Rusalka
Foto: Olaf Malzahn

Musiktheater

Rusalka

Piktogramm

Lyrisches Märchen von Antonín Dvořák (1841–1904)
Libretto von Jaroslav Kvapil (1868–1950)

(Uraufführung 1901)

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 15/11/19 | Großes Haus

Inhalt

»In the beginning there was a river. The river became a road and the road branched out to the whole world. And because the road was once a river it was always hungry. In that land of beginnings spirits mingled with the unborn. We could assume numerous forms. Many of us were birds. We knew no boundaries. ... [...] Being born was a shock from which I never recovered.«

Ben Okri. The Famished Road. London 1991.

Rusalka wird zunächst als ein Wassergeist eingeführt, wie es ihn u. a. in der slawischen Mythologie gibt. Sie möchte ein Mensch sein, weil sie den »Prinzen« an den Ufern des Wassers gesehen hat – und um ihre Liebe zu leben, müsste sie ein »Mensch« sein. Im »Lied an den Mond« klingt die Verlorenheit eines Menschen an, der sich nicht »Mensch« nennen darf. Warum sie ausgerechnet das wünsche, fragt Jezibaba, die als »Hexe« figuriert und weiß, wie eine solche Verwandlung zu bewerkstelligen ist. – Ist »Mensch« nur ein Pseudonym? Rusalka darf als Mensch nicht sprechen, sie ist zur Stummheit verurteilt. Und obwohl der Prinz Gefallen an ihr gefunden hatte, wird ihm die stumme Rusalka fremder von Stunde zu Stunde. Die »fremde Fürstin« tritt auf den Plan und gewinnt ihn für sich. – Dann erhält Rusalka wieder »ihre Stimme«. Müsste eine Liebe, sofern sie zwischen dem Prinzen und Rusalka Wirklichkeit würde, tödlich sein? Oder lassen sich »Regeln« in einer Sprache der Liebe neu buchstabieren und leben? Mehr lesen

Was weiß denn ich vom Menschenleben? … Konnte mich nie darein verweben. … Wo andre nehmen, andre geben, / Blieb ich beiseit, im Innern stummgeboren. … Mein Leben zu erleben wie ein Buch, / Das man zur Hälfte noch nicht und halb nicht mehr begreift … So klingt es bei Hugo von Hofmannsthal 1893, wenn ein Leben in jungen Jahren schon gelebt scheint: »Im Innern stummgeboren«, weil das Leben schon von so vielen Menschen gelebt worden ist, alle Bücher darüber geschrieben sind und das »eigene« Leben als ein Zombie zwischen den vergilbten Seiten vergangener Jahrhunderte umhergeistert.

Dem Prinzen in Antonín Dvořáks »Rusalka« (1901) ist vielleicht ein Augenblick vergönnt, in dem eine Sprache ein Weg sein kann, weil sie, wie in einem ungeschriebenen und unausgesprochenen »Märchen«, die Stummheit nicht ausschließt. Weniger anzeigen

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Inszenierung / Ausstattung Otto Katzameier
Choreografische Mitarbeit Carola Tautz
Licht Falk Hampel
Dramaturgie Carsten Jenß


Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl


Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck



Dauer ca. 3 Stunden (eine Pause)

Termine | Karten


Einführung um 19.00 Uhr im Mittelrangfoyer

Do 09/04/20 | 19.30 Uhr

Großes Haus
Abo: Mix.6

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl

Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


So 26/04/20 | 18.00 Uhr

Großes Haus
Abo: MT.12, Mix.12

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.

Musikalische Leitung Andreas Wolf
Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl

Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


Fr 01/05/20 | 19.30 Uhr

Großes Haus

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl

Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


So 24/05/20 | 16.00 Uhr

Großes Haus
Abo: MT.6, Theaterfahrt am Nachmittag

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl

Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


Do 11/06/20 | 19.30 Uhr

Großes Haus

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl

Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


Fr 19/06/20 | 19.30 Uhr Zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Großes Haus
Abo: MT.4

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Die fremde Fürstin Marlene Lichtenberg
Ježibaba Romina Boscolo
Der Prinz Tobias Hächler
Der Wassermann Rúni Brattaberg
Der Heger Steffen Kubach
Der Küchenjunge Milena Juhl

Chor des Theater Lübeck
Statisterie

Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck


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Pressestimmen

»Es war ein großer Opernabend: Antonin Dvoráks ›Rusalka‹ wurde zu einem großen Triumph am Theater Lübeck. [...] Der Bühnenraum ist nahezu leer, mit geringsten Mitteln werden Spielräume geschaffen, die mit einer ausgeklügelten Beleuchtung (Falk Hampel) Atmosphäre vermitteln. [...] Dieses Regiekonzept entwickelt geradezu einen Sog, es entführt den Zuschauer in diese Märchenwelt und nimmt ihn gefangen. [...] Es ist ein Erlebnis, wie sich die Personen auf der Bühne in ihren geschmackvoll gestalteten Kostümen umeinander bewegen, aber niemals wirklich zueinander finden. [...] Das Geschehen ist ergreifend und manchmal sogar überwältigend bebildert, ein großer Wurf des Regisseurs. Musikalisch ist diese Produktion von hoher Qualität. [...] Vor allem [...] gelingt es Vladar, musikalische Strukturen offenzulegen, die direkten Bezüge zu Wagner und Verdi etwa, ohne Dvoráks Oper nicht denkbar wäre. Das in großer Form aufspielende Orchester setzt diese Vorgaben seines Dirigenten wunderbar um - auch das ein Erlebnis. Sängerisch ist diese Inszenierung über alle Zweifel erhaben. Maria Fernanda Castillo in der Titelrolle ist eine fabelhafte Rusalka, sie singt und spielt auf höchstem Niveau. [...]. Tobias Hächler als Prinz überzeugt mit seinem elegant geführten Tenor. Marlene Lichtenberg als fremde Fürstin zeigt alle Schattierungen dieser verlogenen Figur, Romina Boscolo als Hexe Jezibaba ist unheimlich und mitfühlend zugleich. Rúni Brattaberg als Wassermann verleiht seiner Figur die Tiefe, die sie braucht, mit wohlfundiertem Bass. Steffen Kubach als Heger besticht durch einen fabelhaften Umgang mit der tschechischen Sprache. Herausragend auch der Auftritt der drei Elfen Claire Austin, Angela Shin und Milena Juhl, ihre Stimmen mischen sich fantastisch. Auch der von Jan-Michael Krüger einstudierte Chor [...] hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Am Ende war der Jubel groß über diese ungewohnte Sicht auf ›Rusalka‹. Das Publikum applaudierte begeistert, es gab unzählige Bravos und Ovationen im Stehen für alle Beteiligten.«


Lübecker Nachrichten

»[...] Hinreißendes Terzettieren: Claire Austin, Angela Shin, Milena Juhl [...]. Die choreographische Personenregie entwickelt interaktive Spannung. Wie da um körperliche und seelische Annäherung und Abstoßung gerungen wird, sich Doppelgängerinnen Rusalkas zum sprachlos stummen Munch'schen Schrei formieren, wenn das Herz den untreuen Geliebten für tot erklärt, verfehlt seine Wirkung nicht. Die Zustimmung im Premierenpublikum ist groß [...]. Der Kontakt zwischen Bühne und Graben funktioniert [...] immer gut und die Lübecker Philharmoniker klingen profiliert und farbstark.«


Die Deutsche Bühne

»›Großer Wurf!‹ Das vielerorts geäußerte Lob galt dem von Generalmusikdirektor Stefan Vladar geleiteten Orchester, dem Chor, der Regie, der ebenfalls von Katzameier verantworteten Ausstattung beinahe ebenso sehr wie den singenden Solisten. Denn die warteten allesamt mit hervorragenden Leistungen auf. [...] Gemeint ist Maria Fernanda Castillo, die als Rusalka das Publikum mit nimmermüder Brillanz förmlich in den Sitzen festnagelt und die die Rolle der unglücklichen Wassernixe obendrein überzeugend darzustellen weiß. [...] Die Wasserwelt findet per Projektion auf weiße Wände statt, Emotionen in der Menschenwelt verstärken Lichtspiele von sonnengelb bis leichtviolett, die Hebebühne kommt dezent ins Spiel. Das reicht. Denn Katzameier geht es um die facettenreiche Musik, die ist auf seiner Bühne der Star. [...] Zu besichtigen und vor allem zu hören ist in Lübeck auch der harmonische Dreiklang von Regie, musikalischer Leitung und musizierendem Personal.«


shz

»Nach zwei herausragenden Dirigaten in der Lübecker MuK [...] stand der neue GMD, Stefan Vladar, nun zum ersten Mal am Lübecker Opernpult. Wie zu erwarten und zu erhoffen, meisterte er auch diese Aufgabe mit Energie und Feinsinn, das heißt: er brachte das Philharmonische Orchester zum märchenhaften Strahlen, entließ die Fortissimi mit Wucht in den Theatersaal und zauberte mit den feinen Nuancen. Die rhythmische Dynamik der ebenso kraftvollen wie seelenvollen Musik Dvořáks war von Beginn her mitreißend und körperlich fühlbar. Vor allem aber drang jede Silbe der Solisten durch und sollte sich eine Tschechin oder ein Tscheche im Publikum befunden haben, hätte er oder sie jedes Wort verstanden. Alle gesanglich Mitwirkenden haben sich offenbar mit Hingabe der Einstudierung einer Sprache gewidmet [...]. Maria Fernanda Castillos Rusalka ist ungemein stark und selbstgewusst, was [...] großartig war. [...] Als fremde Fürstin bewältigte Marlene Lichtenberg (Mezzosopran) überzeugend die Aufgabe, eine kalte und unsympathische Frau darzustellen. [...] Rúni Brattaberg gab einen wunderbaren Wassermann mit sehr präsenter Bass-Stimmfülle und natürlicher väterlicher Autorität, Steffen Kubach (Bariton) als Heger brachte immer wieder eine schöne ironische Brechung in das Drama. [...] Wenngleich schließlich die weiße Härte eines einsamen und, was ihre Erlösung angeht, ausgesprochen fraglichen Endes für Rusalka ein schales Gefühl des Mitleids hinterließ, applaudierten die Lübecker begeistert, wohl auch nach der dramatischen Anspannung gelöst.«


Der Opernfreund

»Dem Publikum gefiel das ›neue Stück‹ ausnehmend gut. [...] Katzameiers Ideen überzeugen. [...] Vor allem stimmt die Musik. GMD Stefan Vladar dirigiert einen glutvollen, aber auch mit vielen einzelnen Orchesterfarben ausgestatteten Dvorák. Und die Sänger überzeugen ohne Ausnahme. Maria Fernanda Castillo ist eine herausragende Rusalka. Ihr Sopran hat bis zum Schluss Substanz und Brillanz. Marlene Lichtenberg ist eine Fürstin von eisiger Kälte, stimmlich ebenso präsent wie Romina Boscolo als Jezibaba. [...] Tobias Hächler gibt den Prinzen mit schön fließendem Tenor. Runi Brattaberg ist ein Wassermann von Format, sicher in der Tiefe. [...] Der Chor agiert meist unsichtbar im Hintergrund, ist von Jan-Michael Krüger gut vorbereitet. Gesungen wird in tschechischer Sprache. Die deutschen Übertitel reichen zum Verstehen. Bei der Premiere gab es großen Schlussapplaus, natürlich auch für die glänzend aufspielenden Philharmoniker.«


HL-live

»Es lag wohl am Dirigenten Stefan Vladar, dem neuen Lübecker GMD, dass nicht nur die lyrischen, sondern auch die dramatischen Sequenzen sich mit grandioser Intensität entfalteten. Selten hörte man dieses viel gespielte Werk [...] mit derartigen Klangfluten aller Schattierungen bis in wagnerianische Dimensionen hinein, gespielt und es ist zu vermuten, dass Dvorak auch von diesem Komponisten geprägt war, aber einen unvergleichlichen, eigenen Stil entwickelte. Eine fulminante Leistung vom Dirigenten und dem Orchester! [...] Die Sopranistin Maria Fernanda Castillo, die auch schon als Desdemona und Violetta [...] an diesem Haus brillierte gab eine eher dramatisch mitreißende Rusalka mit lyrischen Momenten. Grandios! Der Tenor Tobias Hächler, der auch schon als Max brillierte, gab einen großartigen, mit leicht anspringender Höhe, bestechenden Prinzen. [...] Romina Boscolo und Marlene Lichtenberg überzeugten auf Grund ihrer sinnlichen Mezzotiefe und ihrer dramatischen Intensität als Jezibbaba und Fremde Fürstin. [...] Ein grandioser Abend, der von der ersten bis zur letzten Note begeisterte. Großer Beifall am Schluss für alle Protagonisten.«


Ihr Opernratgeber

»Otto Katzameier hatte das Werk durch seine stringente Regie faszinierend, obendrein bedeutsam interpretiert. Zugleich wurde die Aufführung für Stefan Vladar, dem neuen Lübecker GMD, eine glanzvolle Bühnenpremiere. [...] Das sind Symbolorte, die dennoch durch die eindrucksvolle Lichtregie (Falk Hampel) und die gewaltige Wellenprojektion zwischen dem zweiten und dritten Akt den Zuschauer unmittelbar mitreißen, zu deuten als Metaphern der Menschwerdung - auch das ein Naturphänomen. [...] Romina Boscolo als Ježibaba und Marlene Lichtenberg als Fremde Fürstin sind sich in Größe und Figur bereits zum Verwechseln ähnlich und ergänzen sich in Spielintensität und im Stimmcharakter ideal, die Fürstin mit ihrem klangvollen, variantenreichen Mezzo, die Ježibaba mit ihrem farbigen Alt bei einem erstaunlichen Ambitus. [...] In gleicher Qualität wurden für die anderen Rollen passende Sänger gefunden. Lübeck besitzt seit kurzem mit María Fernanda Castillo einen jungen Sopran, dessen Stimmkraft überlegen alles meistert. [...] Ihr Prinz war Tobias Hächler, ein Tenor mit heller, klarer Stimme. [...] Rúni Brattaberg war allen Tiefen und Untiefen als Wassermann gewachsen. Seine Stimme ist grandios, vielfach getönt. [...] Steffen Kubach als der geile Schwerenöter erfreute wieder einmal mit seiner Spiellust und fand in Milena Juhl eine ebenso lebendige Partnerin. Sie bildete zudem mit Claire Austin und Angela Shin ein wunderbares Terzett, das als seine Töchter sogar den alten Vater Rhein erfreut hätte.«


nmz

»Regisseur Otto Katzameier lässt sich das Heft nicht aus der Hand nehmen und legte eine Inszenierung vor, die ihresgleichen suchen muss, sie bringt das Theater Lübeck erneut an die Spitze der Opern-Inszenierungen. [...] Der Regisseur bedient sich der fabelhaften Lichteffekte durch Falk Hampel. [...] So eins war das Philharmonische Orchester und der Dirigent lange nicht. [...] Lübeck verfügt über Sänger, um die sie von größeren Bühnen oft beneidet werden. Dass die Fortsetzung in Sicht ist, garantiert die herausragende Maria Fernanda Castillo als Rusalka. [...] Auf eine so ausgereifte Leistung bei so jungen Interpreten zu stoßen, ist selten und ein Glück für das Haus in der Beckergrube. [...] Die verführerische Fürstin (Marlene Lichtenberg), die den Prinzen der Rusalka verführt, erweist sich in Stimme und Gestik phänomenal.«


unser Lübeck

»Eine große Rolle spielt das kreativ eingesetzte Licht (Falk Hampel). Und natürlich: Pointiert wird das Geschehen durch erotische Allusionen. [...] Man merkt der überaus gelungenen Regiehandschrift an, dass Katzameier auch als renommierter Bassbariton wirkt. [...] Musikalisch hatte der Abend ebenfalls viel zu bieten. Generalmusikdirektor Stefan Vladar lädt den unaufhörlichen Musikfluss intensiv auf, weiß traditionelle Elemente und Folklore mit Anflügen von Wagners Zukunftsmusik klug zu verbinden. Das Netz der Leitmotive glüht bei den Philharmonikern beständig, ebenso Farbpracht und hintergründige Atmosphäre. Maria Fernanda Castillo meistert die Rusalka-Rolle mit phänomenalem Sopran, als Prinz überzeugt Tobias Hächler mit feinem Tenor. Marlene Lichtenberg (fremde Fürstin) und Romina Boscolo (hexe Jezibaba) kosten die Grenzwertigkeiten ihrer Partien überzeugend aus. Rúni Brattabergs runder Bass passt exzellent zur Figur des Wassermanns. Als Heger kommt Steffen Kubach locker ins Spiel, Milena Juhl ist Küchenjunge im Gespann. Sie gehört mit Claire Austin und Angela Shin zum großartigen Elfentrio. Den Chor hatte wiederum Jan-Michael Krüger sorgsam einstudiert. Die Aufführung wurde zurecht mit Ovationen aufgenommen, unzählige Bravi gab es und Beifall im Stehen.«


Lübeckische Blätter