2. Serenadenkonzert
Foto: Olaf Malzahn

Konzert

2. Serenaden konzert

Piktogramm

Konzert für Flöte, Streicher und Klavier
Werke von Anton Reicha, Jean-Michel Damase, Wolfgang Amadeus Mozart und Camille Saint-Saëns

Inhalt

Anton Reicha (1770‑1836)
Quartett für Flöte und Streichtrio C-Dur op. 98/2, II (1820)

Jean-Michel Damase (1928‑2013)
»Sonate en concert« für Flöte, Violoncello und Klavier op. 17 (1952)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756‑1791)
Quartett für Flöte und Streichtrio A-Dur KV 298 (1787)

Camille Saint-Saëns (1835‑1921)
»Tarantelle« für Flöte, Klarinette und Klavier op. 6 (1857)




Was alle Werke dieses Programms verbindet, ist die scherzharfe Leichtigkeit, die ihnen innewohnt. Als Mozart im Sommer 1787 mit »Don Giovanni« beschäftigt war, komponierte er parallel das Flötenquartett, um mit der Familie von Jacquin, der er freundschaftlich verbunden war, in ihrem Gartenhaus gemeinsam zu musizieren. Als Grundlage für den dritten Satz verwendete Mozart zum Vergnügen des Publikums einige berühmte Opernmelodien der damaligen Zeit.

Anton Reicha war ein böhmischer Komponist, nahm Unterricht bei A. Salieri und J. Haydn und wurde zum Autor mehrerer Schriften in Kompositionslehre und später zum Lehrer von Hector Berlioz, Franz Liszt und Charles Gounod am Pariser Conservatoire. Außerdem erweiterte Reicha als begabter Flötist das damals existierende Bläserrepertoire durch seine Kammerwerke. Er komponierte unter dem Einfluss von Gluck, Mozart und Haydn, und seine Musik ist melodievoll und reich an volkstümlichen Elementen. Mehr lesen

Jean-Michel Damase war ein französischer Pianist und Komponist mit einer besonderen Vorliebe für Kammermusik und Blasinstrumente. Seine der Tonalität treu gebliebene Musiksprache entwickelte sich unter dem Einfluss von Ravel und Debussy und steht im Rahmen der französischen Tradition, die heitere, melodische und unterhaltsame Musik hochschätzte, dabei aber großen Wert auf rhythmische und harmonische Komplexität legte. Seine »Sonate en concert« ist ein neoklassisches Werk in Form einer Suite, in der sich einzelne Sätze mit klassischen Tanzformen spielerisch auseinandersetzen.

Vor 100 Jahren ist der französische Komponist, Organist und Pianist Camille Saint-Saëns gestorben. Sein Opus besteht aus oft gespielten Sinfonien, Opern und Konzerten, aber auch aus mehreren Kammermusikstücken, das berühmteste davon ist »Der Karneval der Tiere«. Die »Tarantelle« komponierte Saint-Saëns im Alter von 22 Jahren und seinem eigenen Bericht nach, sorgte der berühmte Gioachino Rossini selbst für die Uraufführung. Die Tarantella ist ein italienischer Volkstanz, der laut Volksetymologie als Gegenmittel zum Biss der Tarantel entstanden ist: Man tanzte wild und hektisch bis zur Erschöpfung, um das Gift aus dem Körper auszutreiben. Die Tarantella von Saint-Saëns gehört aber der romantischen Tradition an, in der dank Rossini (»La Danza«), Schubert, Chopin oder Liszt Tarantella zu einer Form der Instrumentalmusik wurde. Weniger anzeigen

Besetzung

Dramaturgie Polina Sandler


Flöte Waldo Ceunen
Klarinette Andreas Lipp
Violine Irene Stroh
Viola Christina Eickhoff
Violoncello Sigrid Strehler
Klavier Inessa Tsepkova


Dauer ca. 1 Stunde, 30 Minuten (keine Pause)