Dietrich W. Hilsdorf

 
 

Dietrich W. Hilsdorf studierte Schauspiel von 1972 bis 1975 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und assistierte in dieser Zeit bei Hans Neuenfels. Seit 1978 hat er über 175 Inszenierungen in den Bereichen Schauspiel, Oper und Musical erarbeitet, u.a. in Wiesbaden, Meiningen, Gelsenkirchen, Rouen, Essen, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Bremen, Bonn, Köln, Leipzig, Berlin, Catania und Wien. Hilsdorf setzte mit seinem Gelsenkirchener Mozart-Zyklus, mit Verdi-Opern am Aalto-Theater in Essen und seiner Reihe der Bonner Händel-Inszenierungen Maßstäbe für das Musiktheater. Mit der Inszenierung von »Jekyll & Hyde« in Bremen wurde er Musical-Regisseur des Jahres 1999. Für »Jephta« (Händel) in Bonn wurde Dietrich W. Hilsdorf im Jahr 2006 für den deutschen Theaterpreis »Der Faust« in der Kategorie Beste Regie Musiktheater nominiert, 2007 erhielt er ihn für Prokofjews »Die Liebe zu den drei Orangen« an der Oper Chemnitz. Zu seinen Inszenierungen in jüngerer Zeit zählen »Der Ring des Nibelungen« an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Luigi Nonos »Intolleranza 2021« in Wuppertal, »Lucia di Lammermoor« in Dresden und Essen, Scarlattis »Cain und Abel oder Der erste Mord« am Aalto Theater Essen, »La clemenza di Tito« in Magdeburg, »Cavalleria rusticana« und »Pagliacci« in Oldenburg und Karlsruhe sowie die deutsche szenische Erstaufführung von Domenico Sarros »Didone abbandonata« in Meiningen. Über seine bislang letzte Inszenierung am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Aribert Reimanns Oper »Bernarda Albas Haus«, schrieb Uwe Schweikert in der »Opernwelt« 7/2023: »Hilsdorf erweist sich einmal mehr als einer der genialsten Psychologen unter den Opernregisseuren der älteren Generation«. Mit »Tosca« arbeitet Hilsdorf erstmals am Theater Lübeck.

Foto: Susanne Diesner
Foto: Susanne Diesner

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