Konzert

1. Kammer­konzert

Werke von Ludwig van Beethoven, Carl Reinecke und Johannes Brahms

Ludwig van Beethoven (1770‑1827)
Trio B-Dur »Gassenhauer« für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 11

Carl Reinecke (1824‑1910)
Trio B-Dur für Klarinette, Horn und Klavier op. 274

Johannes Brahms (1833‑1897)
Trio a-Moll für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 114

Beethoven komponierte 1797 im Finalsatz seines B-Dur-Trios Variationen auf ein überaus populäres Thema des Wiener Opernkomponisten Joseph Weigl. Mit der Fülle seines Könnens nobilitierte er den Ohrwurm, der dem Werk den Beinamen »Gassenhauer-Trio« eintrug. Während es sich dabei um ein Stück aus der frühen Schaffensphase Beethovens handelt, sind die beiden anschließenden Trios ausgesprochene Spätwerke. Carl Reinecke, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der deutschen Romantik, war bereits über 80 Jahre alt, als er 1905 sein Trio für Klarinette, Horn und Klavier komponierte – ein viersätziges Meisterwerk, das Anklänge an Schumann und Brahms deutlich erkennen lässt. Die Aura eines sanften Abschieds von der Welt umgibt schließlich das großartige a-Moll-Klarinettentrio, das Brahms 1891 in völliger Abgeschiedenheit schuf und das durch Abgeklärtheit, Stille und Melancholie geprägt ist. Es spielen der Solo-Klarinettist Andreas Lipp, die Cellistin Caroline Metzger und als Gast der Hornist Edouard Cambreling; den Klavierpart übernimmt der erste Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor Takahiro Nagasaki.

Dauer: ca.1 Stunde, 40 Minuten (eine Pause)

Besetzung

Klarinette Andreas Lipp
Horn Edouard Cambreling
Violoncello Caroline Metzger