Schauspiel

Game of Crowns 2

Piktogramm

Die Rosenkriege
von und nach William Shakespeare

Uraufführung

Uraufführung 02/04/20 | Kammerspiele
Die Produktion wird verschoben wegen Corona.

Inhalt

»Was fürcht ich? Mich selbst? Es ist sonst niemand hier: Richard liebt Richard, das heißt, ich bin ich.«

Mit dem Tod von König Heinrich V. brechen unsichere Zeiten an: Der Thronfolger ist ein Kind, in Frankreich tobt der Hundertjährige Krieg und im eigenen Land entbrennt ein ruchloses Machtspiel. Plantagenet, Nachfahre von Richard II., fordert sein Erbrecht auf die Krone und der konfliktscheue Kinderkönig Heinrich VI., aus dem Haus Lancaster mit der roten Rose im Wappen, spricht ihm einlenkend das Herzogtum York mit der weißen Wappenrose zu. Mit den Historiendramen zu den Rosenkriegen erfindet Shakespeare um 1590 ein neues Genre, Geschichtsdaten verwebt er kunstvoll mit den Motiven der grell gezeichneten Charaktere, in patriotische Propaganda mischt sich die Warnung vor eigennützigem Machtexzess auf Kosten der Gemeinschaft. Generationen nach der Absetzung des rechtmäßigen Königs Richard II. bricht mit den Rosenkriegen ein brutaler Bürgerkrieg aus, der sich hinzieht bis zum bösartigsten aller Herrscher: dem verschlagenen, entstellten Richard III., der am Ende mit den Geistern der Ermordeten und sich selbst kämpft. Mehr lesen

Jeanne d’Arc und Königin Margaret, verheiratet mit Heinrich VI., erstrahlen als die ersten männermordenden Frauenfiguren Shakespeares – monströs, unmoralisch, dargestellt als widernatürliche und zersetzende Kräfte. Margaret tobt, da ihr ängstlicher Gatte seinem Gegner York die Krone versprochen hat – und somit den eigenen Sohn enterbte. Sie ersticht York, nachdem sie sein Kind brutal ermorden ließ und sich am Schmerz Yorks geweidet hat. Der sinnlosen Mordlust im Kampf um die Krone versucht sich Heinrich VI. vergeblich zu entziehen: Er wird ermordet wie König Edward IV., Yorks ältester Sohn – der Täter ist dessen jüngerer Bruder: Richard III. Dieser gibt der Spirale der Gewalt einen drastischen Dreh: In einem skrupellosen Spiel der Täuschung instrumentalisiert er andere – das Morden wird zum Geschäft.

Am Anfang der Spielzeit begann Pit Holzwarth Shakespeares großes Machtspiel, Lily Sykes, in London geboren und in Lübeck bereits dank »Der Widerspenstigen Zähmung« bestens bekannt, inszeniert mit der York-Tetralogie die Fortsetzung der Historiendramen. Weniger anzeigen

Besetzung

Inszenierung Lily Sykes
Bühne Jelena Nagorni
Musik Jan Schöwer / Wouter Rentema
Dramaturgie Anja Sackarendt
Licht Georg Marburg


Margarete Lilly Gropper
Johanna von Orleans / Richard III Rachel Behringer
Lady Beaufort / Elisabeth Grey Johanna Falckner
Eleanor Cobham / Herzogin von York Gabriele Völsch
Heinrich VI Jan Byl
Richard Herzog von York / Jack Cade / König Ludwig Andreas Hutzel
Herzog von Gloster / Ludwigs Schwester Sven Simon
Herzog von Somerset/Lord Rivers Henning Sembritzki
Herzog von Warwick Matthias Hermann
Edward IV Heiner Kock
Clarence Will Workman
Rutland / Prinz Edward / Lady Anne Johann David Talinski
Edward V & Prinz Richard von York Kinderstatisten