Musiktheater

Salome

Oper von Richard Strauss

Herodes hat Herodias, seine Nichte und Schwägerin, in zweiter Ehe geheiratet. Jochanaan stößt Verwünschungen gegen Herodias aus, die er für eine Sünderin hält, und kündigt das Kommen des Menschensohnes an. Obwohl er Jochanaan im Gefängnis festhält, will Herodes nicht das Risiko eingehen, die Verantwortung für den Tod eines Propheten zu tragen. Herodias bittet ihren Mann darum, Jochanaan zum Schweigen zu bringen und außerdem ihre Tochter Salome nicht anzusehen. In der Tat findet Salome die lüsternen Blicke störend, die ihr Stiefvater ihr zuwirft. Auch den verliebten Narraboth lässt sie kalt abblitzen. Stattdessen erklärt sie Jochanaan ihr Begehren, als sie ihm zum ersten Mal begegnet. Jochanaan will sie weder ansehen noch ihr zuhören. Trotzdem verwirklicht Salome ihren Wunsch, Jochanaans Mund zu küssen.

Als Grundlage für seine Oper wählte Richard Strauss das Skandalstück »Salomé«, das Oscar Wilde auf Französisch für die Schauspielerin Sarah Bernhardt geschrieben hatte. »Salome« wurde 1905 in Dresden uraufgeführt und brachte dem Komponisten seinen ersten internationalen Erfolg ein. Mit ihrer außergewöhnlich reichen Orchestrierung entwickelt sich die Partitur von einer Steigerung zur anderen und erreicht mehrere Kulminationspunkte, wie im berühmten Tanz der sieben Schleier. Text und Musik vereinigen sich in dieser ersten deutschen Literaturoper, um die überwältigende Kraft des Eros darzustellen.  

 Salome
Foto: Christian Tabakoff
Premiere 18/11/22 · Großes Haus

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Inszenierung Christiane Lutz
Bühne & Kostüme Christian Tabakoff