Pressestimmen

»Das Ganze hat Schwung und derben Schmiss […]. […] Laila Salome Fischer wirft sich sängerisch und darstellerisch mit Begeisterung in diese [Marquise von Berkenfield] Rolle […]. Ihr treuer Adlatus Hortensius wird in bewährter Manier […] von Steffen Kubach verkörpert. […] In jeder Hinsicht überzeugend Laurence Kalaidijan […] und Changjun Lee […]. Der Chor brilliert nicht nur im Rataplan-Regimentslied (Einstudierung: Jan-Michael Krüger).«

Lübeckische Blätter

»Von Anfang an harmonieren Bild, Ton und Sprache. […] Geboten wird ein buntes Bühnenspektakel mit großartigen Sänger*innen und präziser Schauspielkunst – besser kann`s nicht sein! Bravo Lübeck! In dieser Inszenierung von Pier Francesco Maestrini und unter der musikalischen Leitung von Takahira Nagasaki zeigt sich Oper in bester Ganzheitlichkeit. […] Großartig eröffnet wird […] von […] Frederike Schulten mit klangschönem weitem Register, mühelos strömend und mit überzeugender Spielfreude. Laurence Kalaidjian beglückt durch seinen warmen, stets präsenten Bariton und durchaus auch schauspielerisch. Yoonki Bach als Tonio glänzt mit stellenweiser heldenhafter Strahlkraft. […] Andrea Stadel überstrahlt als Marie alle Solist*innen und begeistert mit ihrer Vielseitigkeit sowohl gesanglich als auch mimisch durch rhythmisch und dynamisch liebevolle Ausgestaltung ihrer großen Partie bei gleichzeitiger begeisternder Bühnenpräsenz.«

KulturPort.de

»Das Bühnenbild von Juan Guillermo Nova ist gelungen. Regisseur Pier Francesco Maestrini hat Donizettis Oper in eine komplett andere Welt geworfen […]. Maestrinis Soldaten kommen als rebellische Punks daher und stehen einer degenerierten, verkrusteten Oberschicht gegenüber. Marco Nateri hat mit seinen Kostümen viel Liebe zum Detail bewiesen. […] Obwohl das Endzeit-Szenario sehr eindringlich wirkt, hat die Inszenierung komische Komponenten. Maestrini versteht es, Witz unterzuheben und damit neben der schwerblütigen eine unterhaltende Ebene zu schaffen, eine Oper, in der man auch lachen darf, denn nachdenklich wird man sowieso. […] Unter der versierten musikalischen Leitung von Takahiro Nagasaki spielte das Philharmonische Orchester ausgewogen. Chor und Extrachor (Einstudierung Jan-Michael Krüger) sangen souverän. […] Es gab viel Applaus für diese Aufführung, die in vielerlei Hinsicht beeindruckend war.«

Lübecker Nachrichten

»Takahiro Nagasaki, Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD, […] entschied sich einerseits zu einer […] Dynamik-Reduktion, die allen Solistinnen und Solisten ausreichend Entfaltungsraum lässt, und andererseits zum Aufpeppen der Partitur mit Pop-Musik-haften Schlagzeugeinsätzen. […] Absolut überzeugend sind die solistischen Leistungen, allen voran von Elvire Beekhuizen aus dem Opernstudio als Marie, die für die erkrankte Andrea Stadel einsprang […]. Gerade die sanften Partien singt sie mit Hingabe und steigert sich noch während des Abends in Dynamik und Ausdruck. […] Herzlicher Beifall beschließt diesen Abend, der Applaus gilt vor allem den Sängerinnen und Sängern sowie Nagasaki und dem Orchester.«

Klassik begeistert/Der Opernfreund

»Diese Opéra comique schreibt nun die Erfolgssaison im Theater Lübeck weiter. Das Publikum feierte die Premiere am Freitag, alle Mitwirkenden und zumal Elvire Beekhuizen, die kurzfristigst für die indisponierte Andrea Stadel die Titelpartie übernommen hatte. […] Was Dirigent Takahiro Nagasaki und die Lübecker Philharmoniker […] an melodischem Charme und rhythmischem Esprit servieren, ist Italianità in Reinkultur – und die Basis für die Sänger, die Maestrini herrlich typisiert hat. […] Das Premierenpublikum war höchst angetan von diesem spannenden und musikalisch faszinierenden Abend. Er ist auch der jungen Generation sehr zu empfehlen.«

HL-live

»Die düsteren Zukunftsszenarios macht diese komische Oper zu einem Balanceakt zwischen Spaß und Melancholie. Witz und Leichtigkeit bei diesem apokalyptischen Spektakel überwiegen allerdings eindeutig. […] Das Bühnenbild von Juan Giullermo Nova lässt Kinoatmosphäre aufkommen. […] Die junge niederländische Elvire Beekhuizen, die für die erkrankte Andrea Stadler einsprang, hatte mit Marie ihre erste Hauptrolle überhaupt. […] Im zweiten Akt war Elvire Beekhuizen nicht mehr zu bremsen und spielte mit Bravour eine furchtlose Marie und sang perlende Koloraturen sowie hohe Spitzentöne. Großartig auch die Leistung der weiteren Sänger und Sängerinnen. […] Das ganze Ensemble hat diese außergewöhnliche Inszenierung in ihrer Lebhaftigkeit mit merklicher Begeisterung mitgetragen. […] Diese ungewöhnliche komische Oper ist ein Garant für eine vergnüglichen Theaterabend.«

Offener Kanal Lübeck

»Auf der Lübecker Bühne stehen Laila Salome Fischer, die die blasierte Marquise von Berkenfield vom linken bis zum rechten Mundwinkel großartig verkörpert – von der gesanglichen Qualität ist da noch nicht die Rede – und Hortensius, der Hofmeister der Marquise, den Steffen Kubach nicht minder liebevoll spielt. Die beiden Vertreter einer High Society sind als Slapstick-Korrektiv in der Oper unterwegs und scherzen sich vom Anfang bis zum Ende durch den Abend. […] Sehr überzeugend ist […] Laurence Kalaidjan, der als liebevoller Ziehvater Sulpice, gesanglich wie schauspielerisch, die Fäden, beziehungsweise sein Gewehr in der Hand hält. […] Zwischen den vielen, teilweise schwierig gewichteten Elementen der Inszenierung und der Verschiedenheit der Besetzung finden die Darsteller am Abend ihren Weg, das Premierenpublikum zu unterhalten.«

concerti

»Als Tonio gefiel Yoonki Baek natürlich ganz besonders in seiner Bravour-Arie ›Ah mes amis – Pour mon àme‹, in der er seine makellose Höhe unter Beweis stellen konnte […], die ihm dann auch rauschenden Beifall einbrachte […]. Sein geschmeidiger Tenor bot an diesem Abend viel Schmelz und Glanz […]. […] Eine amüsante Charakterstudie bot Laila Salome Fischer […]. […] Gemeinsam mit ihrem ständigen Begleiter, ihrem Haushofmeister Hortensius, Steffen Kubach […] mit klangschönem Bass-Bariton singend und mit dezenter Komik agierend, […] sorgten sie für vergnügliche situationsbedingte Momente. […] Das Philharmonische Orchester […] präsentierte sich unter der passionierten Leitung des Ersten Kapellmeisters Takahiro Nagasaki wieder einmal in Bestform und spielte […] mit französischem Esprit, Leichtigkeit und Beschwingtheit. […] Auch der von Jan-Michael Krüger tadellos einstudierte Chor sang klangschön und ausgewogen […]. […] Für ein junges Publikum könnte dieses Donizetti-Werk mit seiner fröhlichen, ausgelassenen Musik […] ein guter Einstieg ins Opern-Genre sei.«

IOCO - Kultur im Netz

»Takahiro Nagasaki und das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck lieferten einen großartigen Klangteppich. Elvire Beehuizen, die an diesem Abend kurzfristig für die indisponierte Andrea Stadel eingesprungen war, brillierte durch traumhaft ausgeformte Koloraturen und einer brillanten Höhe.  Grandios die gesanglichen Leistungen von Laurence Kalaidjan. Selten erlebte der Verfasser, dass die Rolle des Sulpice mit so runder Stimme und fesselnder, dramatischer Intensität ausgeformt wird. Frederike Schulten gab sowohl in gesanglicher wie auch darstellerischer Hinsicht eine großartige Marquise von Berkenfield. Grandios, wie die humoristischen Passagen herausgearbeitet wurden. […] Hervorragend […] der Chor und Extrachor des Hauses. Ein […] beglückender Abend […].«

Ihr Opernratgeber