Konzert
9. Sinfoniekonzert
Ludwig van Beethoven (1770‑1827)
Die Geschöpfe des Prometheus. Ouvertüre op. 43a
Carl Czerny (1791‑1857)
Konzert für Klavier zu vier Händen und Orchester C-Dur op. 153
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
Prometheus widersetzte sich den Göttern, brachte der Menschheit das Feuer und steht seither für Aufbruch und Fortschritt. Mit der Ouvertüre zu Salvatore Viganòs Ballett »Die Geschöpfe des Prometheus« greift Beethoven diesen Mythos auf. Für ihn wurde Prometheus zum Sinnbild von Aufklärung, Freiheit und Selbstbestimmung. Wohl nicht zufällig erinnert der eröffnende Akkord der Ouvertüre an den Beginn seiner Ersten Sinfonie, gilt Beethoven doch selbst als »Prometheus der Musik«. Zwar steht seine Vierte Sinfonie im Schatten der »Eroica« und der Fünften, doch gerade weil sie keinen programmatischen Beinamen trägt und kaum mit außermusikalischen Deutungen verbunden ist, tritt die Musik selbst umso stärker hervor: als Ausdruck jener schöpferischen Kraft, mit der Beethoven die Gattung der Sinfonie revolutionierte.
Prometheus gleich gab auch Beethoven sein Wissen weiter. Sein bekanntester Schüler, später selbst ein bedeutender Lehrer, war Carl Czerny. Dessen überaus selten gespieltes und ungewöhnlich besetztes Klavierkonzert zu vier Händen op. 153 steht an der Schwelle zwischen den Epochen der Klassik und Romantik und vereint die Tradition des häuslichen Musizierens mit der Virtuosität eines Solokonzerts.