Musiktheater

Die Hochzeit des Figaro
Le nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Figaro und Susanna wollen heiraten. Doch bevor sie ihr Glück ausleben können, sind noch einige Hindernisse zu überwinden. Figaro, ehemals »Barbier von Sevilla«, ist als Kammerdiener beim lüsternen Graf Almaviva angestellt, der seiner Ehe mit der Gräfin Rosina schnell überdrüssig geworden ist und bedauert, das »Herrenrecht der ersten Nacht« vorschnell aufgegeben zu haben. Sein Versuch, Susanna zu umwerben, bleibt nicht der einzige Stolperstein auf dem Weg zur Hochzeit. Auch der Arzt Bartolo und seine Haushälterin Marcellina, die ein Auge auf Figaro geworfen hat, mischen sich ein und es beginnt ein Spiel voller Lügen, Intrigen und unerwarteter Wendungen.

Komplexe zwischenmenschliche Beziehungen stehen im Zentrum der 1786 in Wien uraufgeführten ersten Zusammenarbeit von Wolfgang Amadeus Mozart und seinem Librettisten Lorenzo Da Ponte. Als Textvorlage diente »La folle journée ou Le mariage de Figaro« (»Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit«) von Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais. Die Opera buffa bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Macht und Begehren und wendet sich somit einem Thema zu, das heute noch brandaktuell ist. Hochmut, Zorn, List, Melancholie, Verletzlichkeit, emotionale Abhängigkeit und die Fähigkeit zu verzeihen: Mozart und Da Ponte machen die Tiefen der menschlichen Seele sicht- und hörbar.

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Inszenierung Stephen Lawless
Bühne & Kostüme Adrian Linford
Choreografie Ulla Benninghoven
Licht Falk Hampel
Dramaturgie Judith Lebiez
Figaro Florian Götz
Susanna Andrea Stadel
Graf Almaviva Jacob Scharfman
Gräfin Almaviva Evmorfia Metaxaki / Joo-Anne Bitter
Cherubino / Zweite Frau Laila Salome Fischer / Frederike Schulten
Basilio / Don Curzio Noah Schaul
Barbarina / Erste Frau Natalia Willot
Antonio Steffen Kubach
Die  Hochzeit  des  Figaro
Foto: Olaf Malzahn
Wiederaufnahme 24/03/24 · Großes Haus

Dauer: ca. 3 Stunden, 25 Minuten (eine Pause)

Pressestimmen

»An diesem Abend passte alles zusammen. Die Stimmen, der wunderbare Orchesterklang, Stefan Vladars Dirigat sowie die Rokoko-Kostüme und das großartige Bühnenbild von Adrian Linford. Das waren die Zutaten für ein Gesamtkunstwerk, wie man es selten erleben darf.«

Lübecker Nachrichten

»Stimmlich war diese Produktion herausragend. Vor allem Andrea Stadel brillierte als Susanna. Sie sang außergewöhnlich gut, ihre Spielfreude war kaum zu bremsen. Florian Götz war ein gestandener Figaro, der junge Bariton Jacob Scharfman gab einen charismatischen, durchtriebenen Grafen. Joo-Anne Bitter nahm man die wechselnden Gefühle der betrogenen Gräfin stets ab, Laila Salome Fischer war ein überzeugender Cherubino. In den Nebenrollen überzeugten Virginia Felicitas Ferentschik als Marcellina, Rúni Brattenberg als Bartolo, Noah Schaul als Basilio, Nataliya Bogdanova als Barbarina und Steffen Kubach als herrlich dauerbedudelter Gärtner Antonio. Der von Jan-Michael Krüger einstudierte Chor sang und agierte präzise.«

Lübecker Nachrichten

»Musikalisch ist dieser ›Figaro‹ von der ersten Note der Ouvertüre an rasant und frisch. […] Das Orchester spielt geschmeidig und quicklebendig; […]. Für Lebendigkeit sorgt auch eine sehr gute Personen- und Gruppenregie; Slapstick-artige schnelle Auf- und Abtritte im Spiel mit auf- und zuschlagenden Türen werden abwechslungsreich verbunden mit Tableaus, bei denen der rasante Ablauf genug an Innehalten erhält, um die wunderbare Musik zur Geltung zu bringen. Dafür sorgt auch das Licht von Falk Hampel […]. […] Ausnahmslos alle Solistinnen und Solisten liefern reife, wenn nicht erstklassige Leistungen ab. […] Dem gesamten Ensemble, dem Orchester und seinem Dirigenten sowie einem einfallsreichen Regisseur [gebührt] der langanhaltende Applaus, der […] die […] Lübecker von den Sitzen reißt.«

Klassik begeistert/Der Opernfreund

»Lawless legt das Schwergewicht auf eine ausgefeilte Personenführung […]. Linford setzt in den Kostümen überzeugende Akzente […]. Sängerisch überzeugt diese Inszenierung in jeder Hinsicht. Andrea Stadel beherrscht sängerisch und darstellerisch die Szene […]. […] Ihr [Joo-Anne Bitters] Soprans leuchtet insbesondere in den Andantepassagen ihrer beiden großen Arien. […] Ein beeindruckender Opernabend für das Publikum, ein Erfolg für Sängerinnen und Sänger und das leading team.«

Lübeckische Blätter

»Mit viel Liebe zum Detail und einer ausgefeilten Personenregie zeichnete Stephen Lawless in seiner herrlich klassischen Inszenierung die turbulente komödiantische Handlung von sexueller Begierde, aufkeimender Eifersucht, Macht und Besitzanspruch, der Vernachlässigung im Eheleben, Verwirrung, Verirrung und Verwechselung wunderbar augenzwinkernd nach. […] Adrian Linford schuf ein schön anzuschauendes Bühnenbild unter Ausnutzung der Drehbühne […]. […] Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter der inspirierten Leitung von Jan-Michael Krüger setzte denn auch temporeich und energiegeladen ein und beeindruckte im rasanten Fortgang dieser Matinee-Vorstellung mit vollem und sattem Klang. […] Auch sängerisch bot die Lübecker Oper wieder einmal ein erfreulich hohes Niveau.«

IOCO - Kultur im Netz

»Hier entsprechen Witz und Tempo der Inszenierung allem Gehalt dieser Opera buffa. Hier entspricht die musikalische Umsetzung (mit dem fein parlandierenden Takahiro Nagasaki am Hammerklavier) durch den Mozart-Versteher Stefan Vladar und die hellwachen Philharmoniker der Einzigartigkeit der comédie humaine. Dieser Abend beglückt mit seinen Arien und Ensembles – dank allen bestens disponierten Mitwirkenden, voran das Triumvirat Florian Götz, Jacob Scharfman und die so souveräne Andrea Stadel.«

HL-live

»Andrea Stadel bringt sie [Susanna] mit unbändiger Spielfreude auf die Bühne. […] Der Rest des Ensembles [ist] ebenso zu loben. Die Darsteller:innen ergänzen sich gut und liefern allesamt eine solide Leistung ab […]. Die Zuschauer:innen […] gaben langen und verdienten Premierenapplaus.«

ultimo

»Florian Götz sorgte mit seiner Spielfreude und seiner hervorragenden, stimmlichen Leistung für eine großartige Rollenausdeutung des Figaro. […] Wie immer grandios, Evmorfia Metaxaki als Gräfin Almaviva, runder Stimmklang, großartige Bühnenpräsenz, hervorragender Stimmsitz und überzeugend in den Ensembleszenen: eine brilliante Rolleninterpretation. Laila Salome Fischer begeisterte als Cherubino, vor allem durch ihre Temporückungen im ›Voi che sapete‹, die man in dieser Brillianz so bisher noch nicht erlebt hat: fantastisch. Virginia Felicitas Ferentschick begeisterte mit ihrer Spielfreude als Marcellina. […] Noah Schaul begeisterte dank seines Charmes und seiner klangvollen Stimme als Basilio und Don Curzio und war auch darstellerisch großartig. Nataliya Bogdanova beeindruckte mit ihrem sinnlichen Charme als Susanna. Steffen Kuback gab einen überzeugenden Antonio. Hervorragend, der stimmlich gut disponierte Chor des Theater Lübeck.«

Ihr Opernratgeber

»Die Aufführung macht einfach Spaß, hat das Theater doch mit Andrea Stadel eine Susanna, die allem gewachsen ist. […] Wunderbar kann Florian Götz mit seinem Bassbariton von Devotheit zur Aufmüpfigkeit wechseln. […] Er ist im Gesang und Spiel eine tolle Besetzung. Auch das gräfliche Paar mit Jacob Scharfmann und Joo-Anne Bitter […] macht sich gut. Scharfmann, seit neuestem im Ensemble, hat einen kräftigen Bariton und seine Rosina den passenden ausdrucksvollen Sopran […].«

unser Lübeck