3. Sinfoniekonzert
Foto: Anja Doehring

Konzert

3. Sinfonie konzert

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Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms

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Inhalt

Wolfgang Amadeus Mozart (1756‑1791)
Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488 (1786)

Johannes Brahms (1833‑1897)
Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11 (1857-60)




Im dritten Sinfoniekonzert dieser Saison ist Generalmusikdirektor Stefan Vladar im Klavierkonzert von Mozart erneut in der beim Publikum sehr beliebten Personalunion von Pianist und Dirigent zu erleben.

Wolfgang Amadeus Mozart gilt in der Musikgeschichte als Vollender der Gattung Klavierkonzert. Das Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur stellt dabei im Schaffen Mozarts in vielerlei Hinsicht ein Ausnahmewerk dar. Offensichtlich benutzt er die Gattung des Klavierkonzerts hier als Experimentierfeld: Statt der bis dahin üblichen Oboen setzt Mozart die zum Zeitpunkt der Komposition relativ neue Klangfarbe der Klarinetten ein. Gegenüber anderen Konzerten jener Zeit ist dieses Konzert von kammermusikalischer Transparenz bestimmt. Statt bloßer Wiederholung entwickelt Mozart einzelne Themen weiter. Der Mittelsatz wirkt hier gar wie eine Arie ohne Worte. Das Finalrondo deutet Mozart neu, und die temperamentvolle Coda wirkt wie der Schluss einer Opera buffa – vielleicht ist das kein Wunder, denn Mozart vollendete dieses Konzert im gleichen Jahr wie die berühmteste Opera buffa überhaupt: »Le nozze di Figaro«. Mehr lesen

Johannes Brahms hat seine Serenade Nr. 1 D-Dur 1858 ursprünglich als Kammermusikwerk konzipiert. 1860 beschloss er – auf Anraten des mit ihm befreundeten Geigers Joseph Joachim – seine Serenade in eine Orchesterkomposition umzuarbeiten. Die Bemerkung, dass diese Serenade bereits eine Sinfonie sei, hat Brahms nachdrücklich abgelehnt: »Oh Gott, wenn man es wagt, nach Beethoven Sinfonien zu schreiben, müssen sie ganz anders aussehen.«  Mit der von heiterer Grundstimmung geprägten sechssätzigen D-Dur-Serenade entwarf der junge Komponist bewusst ein Werk in einer Gattung, die ihre Blütezeit bereits im 18. Jahrhundert, bei Haydn, Mozart und ihren Zeitgenossen – und damit vor Beethoven gehabt hatte. Erst viele Jahre später (1876) hat Brahms dann seine Selbstzweifel bezüglich der Sinfonieform abgelegt… Weniger anzeigen