Sonderveranstaltung

Mein Land, wo die Kanonen blühn?

Ein Gespräch über die Rolle von Kunst in Friedensprozessen mit Günther Baechler

Kann Kunst Frieden fördern? Und wenn ja, wie? Oder ist jeder Kunstdiskurs angesichts der Schrecken von Krieg zynisch? Der Schweizer Diplomat, Politologe und Maler Günther Baechler war als Botschafter in Nepal, im Sudan, in Georgien und Kamerun tätig und ist Mitbegründer der Stiftung ARTas (»Art as Foundation of Peace«), die seit 2011 Kunstprojekte in Kriegs- und Krisengebieten initiiert und organisiert. Dabei arbeitet die Stiftung eng mit Künstler:innen und Partnerorganisationen vor Ort zusammen und unterstützt diplomatische Konfliktvermittlungs- und Mediationsverfahren zivilgesellschaftlicher, staatlicher oder internationaler Institutionen durch spezifische künstlerische Interventionen. Am ersten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine sprechen wir mit ihm über die Rolle von Kunst in Friedensprozessen und über konkrete Beispiele der Konflikttransformation durch kreative Prozesse. Außerdem spielen Bennet Ortmann und Elisabeth Fricker ein Duo für zwei Bratschen von George Benjamin, einem britischen Komponisten, der den Abgründen menschlicher Existenz in seinen Werken schonungslos ins Auge schaut.

Besetzung

Mit Günther Baechler, Cornelia von Schwerin
Viola Bennet Ortmann, Elisabeth Fricker