Schauspiel

Stutenbiss

Performance über Konkurrenzdenken unter Frauen von Anna-Lena Hitzfeld

Die eifersüchtige Freundin, die missgünstige Nebenbuhlerin, die hysterische Kollegin. Schwester oder Feindin. Heilige oder Hure. Wir können uns noch so achtsam, aufgeklärt und emanzipiert geben: Wenn wir unsicher werden, bedienen wir uns schnell an sexistischen Narrativen, die seit Generationen weitergegeben wurden. Und Zack, da ist sie: die altbekannte »Stutenbissigkeit«!

Gemeinsam mit ihrem Team hat sich Schauspielerin Anna-Lena Hitzfeld auf Spurensuche begeben. Ausgehend von Schillers berühmten Frauenfiguren Maria Stuart und Elisabeth, wohl einem der ältesten und bekanntesten »Bitchfights« der Theaterliteratur, fragen sie sich und das Publikum: Wie sprechen wir diese Texte heute? Was erzählen sie uns? Und welche Rolle spielt der männliche Blick auf Frauenkonstellationen?

Aber auch Fragen aus dem Hier und Jetzt prägen den »Stutenbiss«: Wann beißen wir zu? Bei wem? Und warum scheint Rivalität leichter als Schwesternschaft? Diesen Fragen stellt sich Anna-Lena Hitzfeld nicht allein auf der Bühne. Jeden Abend wird sie unterstützt von einer anderen Gästin - von Freund:innen, Kolleg:innen und Unbekannten.

Entstanden ist eine performative Collage, zu der alle eingeladen sind - nicht nur die Stuten. Wirklich nicht. Es geht die ganze Herde an.

 Stutenbiss
Foto: Jan Merkle
Wiederaufnahme 07/11/24 · Studio

Dauer: ca. 1 Stunde (keine Pause)

Besetzung

Inszenatorische Unterstützung Daniela Urban
Bühne & Kostüme Antonia Griesbeck