»Unter die Haut«
Foto: Olaf Malzahn

Musiktheater | Konzert

»Unter die Haut«

Piktogramm

Ein Galaabend des Musiktheaters

Extrakonzert

Inhalt

Wir laden Sie herzlich ein zu einem unterhaltsamen Galaabend, der Sie und uns näher zusammenrücken lässt - wenn schon nicht räumlich so doch zumindest emotional. Was hatten wir nicht alles vorbereitet für einen fulminanten Saisonstart! Von einem Rausch in den anderen wollten wir Sie versetzen! Doch Corona zwingt uns allen gänzlich neue Wege auf. Sie sollen spüren, wir sind da, wir brennen, singen und spielen! Keine Sorge, wir verkennen den Ernst der Lage nicht. Wir setzen uns artig mit Ihnen auf Abstand. Aber feiern wollen wir trotzdem mit viel Musik, mit Geliebtem und Überraschendem, mit alten und mit neuen Freunden. Mit Werken von Giacomo Puccini, Richard Strauss, Peter Tschaikowsky, Georges Bizet, Giuseppe Verdi und Benjamin Britten starten wir in eine ganz spezielle Saison, wie wir sie so nie erlebt haben.

Besetzung

Musikalische Leitung Stefan Vladar
Buch und szenische Einrichtung Bernd Reiner Krieger
Moderation Bernd Reiner Krieger, Steffen Kubach, Sara Wortmann
Licht Falk Hampel




Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck



Dauer ca. 1 Stunden, 30 Minuten (keine Pause)

Termine | Karten


Sa 12/12/20 | 19.30 Uhr

Großes Haus

Muss leider entfallen.


Sa 09/01/21 | 19.30 Uhr

Großes Haus
Abo: Theaterfahrt am Samstag


So 14/02/21

Großes Haus
Abo: MT.6


Pressestimmen

»Mit dem Titel ›Unter die Haut‹ ging im Lübecker Theater am Sonnabend ein überzeugendes Opern-Galakonzert über die Bühne. [...] [Hier] wurde deutlich wie nie, wie sehr die Oper es möglich macht, dem Alltag zu entrücken. Unter der souveränen und einfühlsamen musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor und Operndirektor Stefan Vladar begleitete das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck die Mitglieder des Opernensembles präzise und klangschön. […] Ohne Übergang folgte ›Send in the clowns‹ aus Steven Sondheims Musical ›A Little Night Music, das Sara Wortmann aus dem Schauspielensemble als Conférencière mit Swing und großer Präsenz vortrug. […] Zum Kabinettstück geriet der Monolog des Ochs ›Da lieg’ ich‹ aus dem ›Rosenkavalier‹ von Richard Strauss, den der färöische Bass Rúni Brattaberg mit profunder Tiefe und launiger Spielfreude vortrug, was neugierig machte auf weitere Aufgaben. […] Besonders anrührend gelang Evmorfia Metaxaki das › O mio babbino caro‹ aus Puccinis ›Gianni Schicchi‹, wofür das Publikum mit begeistertem Applaus dankte. Auch der bewährte Gerard Quinn stellte wieder einmal unter Beweis, dass Stimmkraft mit Stimmschönheit sich nicht ausschließen. […] Mit der beglückenden Zugabe, dem Quintett ›Selig, wie die Sonne meines Glückes‹ aus Wagners ›Meistersingern‹ wurden die Zuhörer mehr als zufrieden entlassen.« 


Lübecker Nachrichten

»Zur musikalischen Küche: Es gab zahlreiche Sternenköche und die servierten ein erstklassiges Menü. […] Eine ausgesprochen reizvoll zusammengestellte Mischung aus bekannten und weniger gehörten Musikstücken sowie die launige Moderation […] füllten jede mögliche Leerstelle mit dichter, qualitätvoller Unterhaltung. […] Wer Stefan Vladar als GMD hat, kann schon kaum mehr etwas falsch machen. Die unter seiner Leitung seit einem Jahr über sich hinausgewachsenen Musikerinnen und Musiker des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt ließen Brittens ›Four Sea Interludes‹, die den Abend leitmotivisch durchzogen, wie impressionistische Gemälde erstrahlen […] Puccini gab es mit Evmorfia Metaxaki als Lauretta aus ›Gianni Schicchi‹, deren berühmte Arie sie mit Hingabe sang. Leidenschaftlich war auch Yoonki Baeks Cavaradossi aus ›Tosca‹ […] Ihren großen Auftritt hatte María Fernanda Castillo dann als Leonora aus Verdis ›La forza del destino‹; die Arie durchdrang und füllte ungemein stark jeden Kubikzentimeter des Saales. […] Dann zeigten die Lübecker, dass auch mit starker zahlenmäßiger Einschränkung ein brandender Applaus möglich ist.« 


Der Opernfreund

»Nun dirigiert Lübecks neuer Generalmusikdirektor und Opernchef ein munteres Philharmonisches Orchester und elf Solisten durch einen Abend, der seiner Bezeichnung ›Gala‹ alle Ehre macht. […] Allesamt sind die Sängerinnen und Sänger gut aufgelegt. Deutlich wie selten kommt man in den Genuss, jeden einzelnen zu fokussieren, lernt den neuen Bass Rúni Brattaberg kennen, der als Baron Ochs ›Da lieg‘ ich‹ süffisant Wiener Schmäh transportiert, trifft mit Gerard Quinn als Tschaikowskys Jeletzki einen Granden des Hauses wieder, beobachtet, wie Yoonki Baek aus seiner ›Tosca‹-Arie ›E lucevan le stelle‹ allmählich wieder auftaucht in die Bühnenwirklichkeit, sieht und hört, dass Vladar eine weitere Ankündigung, nämlich den sechs Mitgliedern des Opernelitestudios deutlich die Bühne zu bereiten, einlöst. Beim Galaabend halten fünf von ihnen mit. Doch gibt es bei diesem Fest der Stimmen mit den Sopranen María Fernanda Castillo und Evmorfia Metaxaki zwei, die besondere Strahlkraft und Ausdrucksstärke haben. […] Zu Ende ist der Galaabend hier noch nicht, denn das begeisterte Publikum applaudiert eine Zugabe herbei […].«


shz

»Doch gleich geht es in die große Opern-Theatralik, wenn Johan Hyunbong Choi mit markigem Bariton in der Arie des Escamillo aus Bizets ›Carmen‹ imponiert und Gerard Quinn mit der Arie des Jeletzki aus Tschaikowskys ›Pique Dame‹ seine große Ausdrucksstärke zeigt. Weiter geht‘s, wenn zwei neuen Ensemble-Mitglieder ihre Klasse demonstrieren: In Rúni Brattaberg hat Lübeck wieder einen grundtiefen Bass, den er mit dem Monolog des Baron Ochs aus Richard Strauss‘ ›Der Rosenkavalier‹ ausstellt. Und der Tenor Yoonki Baek […] schwingt sich in strahlende Belcanto-Höhen: erst als Rodolfo im Duett mit Maria Castillo Fernandez (Mimi) in ›La Bohème‹, dann mit der Arie ›E lucevan le stelle‹ des Cavaradossi in ›Tosca‹. Das geht wirklich unter die Haut – ebenso Evmorfia Metaxakis fein auf Linie gesungene Lauretta-Arie aus Pucchinis ›Gianni Schicchi‹. Mit ›Pace, pace‹ der Leonora aus Verdis ›La Forza del destino‹ bringt Maria Castillo Fernandez einen weiteren Trumpf […] Die Schlussfuge aus Verdis ›Falstaff« vereint noch einmal alle, darunter die vielversprechenden Stimmen Natalyia Bogdanova, Milena Juhl, Virginia Felicitas Ferentschik und Daniel Schliwa aus dem internationalen Opernelitestudio, die sich keineswegs zu verstecken brauchen. Einen besonderen Anteil am lange applaudierten Premierenerfolg haben Stefan Vladar und die Lübecker Philharmoniker.«


Lübeckische Blätter