sie halten Ausschau und spielen ihr Spiel, ein Spiel, das in Entsetzen und in plötzliche Komik umschlagen kann. Bis ein Bote verkündet: Godot kommt! Aber nicht heute, morgen bestimmt …
Kein Dramatiker der Moderne hat die Menschen so in Bann gezogen wie Samuel Beckett. Andreas Nathusius entwirft eine poetisch-groteske Seelenschau: zum Schreien komisch, zum Verzweifeln traurig. Sisyphus meets Charlie Chaplin.

Wiederaufnahme
24/11/12

Junges Studio
Radikale Gegenwart: das Glück des Wartens ohne Gott

Dauer 2 Stunden, 10 Minuten (eine Pause)

Inszenierung Andreas Nathusius
Ausstattung Annette Breuer
Musik Felix Huber