Musiktheater

Simon Bocca­negra

Oper von Giuseppe Verdi

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein Familiendrama vor dem Hintergrund politischer Spannungen: Simon Boccanegra – ein Korsar von niederer Geburt, der zum Dogen von Genua aufgestiegen ist, – erfährt Glück im Dienst und Krieg aber kein Familienglück. Von seiner Geliebten wurde er von ihrem Vater Fiesco getrennt, der sich einen ebenbürtigen Schwiegersohn wünschte. Die Geliebte starb in Trauer kurz darauf, während ihre gemeinsame Tochter Maria als kleines Kind entführt wurde. Viele Jahre später, im Zenit seiner Staatskarriere gelingt Boccanegra, eine Versöhnung der gegeneinander kämpfenden Völker herbeizuführen und vor allem seine verschwundene Tochter wiederzufinden. Das Glück ist aber von kurzer Dauer: Von einem gemeinen Gegner vergiftet, stirbt er nun im Kreis seiner Familie – ein weiser Herrscher, ein barmherziger Mensch und ein liebender Vater.

Giuseppe Verdi, selbst Vater, den der frühe Tod seiner beiden Kinder schwer bedrückt hatte, suchte sich das Drama von Antonio García Gutiérrez »Simón Bocanegra« als Vorlage für sein Auftragswerk aus, das 1857 in Venedig seine Uraufführung feierte, leider nur mit mäßigem Erfolg. Zu dieser Oper kehrt der reife Verdi 1881 zurück, um sie deutlich überarbeitet erneut auf die Bühne zu bringen. Diese zweite Fassung hat ihre Anerkennung sofort gefunden: eine Hymne an das Meer, an die italienische Einheit und an die Größe des liebenden Herzens.

Premiere 12/05/23 · Großes Haus

Besetzung

Musikalische Leitung Takahiro Nagasaki
Inszenierung Pamela Recinella
Bühne & Kostüme Jason Southgate
Dramaturgie Judith Lebiez