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Sehr geehrte Damen und Herren, verehrtes Publikum,

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrtes Publikum,



Pit Holzwarth

 

der Publikumszuspruch im Schauspiel in der letzten Spielzeit war riesig und Ihr Vertrauen großartig, dafür möchten wir Ihnen zuallererst ganz herzlich danken! Ihre Offenheit und Neugierde haben uns durch die Spielzeit getragen. Ganz wesentlich für die künstlerische Qualität, die wir mit unseren Inszenierungen entfalten können, sind die Menschen, die hinter der Bühne für unser gemeinsames Ziel arbeiten. Gemeinsam mit der Fotografin Marlene Meyer-Dunker sind unsere Schauspieler*innen in einen visuellen Dialog mit einigen Vertreter*innen der verschiedenen Abteilungen des Theaters getreten. Mit den Ensemblefotos möchten wir die Begegnungen mit Ihnen teilen und Ihnen einen Blick in die Welt des Theaters ermöglichen.

 

In der neuen Spielzeit beschäftigen wir uns mit transitorischen Situationen, Schwellenzuständen, Übergängen und Bruchstellen in der Gegenwart. Wie sind wir geworden, wer wir sind? Diese große Frage können wir natürlich nicht auf der Bühne beantworten, aber wir können sie mit bestimmten Themen und den Mitteln des Theaters exemplarisch beleuchten. In transitorischen Situationen wachsen Verlustängste und Verunsicherungen. Es werden goldene, homogene, rückwärtsgewandte Gesellschaften, die es so nie gegeben hat, behauptet und erträumt. Große Veränderungen sind erst mit Blick auf die Vergangenheit zu verstehen. Mit den Stücken unseres neuen Spielplans suchen wir nach den Umbrüchen, die Auswirkungen auf unsere Gegenwart haben. Die beiden zeitgenössischen Dramen »Vor Sonnenaufgang« und »Engel in Amerika« thematisieren, wie plötzliche Einschnitte und Umbrüche in Familien und Liebesbeziehungen die Menschen zu Antworten zwingen, die sie nicht länger übersehen können und wollen. Mit der Musikproduktion »Alice« im Großen Haus werden Wahrnehmungsverschiebungen, Irritation und surreale Traumvorstellungen erzählt und durch die Kompositionen von Tom Waits kongenial begleitet. Die Uraufführung »Nosferatu - Haus der Antikörper« geht unter die Haut: Tänzer*innen und Schauspieler*innen untersuchen gesellschaftliche Blutbahnen in der Kulturwerft Gollan. Da ich Ihnen hier nicht alle Produktionen vorstellen kann, möchte ich Sie noch auf die »Vögel« von Wajdi Mouawad aufmerksam machen. Er ist einer der spannendsten Gegenwartsdramatiker und sein neues Stück führt Sie sinnlich und direkt in die komplexe Welt des palästinensisch-israelischen Konflikts mit phantastisch geschriebenen Theaterfiguren und berührenden Auseinandersetzungen über Identität, Liebe und Wahrheit. Spannende Aufführungen und kontroverse Diskussionen erwarten Sie!

 

 

 

Ihr

Pit Holzwarth

Schauspieldirektor