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»Ein gelungenes Finale der Opern-Saison am Theater Lübeck: Die deutsche szenische Erstaufführung der Einakter ›The Brothers/Venus in Africa‹ des Amerikaners George Antheil war ein vielversprechender Auftakt zur Reihe von Kammeropern, die Theater und Musikhochschule gemeinsam auf die Bühne bringen. [...] Herausragend in der Rolle des Abe ist Jonghoon You, stimmlich präsent und darstellerisch überzeugend. Auch Changhui Tan weiß als Bruder Ken zu gefallen, er verkörpert die mühsam zurückgehaltene Wut des ewig Benachteiligten. Lele Sun spielt die blinde Mary zurückhaltend, sie intoniert präzise, [...]. Solide in den Nebenrollen Du Wang und Kong Seok Choi. [...] Birgit Lätitia Böckeler ist eine sehr blonde Yvonne mit gutem gesanglichen Fundament. [...], während Kong Seok Choi als Kellner gut aufspielte und überzeugend sang. Höhepunkt dieser Oper aber waren die Auftritte von Franziska Blaß als Venus: Ihre Stimme ist nicht nur sicher geführt und geprägt durch großartiges Volumen, sie ist vor allem wunderbar timbriert. Das Kammerorchester aus Musikern der Lübecker Philharmoniker spielte unter Leitung von Thomas Dorsch präzise und mit viel Emotion. [...]. Das Publikum war von diesem Abend der Raritäten sehr angetan.«

(Lübecker Nachrichten)

 

 

 

»Es gab freundlichen Applaus für die jungen Sänger-Darsteller und das Produktionsteam. [...]. Jazziges und Schmalziges, swingende Rhythmen und Walzertakte, Film- und Unterhaltungsmusik werden verrührt. Fast ständig wechseln die Rhythmen. Das kleine Orchester [...] setzt das bravourös um, wird von Kapellmeister Thomas Dorsch sehr gut zusammen gehalten. The Brothers: [...]. Gute sängerische Leistungen sind bei Lele Sun (Mary), Jonghoon You (Abe) und Changhui Tan (Ken) zu erleben. In weiteren Rollen: Du Wang und Kong Seok Choi als seelisch verkrüppelte Kriegsheimkehrer. [...]. Für "Venus in Africa" stellte Ausstatter Peter Sommerer einen totalen Kontrast auf die Bühne: Große, helle, sonnendurchflutete Weiten einer Urlaubslandschaft an der tunesischen Mittelmeerküste. In beiden Opern gelingt es Regisseurin Susanne Frey, die Personen nicht nur gut zu führen, sondern auch psychologisch zu erklären. Birgit Lätitia Böckeler spielt und singt die leicht überdrehte Yvonne, Christian Henneberg den Lover Charles. Franziska Blaß ist in Weiß und Violett eine leibhafte Verkörperung der Venus. Daniel Schliewa hat schöne Spielmomente als aufdringlicher fliegender Händler. Kong Seok Choi vertritt die tunesische Gastronomie. Viel Beifall für einen interessanten Beitrag zur inzwischen nur noch gemäßigten Moderne auf der Opernszene.«

(HL-live)

 

 

 

»Ungewohnte Gesangslinien erfordern Nachdruck in der Deklamation, bieten aber Emotionales und rein Melodisches - etwa die große Arie der mit ihrem starken Mezzo überzeugenden Lele Sun (Mary) oder ihr kniffliges Terzett des Gegeneinandersingens mit Jonghoon You (Abe) und Changhui Tan (Ken): Dass Studierende aus Fernost stets mit solidem Fundament nach Europa kommen, beweisen auch Du Wang und Kong Seok Choi (Soldiers). Es ist spannend und berührend, was Regisseurin Susanne Frey im Halbdunkel der aufs Wesentliche konzentrierten Ausstattung von Peter Sommerer vor Augen führt.«

(Kieler Nachrichten) 

 

 

 

»Beachtlich, was sie [Susanne Frey] mit den jungen Darstellern erreichte! [...]. Lele Sun war eine ergreifende Mary, gesanglich sehr differenziert. Den Abe sang der Tenor Jonghoon You, seinen Bruder Ken der Bariton Changhui Tan, beide erstaunlich stimmkräftig und gewandt in der psychologischen Zeichnung ihrer Charaktere. In den kleineren Partien als Ex-Soldaten agierten Du Wang und der voluminöse Bass Kong Seok Choi. [...]. Die Darsteller in der ›Venus‹ entgehen zumeist der Charge. Yvonne wurde von Birgit Lätitia Böckeler sicher und gewandt gestaltet. Den Charles sang mit durchdringend kräftigem Tenor Christian Henneberg, der einzige Gast. Als Venus hatte die eindrückliche Franziska Blaß einen großen Auftritt. In ihren Rollen als Barkeeper und betrügender Straßenhändler setzten noch einmal Kong Seok Choi und Daniel Schliewa stimmlich wie darstellerisch gekonnt Akzente. [...] das Publikum [zeigte sich] beeindruckt und applaudierte lange.«

(nmz-online)