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Leonce und Lena
»Müßiggang ist aller Laster Anfang.«
Eintönigkeit und Langeweile herrschen im Königreich Popo. Der junge Leonce gibt sich mit meisterlicher Dekadenz dem Nichtstun hin. Auch sein Vater König Peter, müde und schon ganz konfus vom Regieren, will sich endlich zur Ruhe setzen und nimmt Leonce in die Pflicht: er soll die ihm unbekannte Königstochter Lena aus dem Reich Pipi heiraten. Um dem zu entgehen, flüchtet er mit seinem Freund Valerio heimlich vom Hof. Lena ergeht es nicht anders, auch sie flieht, inkognito und zusammen mit ihrer Gouvernante, vor der unerwünschten Hochzeit. Die beiden treffen aufeinander, nichts ahnend von der Identität des anderen, und verlieben sich. Währenddessen laufen die Hochzeitsvorbereitungen am Hofe Popo weiter, König Peter wird wegen der verschwundenen Königskinder immer nervöser. Sein königlicher Beschluss darf auf keinen Fall gebrochen werden, das wäre allzu kompromittierend. Als Leonce und Lena verkleidet und unerkannt zurückkehren, wird stellvertretend kurzerhand deren Hochzeit gefeiert. Die Masken werden gelüftet und Leonce und Lena müssen erkennen, dass sie ihrem vorherbestimmten Schicksal nicht entfliehen konnten.

2013 jährt sich Büchners Geburtstag zum 200. Mal. Seine Stücke faszinieren mit ihrer ungezügelten poetischen Kraft vor allem auch junge Menschen. Kein Wunder, wurde er selbst gerade mal 23 Jahre alt. Regisseur Niklaus Helbling (»Tartuffe«) inszeniert eine melancholisch-ironische Politsatire und zeigt eine verträumte, skurrile, aber auch ratlose Welt, in der die romantischen Ideale der beiden lebensmüden Königskinder einen allenfalls halbherzigen Ausbruchsversuch Wert sind.

Wiederaufnahme
29/09/13

Kammerspiele
Fantasie an die Macht: Das Lob der Faulheit

Dauer ca. 2 Stunden (keine Pause)

Inszenierung Niklaus Helbling
Bühne Anja Hertkorn
Kostüme Mascha Mihoa Bischoff
Musik Felix Huber
Choreographische Mitarbeit Katja Grzam
Dramaturgie Peter Helling