Riders on the storm
Foto: Heiko Schäfer

Schauspiel

Riders on the storm

Piktogramm

Jim Morrison und »The Doors«
von Pit Holzwarth

Uraufführung

Wiederaufnahme 09/04/20 | Kammerspiele
Der Wiederaufnahmetermin 09/04/20 entfällt wegen Corona.

Inhalt

»Break on through to the other side.«

Jim Morrison – Rock-Legende, Dichter der Nacht, Superstar und Seiltänzer über dem Abgrund: Sein Leben liest sich wie ein Roman. In »Riders on the storm« macht sich das Team um Schauspieldirektor Pit Holzwarth auf die Reise in die Welt des sagenumwobenen Frontmanns der »Doors«: Von der Entdeckung des Sängers und Poeten über seine Beeinflussung durch Schriftsteller wie Nietzsche, Rimbaud, Baudelaire und Artaud, seinem Ausbruch aus der bürgerlichen Gesellschaft, seinen selbstzerstörerischen Seiten, dem exzessiven Drogenkonsum und seiner ungezügelten Kraft, die ihn wie durch ein inneres Feuer verbrannte, bis hin zu seinem frühen rätselhaften Tod. Morrison, für den es nur ein »Alles oder Nichts« gab, stürzte sich ungebremst, mit voller Energie in seine Musik. Ohne Netz und doppelten Boden überließ er sich der nackten, gefährlichen Realität. Er tat nicht so, als ob – er sang, schrie, tanzte wie ein Derwisch und entflammte die Nacht. In seinen genialen Kompositionen vereinigte er Poesie, Blues und Drama zu einem drängenden, unwiderstehlich ekstatischen Klang. Die kongeniale Zusammenarbeit mit seiner Band, die für Morrisons Inspiration genauso wichtig war wie umgekehrt, schuf den unverwechselbaren »Doors«-Sound – rauh, dunkel, kraftvoll, ja geradezu dionysisch. Ganz in der Tradition von »Rio Reiser«, »Edith Piaf« oder »Johnny Cash« lässt das Schauspiel Lübeck mit Jim Morrison eine weitere moderne Heldenfigur – mit Songs und Live- Musik – auf den Brettern des Theaters wiederauferstehen. Eine Hommage an einen früh verglühten Stern am Rock- Himmel der 60-er Jahre.

Besetzung

Inszenierung Pit Holzwarth
Musikalische Leitung / Arrangements Willy Daum
Ausstattung Werner Brenner
Video Katharina Spuida-Jabbouti
Photographie Marcus Staab
Licht Georg Marburg
Dramaturgie Tobias Schuster






Dauer ca. 3 Stunden (eine Pause)

Termine | Karten


Do 09/04/20 | 20.00 Uhr Wiederaufnahme, Theatertag

Kammerspiele

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.


Fr 15/05/20 | 20.00 Uhr

Kammerspiele
Abo: Wiederaufnahme-Abo


Sa 30/05/20 | 20.00 Uhr

Kammerspiele


Fr 12/06/20 | 20.00 Uhr Zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Kammerspiele


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Pressestimmen

»Am Lübecker Theater gelten Schauspielchef Pit Holzwarth, Bühnenbildner Werner Brenner und Musik-Arrangeur Willy Daum als Garanten für den Erfolg. Jetzt hat sich das Dream-Team nach ›Edith Piaf‹ und ›Rio Reiser‹ an die nächste Musik-Legende gewagt. In ›Riders on the storm‹ bringen sie das Leben des Frontmanns der US-amerikanischen Band ›The Doors‹ auf die Bühne - ein gewagtes, aber geglücktes Experiment. [...]. Wie im Piaf- und Reiser-Stück sind Daum kraftvolle Arrangements gelungen. Er scheint ganz nah an den ›Doors‹ zu bleiben; aber genau das ist die Kunst Daums: Was in den 1960er, 1970er Jahren so irritierend und nie dagewesen geklungen hat, übersetzt er ins 21. Jahrhundert, macht Tempo, raut hier noch mehr auf, glättet dort. ›Light my Fire‹, ›Break on Through‹, ›Alabama Song‹, ›Riders on the storm‹ - die Titel prasseln ins Publikum, dazwischen zelebriert Hutzel-Morrison die Kunst des Selbstinterviews. [...]. Hutzels Spiel ist wie meistens: brillant. Mehr als drei Stunden (eine Pause) blättert er in der Kunst und am Innenleben des Jim Morrison, er interpretiert die Songs und Lyrics [...].«


Schleswig-Holstein am Sonntag

»Das Team hat sich längst bewährt. Wie das Reiser- und das Piaf-Stück stammt ›Riders on the storm‹ von Schauspielchef Pit Holzwarth, der es auch inszeniert und sich wie gehabt Werner Brenner (Bühne) und Willy Daum (Musikalische Leitung) an die Seite geholt hat. Perfekt wird dieses neue Lübecker Paket mit Andreas Hutzel, dem Mann für alle Fälle und Legenden, als Jim Morrison. Es ist ein im wahrsten Wortsinn schweißtreibender Job, den Hutzel [...] bewältigt. [...]. Zur Seite steht ihm allerdings mit Willy Daum (Orgel, Piano-Bass) im Part des Ray Manzarek, Urs Benterbusch (Gitarre) als Robby Krieger und Jonathan Göring (Schlagzeug) als John Densmore hervorragendes Personal. [...]. Daum sind ausdruckstarke Arrangements gelungen.«


shz

»Schier unglaublich: In Holzwarths Ein-Personen-Stück mit dem Titel ›Riders on the storm‹ steht Sängerdarsteller Andreas Hutzel drei Stunden lang allein auf der Bühne, nur von der Band begleitet. Er erhielt nach vielen Songs begeisterten Szenenapplaus, wurde am Schluss mit den Musikern und dem Team um Autor und Regisseur Holzwarth mit ›standing ovations‹ gefeiert. [...] Getragen wird der Abend von vier Dingen: von Andreas Hutzels hingebungsvoller Darstellung, von seinem raukehligen Gesang, von den noch immer mitreißenden Songs sowie einer ausgezeichneten Band. Sie besteht aus dem musikalischen Leiter Willy Daum (Keyboards), Urs Benterbusch (Gitarren), Jonathan Göring (Schlagzeug). Wie Andreas Hutzel das durchhält, gesanglich und darstellerisch, ist allemal sehens- und hörenswert.«


HL-live

»Als Jim Morrison ist Andreas Hutzel einmal mehr das Ereignis des Abends. Perfekt bringt er stimmlich wie darstellerisch die Imitation des Originals in Einklang mit der eigenen Interpretation; vom Premierenpublikum wurde er für seine überwältigende Ein-Mann-Performance begeistert gefeiert. Als Doors-Revival-Band konnten Willy Daum (musikalische Leitung, Orgel und Piano-Bass), Urs Benterbusch (Gitarre) und Jonathan Göring (Schlagzeug) nicht nur äußerlich überzeugen, sie brachten vor allem den unverkennbaren Doors-Sound tadellos rüber.«


Kieler Nachrichten

»Pit Holzwarth, Werner Brenner (Bühne), Willy Daum (Musikalische Leitung) ist ein bewährtes Team, das sich am Theater Lübeck an den Mythos Morrison gemacht hat. [...]. In Lübeck leiht ihm Andreas Hutzel, der Mann für Musik-Legenden, Körper und Stimme, und er tut dies brillant. Mehr als drei Stunden (eine Pause) spielt, singt schreit er die Morrison-Seele an die Rampe - ein gewaltiges Pensum, [...]. Ihm zur Seite stehen neben technischem Gerät wie Video und Mikrophon allerdings Willy Daum (Orgel, Piano-Bass) als Ray Manzarek, Urs Benterbusch (Gitarre) als Robby Krieger und Jonathan Göring (Schlagzeug) als John Densmore - ein musikalisches Aufgebot wie im wahren ›Doors‹ -Leben. [...]. Daum sind ausdrucksstarke Arrangements gelungen. Die Musik der ›Doors‹ kriecht den Zuschauern förmlich unter die Haut, weil sie nicht einfach nachgespielt, sondern ins 21. Jahrhundert übersetzt ist. [...]. Alle anderen feierten nach dem letzten Ton - ›The End‹, was sonst? - Darsteller, Musiker und Regie-Team mit Standing Ovations.«


Lübeckische Blätter