Musiktheater

Cardillac

Piktogramm

Oper von Paul Hindemith (1895‑1963)
Libretto von Ferdinand Lion (1883‑1968)

Uraufführung 1926 in Dresden

Premiere 22/01/21 | Großes Haus

Inhalt

»Vater, warum streichelt ihr Gold, nicht mich?«

Der vor 125 Jahren in Hanau geborene Paul Hindemith (1895–1963) war einer der universell gebildetsten Musiker des 20. Jahrhunderts und der bedeutendste deutsche Komponist der »Klassischen Moderne«. Seine 1926 in Dresden uraufgeführte Oper »Cardillac« mit einem Libretto von Ferdinand Lion (1883–1968) basiert auf der berühmten Novelle »Das Fräulein von Scuderi« des »schwarzen Romantikers« E.T.A. Hoffmann (1776–1822). Das Werk brachte dem Komponisten umgehend großen Erfolg ein, der – unterbrochen einzig durch die Verfemung des Komponisten durch die Nationalsozialisten – bis heute anhält. In den 1920er-Jahren war Hindemiths Werk ein dramaturgisch und stilistisch ausgesprochen modernes, ja fast radikales Werk, das bewusst mit allem spätromantisch-überbordenden Klanggestus brach und sich vor allem durch große Klarheit auszeichnet. Mit seiner produktiven Rückwende zu neobarocker Nummernoper distanzierte sich Hindemith vehement von jeglicher Wagnernachfolge. Mehr lesen

Der neunzigminütige Opern-Thriller passt mit seinen filmschnittartigen Szenen hervorragend zu unseren heutigen, Tatort-erprobten Sehgewohnheiten. Zum Tatort wird für den dämonischen Goldschmied Cardillac dann auch jeder Ort, an dem Käufer und Beschenkte den von ihm geschaffenen Goldschmuck auftragen. Der von seinem eigenen Werk wahnhaft besessene Schöpfer kann sich nicht von seinen Werken trennen und wird so zum gänzlich reuelosen und psychopathischen Mörder.

Der österreichische Drehbuchautor und Regisseur Julian Pölsler wurde hierzulande vor allem durch den Film »Die Wand« nach Marlen Haushofer bekannt. Für »Cardillac« konnte mit ihm ein renommierter Filmregisseur gewonnen werden, der nicht nur durch seine »Inspektor Simon Polt«-Reihe seine Fähigkeiten im Kriminalgenre bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat. Weniger anzeigen

Besetzung

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Julian Pölsler
Ausstattung Roy Spahn


Termine | Karten


Fr 22/01/21 | 19.30 Uhr Premiere

Großes Haus

Musikalische Leitung Andreas Wolf

Eine alternative Produktion ist in Planung sollte diese angekündigte Produktion wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht stattfinden können.

Alternative Produktion

Die Gespenstersonate

Kammeroper von Aribert Reimann (*1936)
Libretto von Uwe Schendel (1953-1994)
Uraufführung 1984 in Berlin
Lübecker Erstaufführung

Premiere 22/01/21 | Großes Haus

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Julian Pölsler
Ausstattung Roy Spahn