Schauspiel

Franken­stein

nach Motiven von Mary Shelley in einer Überschreibung von To Doan und Julienne De Muirier

Die 1797 in London geborene Mary Shelley war eine bemerkenswerte Frau. Ihre Mutter, die Schriftstellerin und Feministin Mary Wollstonecraft, verstarb bereits kurz nach Marys Geburt; der Vater ließ seiner Tochter eine breit gefächerte Erziehung angedeihen: Sie hatte Zugriff auf die umfassende Hausbibliothek und schloss über die Jahre Bekanntschaft mit zahlreichen Intellektuellen, Politiker:innen und Literat:innen. 1814 verliebte sie sich in den Dichter Percy Shelley. Zwei Jahre später verbrachten sie den Sommer am Genfersee in der Schweiz, der jedoch außerordentlich stürmisch und kalt war. Das Paar war Teil einer fünfköpfigen Gruppe rund um Lord Byron und man kam daher überein, sich zum Zeitvertreib erfundene Gespenstergeschichten vorzulesen. Und so war Mary Shelley gerade mal 19 Jahre alt, als sie die Geschichte um den deutschen Wissenschaftler Viktor Frankenstein erfand, der im fränkischen Ingolstadt aus gestohlenen Leichenteilen einen Körper zusammensetzt und in einer »trostlosen Novembernacht« zum Leben erweckt.

Mary Shelleys Roman war bereits kurz nach seiner Veröffentlichung ein großer Erfolg beschieden, der bis heute anhält. Bei seiner Vereinnahmung durch die Populärmedien, insbesondere des Kinos, sind die von Shelley angelegten Abgründe der Figuren oftmals nivelliert worden. Dabei ist das Grauen, das Furchteinflößende weiterhin existent, liegt ihr Ursprung doch in der tiefen Qual und Zerrissenheit von Viktor und dem Monster, vom Schöpfer und seiner Kreatur, was sie auf Gedeih und Verderb aneinander schmiedet.

Besetzung

Inszenierung Babett Grube
Bühnenbild Lan Anh Pham
Kostüme Hanne Lauch
Licht Falk Hampel
Dramaturgie Oliver Held
 Franken ­ stein
Foto: Digitale Massarbeit
Premiere 11/02/23 · Großes Haus

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