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Macbetto
»Werde ich niemals diese
Hände reinwaschen können?«
Hexen hatten es schon vorausgesagt: General Macbetto wird König von Schottland werden. Ermutigt durch diese Prophezeiung und angestachelt von seiner Frau, geht Macbetto nun den Karriereweg buchstäblich über Leichen und ersticht bei erstbester Gelegenheit den schlafenden König Duncan. Macbetto und seine kaltblütige Lady besteigen daraufhin den Thron. Doch ein Mord zieht den nächsten nach sich. Gedungene Mörder erledigen dies schnell. Aber die Verkettung von Macht und Verbrechen hinterlässt Spuren in der Psyche der Schuldigen: Auf dem Festbankett glaubt Macbetto, tote Geister zu sehen, und auch die bisher so souveräne Lady schlafwandelt nachts durch die Burg im Bemühen, das Blut der Opfer von ihren Händen zu waschen. Macbetto sucht erneut die Hexen auf, doch die können ihm nur noch den Untergang weissagen.

Verdis erste Shakespeare-Vertonung ist ein Politkrimi ohne Liebeshandlung. An seine Librettisten schrieb er auf selten genaue Art, wie die dramatischen Zuspitzungen und die Charaktere – besonders der Lady – sein sollen. Er drängte auf Kürze und Schlagkraft: »Sei pathetisch, doch mehr noch als pathetisch, sei fürchterlich!«. Neben der direkten Expressivität Shakespeares, die Verdi in Musik übersetzte, erhielt die numinose Sphäre Gewicht. Hexen und Geisterwesen durchsetzen die reale Handlung mit einem romantischphantastischen Blick auf die Nachtseite aller Dinge. Und das meint auch den Blick in das Innenleben der skrupellosen Königsmörder Macbetto und seiner Lady.

Premiere
11/01/13

Großes Haus
Die nächsten Termine
Sa
01/06/13
19.30 Uhr
Großes Haus

Fr
07/06/13
19.30 Uhr
Großes Haus

Dauer 2 Stunde, 55 Minuten (eine Pause)

Musikalische Leitung Matteo Beltrami
Inszenierung Alberto Triola
Bühne Tiziano Santi
Kostüme Manuel Pedretti
Choreographie Nikos Lagousakos