Musiktheater

Das Dschungel­buch

Comic-Oper von Giovanni Sollima

Libretto von Pier Francesco Maestrini
Nach einem Szenario von Serena Guidobaldi

Für Menschen ab 6 Jahren

Koproduktion mit der Fondazione Teatro Regio di Parma, der Fondazione Teatro Coccia Onlus in Novara und dem Theater Kiel

Der Menschenjunge Mowgli verliert seine Eltern und wächst fortan bei Wölfen im Dschungel auf, die ihn vor dem Tiger Shere Khan retten. Baloo, der Bär, wird sein Lehrer und weiht ihn in die Gesetze des Dschungels ein, unterstützt von Bagheera, dem Panther. Doch Shere Khan duldet keine Menschen im Dschungel. Er überzeugt die Wölfe, dass Mowgli keiner von ihnen ist, und sie ihn aus ihrer Gemeinschaft verstoßen müssen. Wird Mowgli den Dschungel verlassen und seinen Platz unter den Menschen finden?

Der italienische Cellist Giovanni Sollima ist ein musikalisch freigeistiger Grenzgänger zwischen allen Stilen und ein gewandter Komponist für alle Genres, von Kammermusik bis zu großen Orchester- und Theaterwerken. Mit »Il libro della giungla«/»Das Dschungelbuch« schreibt er eine Oper für die ganze Familie nach einem der berühmtesten Klassiker kolonialer britischer Literatur, »The Jungle Book« von Rudyard Kipling (1865–1936). Nicht zuletzt durch den Disney-Film von 1967 ist die Geschichte über das Erwachsenwerden eines Findelkinds in einer völlig fremdartigen, exotischen Welt und seine Identitätsfindung unsterblich geworden.

Das gefeierte Team um den italienischen Opernregisseur Pier Francesco Maestrini und seinen kongenialen Cartoonisten- Kollegen Joshua Held (»Die Reise nach Reims«, »Der Barbier von Sevilla«) wagt mit seiner Opern-Comic-Variante des Stoffs im ähnlichen Medium einen ganz neuen und ganz anderen Blick auf die bekannte und beliebte Geschichte.

Das einzigarte Format spricht nicht nur junge und junggebliebene Fans der Geschichte aus dem Dschungel an. Liebhaber:innen verschiedener Genres werden eingeladen, gemeinsam mit dem Jungen Mowgli ein Abenteuer zu erleben, das sie in neue musikalische Welten des Theaters entführt.

Besetzung

Musikalische Leitung Paul Willot-Förster
Inszenierung & Konzeption Pier Francesco Maestrini
Comicfilm & Konzeption Joshua Held
Kostüme Luca dall'Alpi
Das  Dschungel ­buch
Foto: Olaf Malzahn
Wiederaufnahme 01/04/23 · Großes Haus

Dauer: ca. 1 Stunde (keine Pause)

Pressestimmen

»Am Theater Lübeck feierte ›Das Dschungelbuch‹ als Familien-Oper eine umjubelte Premiere. […] Sollimas Musik ist aus vielen bekannten Versatzstücken zusammengebaut, sie erinnert mal an Filmmusik, mal an große Oper – vor allem aber ist sie farbig und abwechslungsreich und überfordert auch die jungen Zuschauer nicht. […] Regisseur Maestrini und sein kongenialer Comic-Zeichner Joshua Held gelingt es, während der gesamten Spieldauer den Spannungsbogen hochzuhalten. Geschickte Tempowechsel sorgen dafür, dass die Bilderflut auch die Kleinen nicht überwältigt. […] Auch musikalisch war die Premiere sehr gelungen. Sergi Roca, Kapellmeister in Kiel, lotste stellvertretend […] die klein besetzten Lübecker Philharmoniker sicher durch die nicht einfach geschriebene Partitur. [...]  Am Ende gab es großen Beifall für diesen Ausflug in den Urwald – so kann Oper auch sehr jungen Menschen Freude machen.«

Lübecker Nachrichten

»Das interagierende Miteinander von Bühnengeschehen und Filmverlauf ist nahezu perfekt. Die Kunst besteht darin, ersteres mit dem spektakulären zweiten nicht zu erschlagen. Es gelingt. Eine atemberaubende Seil-Akrobatik, die Clara Brauer und Caroline Klein als Makaken zeigen, trägt dazu ein gutes Teil bei. Auch der Gesang sitzt. […] Spaß hat jeder – Erwachsene auch ohne die Begleitung von Kindern.«

shz

»Die Wangen der jungen Zuschauenden leuchten rot, der Farbe nicht nur der Makaken und des Feuers, auch die der inneren Begeisterung. Im langen Schlussapplaus war zu erkennen, dass sie auch den starken Leistungen der Akteure galt, den jungen Stimmen aus dem Lübecker Opernstudio. Nataliya Bogdanova gehört dazu. Ihre wahrlich fordernde Partie als Mowgli verlangt hohe Stimmartistik. Wie sie mühelos jede Hürde nahm, begeisterte. Milena Juhls warmer Mezzo macht ihren schwarzen Panther richtig sympathisch wie Andreas Lettowskys warme Stimme den immer hungrigen Baloo. Auch die beiden anderen Baritone passten ihren Stimmklang wunderbar dem Charakter ihrer Gestalten an, Beomseok Choi dem des fiesen Shere Khan und Laurence Kalaidjian dem des hinterhältigen Gurillas. […] Sergi Roca Bru […] [inspirierte] das Lübecker Orchester zu einer schwungvollen Leistung.«

nmz

Weitere Informationen

Hier finden Sie die kindgerechte Online-Einführung des Theater Kiel.