Schauspiel

Vögel

Piktogramm

von Wajdi Mouawad

In deutscher, hebräischer, arabischer und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere 01/05/20 | Kammerspiele
Der Premierentermin 01/05/20 entfällt wegen Corona.

Inhalt

»Nicht die Wahrheit blendet Ödipus, sondern die Geschwindigkeit, mit der er sie erfährt.«

Was prägt die eigene Identität? Ist es möglich Zugehörigkeitsgrenzen zu überschreiten? Kann Liebe eine Brücke sein? Was ist für das eigene Ich, das eigene Wesen, wichtiger: die Gene oder die Umgebung? Was macht gesellschaftliche Gewalt mit der individuellen Psyche? Mehr lesen

In seiner großen Welt- und Theatererzählung »Vögel« stellt der libanesisch-kanadische Autor Wajdi Mouawad existenzielle Fragen anhand einer komplexen Familiengeschichte. Wahida, arabischstämmige Amerikanerin, und der in Berlin geborene Eitan mit jüdischen Wurzeln begegnen sich in einer New Yorker Bibliothek und verlieben sich ineinander. Zufall oder Schicksal? Als Eitan Wahida seinen Eltern und seinem Großvater vorstellen will, geraten die familiären Strukturen und Gewissheiten ins Wanken. Vater David, gebürtiger Israeli und überzeugter Zionist, empfindet die Beziehung seines Sohnes zu einer »Araberin« als Verrat, ja, als Auslöschung des Judentums. Eitan habe, so David, eine genealogische Schuld seinem Großvater gegenüber, der dem Holocaust nur knapp entkommen ist. Mutter Norah bittet Eitan darum, mit seiner grenzüberschreitenden Liebe nicht die Familie zu sprengen. Einzig der Großvater Etgar stellt sich auf Eitans Seite. Enttäuscht von der Reaktion seiner Eltern begibt sich Eitan auf die Suche nach seiner Identität und stößt auf verborgene Familiengeheimnisse, die ihn nach Jerusalem führen. Dort gerät er zusammen mit Wahida in einen Strudel politischer und persönlicher Ereignisse, die sein Leben in Gefahr bringen und das Bild, das er sich von sich selbst und seiner Familie gemacht hatte, erschüttern.

Mit raffinierten Rückblenden und Zeitsprüngen nimmt Mouawad auch Bezug auf historische und aktuelle Ereignisse des Nahost-Konflikts und verfolgt die Blutspur, die sich durch die Geschichte zieht. Klug konstruiert, metaphernreich erzählt und mit feinsinnigen Anspielungen auf Shakespeares »Romeo und Julia« hat er ein vielschichtiges Familienepos geschrieben, ein vertracktes Theaterstück, in dem es nicht die eine Wahrheit gibt. Weniger anzeigen

Besetzung

Inszenierung Pit Holzwarth
Ausstattung Werner Brenner
Dramaturgie Katrin Aissen
Licht Georg Marburg


Wahida Lamis Ammar
Eitan Zimmermann Johannes Merz
David, sein Vater / u.a. Michael Fuchs
Norah, seine Mutter / u.a. Astrid Färber
Etgar, sein Großvater / u.a. Robert Brandt
Leah Kimhi, seine Großmutter / u.a. Vasiliki Roussi
Al-Hasan Al Wazzan / Rabbiner / Kellner / u.a. Ali Ahmad
Eden, eine Soldatin / Nachrichtensprecherin / Ärztin / u.a. Sara Wortmann


Kellnerin / Krankenschwester Statisterie


Termine | Karten


Mo 27/04/20 | 18.30 Uhr Kostprobe, Eintritt frei

Kammerspiele

Achtung Vorstellungsänderung!

Absage wegen Corona.


Fr 01/05/20 | 20.00 Uhr Premiere

Kammerspiele
Abo: S.1

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Mi 06/05/20 | 20.00 Uhr Theatertag

Kammerspiele

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Vorverlegter Termin vom 09/05/20.


Sa 09/05/20 | 20.00 Uhr

Kammerspiele

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Die Vorstellung wurde auf den 06/05/20 vorverlegt.


Do 28/05/20 | 20.00 Uhr

Kammerspiele


So 21/06/20 | 16.00 Uhr Zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Kammerspiele
Abo: S.7


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