Musiktheater

Cinde­rella

Ballett in drei Akten von Nikolai Wolkow und Sergei Prokofjew op. 87

Choreografie von Yaroslav Ivanenko

In Kooperation mit dem Ballett Kiel

Cinderella muss in ihrer Familie die Schmutzarbeit verrichten. Seit dem Tod ihrer Mutter ist sie auf sich gestellt. Die Stiefmutter macht ihr das Leben schwer, und auch mit den neu gewonnenen Stiefschwestern ist nicht gut Kirschen essen. Doch es gibt auch Lichtblicke: eine Fee, einen märchenhaften Ball, das Wunder einer Liebe, die die erniedrigte Dienstmagd in eine selbstbewusste Prinzessin verwandelt …

Mitten im Zweiten Weltkrieg komponierte Sergei Prokofjew die Musik zu dem abendfüllenden Märchenballett »Soluschka« (Cinderella/Aschenputtel) von Nikolaj Wolkow. Zur Titelfigur meinte er: »Cinderella ist mir nicht nur die Märchenperson, sondern ein lebendiger Mensch, der fühlt, erlebt und dessen Schicksal uns erregt«. Das Ballett wurde 1945 am Moskauer Bolschoi Theater uraufgeführt. Yaroslav Ivanenko, Ballettdirektor und Chefchoreograf am Ballett Kiel, sucht immer nach dem besonderen Zugang, nach Details, die die Neuauflage eines Traditionsstücks besonders machen. So versetzt er in seiner Version Cinderella in die Zirkuswelt, wodurch auch fliegende Artisten, liebenswerte Clowns und geheimnisvolle Magier auf der Bühne zu bestaunen sind.

Besetzung

Musikalische Leitung Takahiro Nagasaki
Choreografie Yaroslav Ivanenko
Bühne Lars Peter
Kostüme Angelo Alberto
Licht Matthias Hillebrandt / Sebastian Marx
Cinderella Gulzira Zhantemir / Keito Yamamoto / Emma Francesca Lucibello
Prinz Vitalii Netrunenko / Alexey Irmatov / Filippo Valmorbida
Stiefmutter Keito Yamamoto / Sabina Faskhi / Virginia Tomarchio
1. Stiefschwester Erika Asai / Emma Francesca Lucibello / Gulzira Zhantemir
2. Stiefschwester Leisa Martínez Santana / Marina Kadyrkulova / Sabina Faskhi
Vater Christopher Carduck / Amilcar Moret Gonzalez / Baikhadam Tungatarov
1. Clown Henri Frey / Filippo Valmorbida / Baikhadam Tungatarov
2. Clown Jean Marc Cordero / Ricardo Urbina / Christopher Carduck
3. Clown Didar Sarsembayev / Rauan Orazbayev / Vitalii Netrunenko
Weiße Fee Olena Filipieva, Keito Yamamoto
Zirkusartist Erika Asai / Sabina Faskhi / Marina Kadyrkulova / Emma Francesca Lucibello / Leisa Martínez Santana / Julia Savchenko / Virginia Tomarchio / Mariia Yaloma
Eine Akrobatin Marina Kadyrkulova / Gulzira Zhantemir / Erika Asai
2 Akrobaten Alexey Irmatov / Ricardo Urbina / Baikhadam Tungatarov / Christopher Carduck / Vitalii Netrunenko / Rauan Orazbayev
Tanzende Ballettgäste Erika Asai / Sabina Faskhi / Marina Kadyrkulova / Emma Francesca Lucibello / Leisa Martínez Santana / Julia Savchenko / Virginia Tomarchio / Mariia Yaloma / Gulzira Zhantemir / Christopher Carduck / Jean Marc Cordero / Henri Frey / Alexey Irmatov / Vitalii Netrunenko / Rauan Orazbayev / Didar Sarsembayev / Baikhadam Tungatarov / Ricardo Urbina / Filippo Valmorbida
Hula Hoop Artist Denis Adutwum
Luftartistinnen Lena Kruit, Clara Brauer, Caroline Klein

Statisterie des Theater Lübeck

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

 Cinde­rella
Foto: Olaf Struck
Premiere 24/09/23 · Großes Haus

Dauer: ca. 2 Stunden, 15 Minuten (eine Pause)

Pressestimmen

»Man nehme einen alten, von Sergei Prokofjew musikalisch ummantelten Märchenstoff, das Philharmonische Orchester Lübeck unter Takahiro Nagasaki und eine Inszenierung der Ballett-Kompagnie des Theaters Kiel – und erhält mit ›Cinderella‹, aufgeführt im Großen Haus des Lübecker Theaters, eine märchenhafte Premiere.«

Lübecker Nachrichten

»Yaroslav Ivanenkos Choreografie war stimmig und bot eine zauberhafte Sichtweise auf den traditionellen Stoff, indem er das Elternhaus in eine Zirkuswelt verlegte. […] Das sehr gelungene Bühnenbild von Lars Peter brachte zur richtigen Zeit die richtigen Symbole. […] Die ausdrucksstarken Kostüme von Angelo Alberto und die warmen Lichteffekte von Matthias Hillebrandt und Sebastian Marx rollten den Solisten den roten Teppich aus. Großartig, sowohl tänzerisch als auch in der Ausdeutung des feinen Charakters der Titelfigur, wurde Gulzira Zhantemir als Cinderella. Sportlich und elegant tanzte Vitalii Netrunenko als Prinz. […] Musikalisch getragen wurde der Abend vom ausgewogenen Klang des Philharmonischen Orchesters Lübeck unter der souveränen Leitung von Takahiro Nagasaki, der Prokofjews schwerblütige Musik metronomgenau und feinfühlig dirigierte […].«

Lübecker Nachrichten

»Ballettdirektor Yaroslav Ivanenko inszeniert mit frischem Wind und schönen Farben einen märchenhaften Klassiker mit einer Prise ›Roncalli‹. […] Das Publikum ist im wahrsten Sinne des Wortes verzaubert. […] Der Tanz ist blitzsauber, eben so, wie man es von der Kieler Truppe gewohnt ist, und das Zusammenwirken mit dem Lübecker Orchester unter seinem 1. Kapellmeister und stellvertretenden GMD Takahiro Nagasaki eine runde, harmonische Sache.«

shz

»Es macht staunen, wie Ivanenko sein großes Ensemble – die vielen Solisten, das große Corps und mancherlei Statisten – bewegt, es die Bühne füllen lässt, um diese dann wieder ganz dem Individuum zu überlassen. Mit Lars Peter hat er aber auch einen Gestalter, der mit wenigen Mitteln Orte (Zirkusarena) und Atmosphäre (Kronleuchter) schafft – ebenso wie die Kostüme von Angelo Alberto und die Lichtgestaltung von Matthias Hillebrandt und Sebastian Marx den Gesamteindruck mitbestimmen. […] Dieses Tanzgeschehen mit dieser Musik ist ein Erlebnis. Das Premierenpublikum jubelte lange.«

HL-live

»Yaroslav Ivanenko hatte gute Ideen, wie er die Tänze choreografisch so einsetzte, dass sie zugleich die Charaktere durchscheinen ließen. Nichts wirkte aufgesetzt und die Tanzkunst angemessen, am stärksten dann bei dem Protagonisten-Paar. […] Die Zirkuswelt hatte zudem einige magische Glanzpunkte und akrobatische Einlagen z. B. die eines Hula Hoop Artisten, dass man fast vergaß, in einem Opernhaus zu sitzen. Dafür, dass das nicht geschah, sorgten die Lübecker Philharmoniker unter Leitung des aufmerksamen Takahiro Nagasaki. Es ist nicht einfach, das Orchester mit den Zeitvorstellungen der Tänzer zu koordinieren. Es gelang sichtbar gut […]. Langer Beifall war Dank für die vielseitige Mühe.«

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