Musiktheater

Die Liebe der drei Könige
(L’amore dei tre re)

Piktogramm

Oper von Italo Montemezzi (1875‑1952)
Libretto von Sem Benelli (1877‑1949)

Uraufführung 1913 in Mailand

Lübecker Erstaufführung

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere Fr 07/05/21 | Großes Haus
Premiere + So 09/05/21 | Großes Haus

Inhalt

»Herrgott im Himmel, der das Augenlicht mir genommen, lass nichts mehr sehn mich; gib, dass ich blind sei, ganz blind!«

Drei Könige, ein Ziel: Fiora. Der Titel der Oper liefert seine Interpretation gleich mit: Archibaldo, selbsternannter König von Altura, dessen Sohn Manfredo sowie Avito – der rechtmäßige Prinz von Altura – lieben die gleiche Frau. Fiora wurde von Archibaldo mit Manfredo verheiratet, liebt ihrerseits aber Avito. Die traurige Geschichte nimmt ihren Lauf … Archibaldo ist Symbol gealterter Macht. Unreflektiert und in seinem Eifern nach Macht erblindet, hat er eigenes Begehren zu lange verleugnet. Er ahnt, dass die Zeit und die nächste Generation Veränderungen fordern, hält aber an alten Ordnungen fest. Manfredo, Symbol des Gegenwärtigen, wird zu Archibaldos Machtinstrument. Er ist die einzige Person, die sich ehrlich, einfühlsam und offenherzig zeigt. Avito steht für ungestüme, leidenschaftliche Zukunft. Jung, kraftvoll und waghalsig, versucht er die Geschehnisse zu seinem Vorteil zu nutzen. Fiora, die allen dreien als Projektionsfläche ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe dient, schwankt zwischen Vernunft und Leidenschaft und entwickelt ihre eigene, selbstbestimmte Vision von Zukunft. Genau davor fürchten sich alle drei Männer. Jeder von ihnen möchte (ihr) König sein. Archibaldo zerstört schließlich in seinem blinden Hass jede Zukunft. Sein getrübter Blick versperrt die Sicht auf das Neue; es kommt zum Zusammenbruch aller Visionen und Leidenschaften. Mehr lesen

Die 1913 in der Mailänder Scala uraufgeführte dritte Oper des Komponisten Italo Montemezzi (1875–1952) war dessen erfolgreichstes Werk. Das Libretto der dunklen Geschichte stammt vom italienischen Dramatiker Sem Benelli (1877–1949). Die größten Erfolge feierte die heute in Europa eher unbekannte Oper in den Vereinigten Staaten. Nach der erfolgreichen Produktion von Bernsteins »A Quiet Place« inszeniert »Haus-Urgestein« Effi Méndez erneut eine wiederzuentdeckende Oper im Großen Haus. Weniger anzeigen

Besetzung

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Inszenierung Effi Méndez
Kostüme Ilona Holdorf-Schimanke
Dramaturgie Polina Sandler


Termine | Karten


Fr 07/05/21 | 19.30 Uhr Premiere

Großes Haus
Abo: MT.1

Musikalische Leitung Andreas Wolf

So 09/05/21 Premiere +

Großes Haus
Abo: MT.1+

Musikalische Leitung Andreas Wolf

Eine alternative Produktion ist in Planung sollte diese angekündigte Produktion wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht stattfinden können.