Konzert

2. Klang­bilder­konzert

In Kooperation mit dem Günter Grass-Haus Lübeck, anlässlich der Ausstellung »›Nach Kalkutta‹ – Indienbilder von Mutter Teresa bis Günter Grass«

Werke von Claude Debussy, Albert Roussel, Frank Bridge, Giacinto Scelsi, Karol Szymanowski, Olivier Messiaen, Maurice Delage u.a.
sowie Texten von Günter Grass

Die Klangbilderkonzerte sind eine Kooperation mit Lübecker Museen und Kirchen und nehmen Bezug auf besondere Ausstellungen und spezielle Themen.

1986 brach Günter Grass zu einer mehrmonatigen Reise nach Indien auf. Seine Eindrücke und Gedanken schilderte er in dem Text-Bild-Band »Zunge zeigen« (1987). Das Günter Grass-Haus gestaltet in dieser Saison eine Sonderausstellung zu Indienbildern bei Grass und anderen. In thematischer Ergänzung stellt das zweite Klangbilderkonzert Kammermusik der europäischen Moderne vor, die von der Kultur Indiens inspiriert wurde bzw. Klangbilder von Indien entworfen hat. Dabei waren es vor allem französische Komponisten, bei denen Indien Spuren im Werk hinterließ. Einer der ersten Indien-Reisenden unter den Komponisten war Maurice Delage, Schüler und Freund von Maurice Ravel. 1912 besuchte er Indien und versuchte seither, die Klangwelt des Subkontinents in seine Musik zu integrieren. Olivier Messiaen dagegen studierte akribisch die Tonskalen des indischen Raga sowie die komplexe Struktur indischer Rhythmik und ließ diese in seine eigenen Kompositionsprinzipien einfließen. – 1913 wurde der indische Dichter und Philosoph Rabindranath Tagore mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Besonders seine Lyrik und seine Dramen fanden in Europa weite Verbreitung. Viele von Tagores Gedichten wurden vertont, so u. a. von dem polnischen Komponisten Karol Szymanowski und von dem englischen Komponisten Frank Bridge.

Besetzung

Mezzosopran Laila Salome Fischer
Flöte Thomas Biermann
Klavier NN