Musiktheater

Die Fleder­maus

Operette von Johann Strauss

Gabriel von Eisenstein soll wegen ungebührlichen Verhaltens ins Gefängnis. Doch bevor er seine Haftstrafe antritt, will er sich noch eine ordentliche Sause gönnen. Ganz recht kommt ihm da sein Freund Dr. Falke, der eine Einladung zum Maskenball des Prinzen Orlofsky erhalten hat und seinen Freund dazu überredet, ihn zu begleiten. Verkleidet als französischer Marquis, versucht Eisenstein auf dem Ball eine maskierte Unbekannte zu verführen – dass es sich bei der schönen Gräfin um seine eigene Frau Rosalinde handelt, entgeht ihm im Walzerrausch. So beginnt ein großes Verwirrspiel, an dessen Ende sich auch die Kammerzofe Adele und Rosalindes Liebhaber Alfred hinter Gefängnismauern wiederfinden.

»Die Fledermaus« gilt als Höhepunkt der »Goldenen Operettenära«. Seit der Uraufführung 1874 in Wien begeistert der Stoff bis heute das Publikum. In der Zeit nach dem Wiener Börsenkrach 1873 kam »Die Fledermaus« gerade Recht, um den gebeutelten Wiener:innen den Spiegel vorzuhalten und sie auf andere Gedanken zu bringen. Auch dem noch jungen Genre der Wiener Operette verhalf der Kassenschlager schnell zum Erfolg. Beschwingte Walzermusik, unvergessliche Melodien im Dreivierteltakt und prickelnde Gesellschaftssatire zeichnen das Meisterwerk von Johann Strauss aus.

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Inszenierung Michael Wallner
Bühne Heinz Hauser
Choreografie Kati Heidebrecht
Licht Falk Hampel
Dramaturgie Judith Lebiez
Gabriel von Eisenstein, Rentier Steffen Kubach
Rosalinde, seine Frau Tanja Kuhn / Netta Or / Elena Fink
Frank, Gefängnisdirektor Andreas Lettowsky
Alfred, Gesangslehrer Noah Schaul
Dr. Blind, Advokat Tomasz Myśliwiec
Adele, Kammermädchen Rosalindes Andrea Stadel / Nataliya Bogdanova
Frosch, Gerichtsdiener Michael Wallner
Ivan, Kammerdiener des Prinzen Thomas Stückemann / Svjatoslav Martynchuk
Ida, Adeles Schwester Elisa Pape
Natalie, Minnie, Tänzerinnen Marlou Düster / Lucía Haas Muñoz
Die  Fleder ­maus
Foto: Olaf Malzahn
Premiere 14/10/22 · Großes Haus

Dauer: ca. 3 Stunden (eine Pause)

Pressestimmen

»Was für ein Spaß! Michael Wallners Inszenierung […] ›Die Fledermaus‹ […] ist eine kunterbunte Revue mit viel Schwung und genau dem richtigen Maß an Operettenseligkeit. […] Musikalisch ist die ›Fledermaus‹ von hohem Rang. Stefan Vladar gelang es, sein Orchester ›wienerisch‹ klingen zu lassen, leicht verwaschen, leicht verschobene Einsätze: Das gehört zu einem Meisterwerk der Wiener Operette. Unter den Darstellern brillierten Steffen Kubach und Elena Fink als durchtriebenes Ehepaar Eisenstein. […] Ebenso strahlend Andrea Stadel als Adele, bei ihr saß jeder Spitzenton. Wieder überzeugend wirkte Noah Schaul als Gesangslehrer. […] Ein rundherum gelungener Spaß ist diese ›Fledermaus‹ […].«

Lübecker Nachrichten

»Ein Abend, den man nur mit einem Wort beschreiben kann: sensationell. Eine stimmige Besetzung […] bis in die letzte Rolle und eine Inszenierung, die keine Wünsche offenließ. […] Stefan Vladar sorgte für einen mitreißenden Orchesterklang. […] Noah Schaul […] wuchs […] darstellerisch […] [und] auch gesanglich über sich hinaus. […] Steffen Kubach bestach mit seinem Charme, seiner Spielfreude und seiner Stimme […]. […] Leila Salome Fischer […] gab einen rauhbeinigen, witzigen und mitreißend gesungenen Prinzen Orlofsky. […] Andrea Stadel war als Adele mit ihrem Charme und ihren perlend ausgeformten Koloraturen schlichtweg grandios. […] Grandios auch der Chor des Hauses. So muss eine Fledermaus inszeniert und gesungen werden!«

Ihr Opernratgeber

»Das Spiel […] entfaltet sich auf der atemberaubenden Bühne von Heinz Hauser als sinnenfroher Rausch. Die Musik […] macht glücklich – das singende Personal hat sichtlich Spaß, das Publikum sowieso. […] Lübecks ›Fledermaus‹ ist ein heitersinniges Gebilde und kommt als kulturelles (Lager-)Feuer gerade recht in diesem Herbst. […] Gute Unterhaltung!«

Lübeckische Blätter

»Der Eisenstein ist eine Paraderolle für den stimmkräftigen Komödianten in Steffen Kubach […]. Als seine Angetraute Rosalinde macht Elena Fink […] gute Figur und nutzt mit dem Czardas die Gelegenheit, ihren großen Opernsopran vorzuführen. Alle an die Wand singt und spielt Andrea Stadel als resolutes Kammermädchen Adele. […] Das Premierenpublikum genoss alles […] und sparte am Ende nicht mit Beifall.«

HL-live

»Die Choreographie von Kati Heidebrecht […] ist grandios stimmig und so springt die launige Stimmung […] ständig auf das Publikum über, das regen Szenenapplaus spendet. […] Man könnte die beliebten, geradezu kanonisch gewordenen Arien, Duette und Chorpartien aber schlichtweg heruntersingen. Hier brillieren jedoch alle, von den Haupt- bis zu den Nebenrollen.«

Klassik begeistert