7. Sinfoniekonzert/Oper konzertant
Foto: Olaf Malzahn

Musiktheater | Konzert

7. Sinfonie konzert/ Oper konzertant

Piktogramm

»Der Kreidekreis«
Oper von Alexander Zemlinsky (1871–1942)
Libretto von Klabund (1890–1928)

(Uraufführung 1933)

Lübecker Erstaufführung

In deutscher Sprache

Premiere 19/04/20 | Musik- und Kongresshalle
Die Produktion entfällt wegen Corona.

Inhalt

»Gerechtigkeit, sie sei Dein höchstes Ziel, denn also lehrt’s des Kreidekreises Spiel.«

Alexander Zemlinsky (1871-1942)
»Der Kreidekreis« op. 21, Oper in drei Akten




Salomonisch heißt ein Urteil, wenn es besondere Weisheit verrät. Jedenfalls heißt es dort so, wo das Buch der Könige als Bestandteil des Tanach oder des Alten Testaments von Bedeutung ist: Salomon ist der Richter, der ein Kind derjenigen zweier streitender Frauen zuspricht, die es lieber der anderen überantwortete, als es in zwei Teile zerteilen zu lassen. Einen verwandten Stoff kennt die chinesische Literatur im »Hui-lan chi« (Der Kreidekreis) des Dichters Li Xingdao aus dem 13. Jahrhundert. In Übersetzung wurde das Stück Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa bekannt; der Dichter Klabund verwendete es 1924 als Vorlage für sein Schauspiel »Der Kreidekreis«. Bertolt Brechts Pointierung der Frage, ob Blutsverwandtschaft oder soziale Bindung zur größeren Mutterliebe führt, gab 1944 der Stoffgeschichte in seinem »Kaukasischen Kreidekreis« eine neue Wendung. Mehr lesen

Zemlinskys Oper »Der Kreidekreis« entstand in den Jahren 1930 bis 1932 und stützt sich ganz auf Klabunds Dichtung. In einer sinnreichen und wirkungsvollen Stilmischung vom spätromantisch schwelgenden Klang über alle Formen des melodramatischen, rezitativischen und klaren Sprechens bis hin zu Einsprengseln von Jazz zieht Zemlinsky den Hörer in eine Geschichte, die anhand zweier unterschiedlich verlaufender Gerichtsverhandlungen zunächst die Grausamkeit einer ungerechten Machtausübung vor Augen führt, um dann im utopischen Schluss die Vision einer rationalen, humanen Welt aufscheinen zu lassen. Die für April 1933 geplante Mehrfachuraufführung in Berlin, Köln, Frankfurt, Nürnberg und Stettin wurde im März 1933 allerdings zerschlagen; Zürich sprang ein – für das Werk wie für Zemlinsky, der seine Position an der Krolloper Berlin nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verließ. Im neu enthemmten Jargon einer antimodernistischvölkischen Musikkritik konnte er wenige Monate später in der Zeitschrift »Die Musik« die Diagnose nachlesen: »Zemlinsky ist hier der Wolf im Schafspelz, der unter dem Deckmantel eines seriösen Komponisten jene Musik wieder einzuschmuggeln sucht, deren Führer (Schönberg, Schreker) endlich Deutschland verlassen haben.« Wir freuen uns darauf, das Schafsfell erneut zu lüften. Weniger anzeigen

Besetzung

Musikalische Leitung Andreas Wolf


Tschang-Haitang Cornelia Ptassek
Frau Tschang Julia Grote
Tschang-Ling Johan Hyunbong Choi
Pao Michael Baba
Ma Joachim Goltz
Tschao Gerard Quinn
Tschu-Tschu Peter Grünig
Ein Mädchen Andrea Stadel
Ein Polizist/Erster Soldat Beomseok Choi
Zwei Kulis Daniel Schliewa, Tomasz Mysliwiec


Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck



Termine | Karten


Einführung um 17.00 Uhr in der MUK

So 19/04/20 | 18.00 Uhr Premiere

Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal
Abo: MT.1, MT.6, MT.7, KS

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Tschang-Haitang Cornelia Ptassek
Frau Tschang Julia Grote
Tschang-Ling Johan Hyunbong Choi
Pao Michael Baba
Ma Joachim Goltz
Tschao Gerard Quinn
Tschu-Tschu Peter Grünig
Ein Mädchen Andrea Stadel
Ein Polizist/Erster Soldat Beomseok Choi
Zwei Kulis Daniel Schliewa, Tomasz Mysliwiec

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


Einführung um 18.30 Uhr in der MUK

Di 21/04/20 | 19.30 Uhr Zum letzten Mal

Musik- und Kongresshalle, Konzertsaal
Abo: MT.2, MT.3, MT.4, MT.5, KM

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Tschang-Haitang Cornelia Ptassek
Frau Tschang Julia Grote
Tschang-Ling Johan Hyunbong Choi
Pao Michael Baba
Ma Joachim Goltz
Tschao Gerard Quinn
Tschu-Tschu Peter Grünig
Ein Mädchen Andrea Stadel
Ein Polizist/Erster Soldat Beomseok Choi
Zwei Kulis Daniel Schliewa, Tomasz Mysliwiec

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck